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Lesefahrt 2011 – Orgelführung in St. Florin

Orgelführung in St. Florin

Am Freitag, dem 30. September 2011, war die Lesefamilie eingeladen in die Florinskirche, um die dortige neue Orgel kennen zu lernen. Und viele, viele kamen.

Begrüßt wurden wir von dem Vorsitzenden der Stiftung Florin, Oberstaatsanwalt a.D. Manfred Knieling, der auch Mitglied der Lese ist.

Kantor Christian Tegel verstand es meisterlich, uns die Orgel näher zu bringen.
Sie wurde Ende 2010 eingeweiht, hat 51 Register und 3.729 Pfeifen, verfügt über ein Glockenspiel und einen Zimbelstern.

Als Introduktion brachte er
Johann Sebastian Bach: Präludium in G-Dur BWV 541
Johann Sebastian Bach: Adagio (Air celebre) aus der Orchestersuite D-Dur BWV 1068
Improvisation über “Was Gott tut, das ist wohlgetan”
Louis Vierne: Berceuse (Wiegenlied) aus den “24 Pièces es style libre”
und einem Wunsch des Vorsitzenden der Lese folgend, schenkte Kantor Tegel uns die berühmte Toccata aus der 5. Sinfonie Charles Marie Widors.
zu Gehör.

Danach erzählte er uns interessante Einzelheiten der Orgel und ließ einzeln Register hören: Feinste Töne kleinster Flöten, tiefe Bässe, ein herrlich klingendes Glockenspiel samt dem Zimbelstern.

Der Vorsitzende dankte in einem Schlusswort dem Organisten, der Lesefamilie für ihr zahlreiches Erscheinen sowie Ingrid und Eugen Lambert für die Vorbereitung der Agape (oder Propinatio genannt).

Man trank ein gutes Glas Wein bei guten Gesprächen; schließlich ist der Patron der Florinskirche ein “Wein-Heiliger”, der auch der Koblenzer Weinbruderschaft seinen Namen gegeben hat.

Ewald Thul

Fotos: B. Rademacher

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Lesefahrt 2011 – Köln

Herbstfahrt 2011 nach Köln

Etwas verspätet starteten wir, 63 Personen, mit zwei „Moselaner“-Bussen gen Köln, wo wir bei strahlendem Sonnenschein pünktlich ankamen.

Zu Fuß ging es zur ersten Station, Groß St. Martin.

Dort erfuhren wir von unserem Reiseleiter Michael Hörter, dass diese Kirche vor der Fertigstellung des Doms viele Jahrhunderte lang das Wahrzeichen von Köln war.

Im Hause der Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem, neben der Kirche gelegen, empfing uns Schwester Theresia. Nachdem Michael Hörter der Schwester den Katholischen Leseverein , Koblenz vorgestellt hatte, erfuhren wir von ihr, dass Erzbischof Joachim Kardinal Meisner 2009 die Kirche mitten im Herzen der Stadt ihrem Orden anvertraut hat.

In bemerkenswerter Weise weihte uns Schwester Theresia in das Leben ihres Ordens, der 1975 in der Kirche St. Gervais, Paris von Bruder Pierre-Marie Delfieux ins Leben gerufen worden ist, ein. Dem Orden gehören heute ca. 200 Frauen und Männer an, davon in Köln 7 Schwestern und 5 Brüder.

Gebannt lauschten wir den Ausführungen der Schwester über ihre Berufung, ihr kontemplatives und gemeinschaftliches Leben.

Tief beeindruckt gingen wir dann zum Mittagsgebet der Gemeinschaft in die Kirche. Groß St. Martin war erstaunlich gut besetzt. In der gemeinschaftlich mehrstimmig gesungenen Liturgie ließen die Schwestern und Brüder Gottes Gegenwart aufleuchten.

Es würde zu weit führen, an dieser Stelle das alles wiederzugeben. Wer Interesse hat, kann viele der gehörten Einzelheiten auf der Internetseite Jerusalem-Gemeinschaft katholisch.de erfahren.

Die nächsten zwei Stunden standen zur freien Verfügung. Jeder konnte nach seinem Geschmack durchs „übervolle“ Köln bummeln.

Um 15.00 Uhr trafen wir uns am Dom. In vier Gruppen aufgeteilt, wurden wir durch das imposante Bauwerk geführt und stellten fest, dass es immer wieder ein Erlebnis besonderer Art ist, durch das großartige Gotteshaus zu gehen.

Danach unternahmen wir eine Stadtrundfahrt, bei der uns Sehenswürdigkeiten auf der rechten und linken Rheinseite gezeigt und erklärt wurden, z.B. die Messehallen, die architektonisch außergewöhnlichen neuen Kranhäuser am Rheinauhafen, die Stadttore und – mauern, Kirchen, Märkte und Plätze.

Nachdem uns die Stadtführer verabschiedet hatten, gingen wir durch die belebten Straßen zum „Cölner Hofbräu Früh“.
Dort saßen wir in gemütlicher Runde zwei Stunden bei süffigem Kölsch und deftigen Speisen beisammen.

Um 20.45 Uhr brachen wir in Richtung Heimat auf. Wohlbehalten kamen wir gegen 22.30 Uhr in Koblenz an.

Wieder war ein sehr schöner Tag viel zu schnell vorbei.

M. Rademacher

Fotos: B. Rademacher

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Lesefahrt 2011 – nach Ulm

In Ulm und um Ulm herum - Eine Reise ins Schwabenland

Am Donnerstag, dem 19. Mai, brach der Katholische Leseverein zu seiner Reise nach Schwaben auf; 70 Personen waren mit von der Partie.

Erstes Ziel war Blaubeuren. Das Kloster mit seinem bekannten Hochaltar erkundeten wir „auf eigene Faust“.

Danach wurden wir durch den Ort zu dem berühmten und sagenumwobenen Blautopf , einer großen Quelle der Blau, aus einem Karstgebirge entspringend, geführt. Der wolkenlose Himmel ließ den See in einer unwirklichen Bläue noch farbiger erstrahlen.

Am folgenden Tag war das Kloster Wiblingen unser Ziel, das mit seinem schönen Bibliothekssaal eine Augenweide ist.

Von dort ging es zum Ulmer Münster, in dem wir ein herrliches und beeindruckendes Orgelkonzert auf der drittgrößten Orgel der Welt genießen konnten. Anschließend wurden wir von sachkundigen Führern durch das großartige evangelische Münster geführt.

Mittags empfing uns der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner, der mit einer launigen Rede uns seine Stadt näher brachte. Fischer-Viertel, Gerber-Viertel und der Weg über die an der Donau gelegene Stadtmauer versetzten uns ins mittelalterliche Ambiente.

Am Samstag fuhren wir nach Bad Schussenried. Unsere Ziele waren das barocke Kloster mit seiner wunderschönen Bibliothek und die Pfarrkirche St. Magnus, die als besonderen Kunstschatz ein einmalig schönes Chorgestühl aufzuweisen hat.

Die Mittagspause verbrachten wir in der „Schussenrieder Brauerei“. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die Köstlichkeiten des Hauses.

In Steinhausen besichtigten wir die „Schönste Dorfkirche der Welt“. Zum Dank für die bisher gut verlaufene Reise sangen wir ein frohes Marienlied.

Anschließend führte man uns durch die historische Stadt Biberach.

Die erlebnisreichen Tage endeten jeweils mit einem gemeinsamen Abendessen in gemütlichen, von Adolf Meinung, dem Organisator der Fahrt, sorgfältig ausgewählten Lokalen.

Am Sonntag besuchten wir das Kloster Neresheim, eine noch recht aktive Benediktiner-Abtei und feierten die hl. Messe.
Danach führte uns Bruder Wolfgang durch die helle, vom Licht durchflutete Kirche.
Er zeigte uns die in Europa einmalige Barockarchitektur und bezeichnete die „aus Licht erbauten Räume“ als „steingewordene Musik“.
Neben dem „Neresheimer Raumerlebnis“, das Weltkulturerbe ist, beeindruckt das mit über 700 qm größte Deckenfresko der Welt.

Zum Abschluss bummelten wir durch das noch ganz und gar mittelalterliche Dinkelsbühl.

Petrus war uns hold; außer ein paar Regentropfen nur blauer Himmel über uns und dankbare Freude in uns.
So könnte es auf unseren folgenden Reisen weitergehen.

Dr. E. Thul / M. Rademacher

Fotos : Rademacher

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Lesefahrt 2010 – Bruchsal und Deidesheim

Herbstfahrt nach Bruchsal und Deidesheim

Pünktlich starteten wir mit zwei Bussen bei strahlendem Sonnenschein Richtung Bruchsal. Sicher waren einige der Mitreisenden gespannt, weil sie die Stadt noch nie besucht hatten.
Nach der Ankunft wurde unsere Reisegruppe „getrennt“. „Bus 1“ begann mit der Stadtführung; „Bus 2“ besichtigte zuerst das Schloss.

Das völlig zerstörte fürstbischöfliche Barockschloss Bruchsal, in 30 Jahren wieder aufgebaut, begeisterte uns.

Besonders hervor-zuheben sind die herrlichen Festsäle im Mittelbau und das zentrale Treppen-haus von Balthasar Neumann.

Freude bereitete einigen das größte Musikautomatenmuseum Deutschlands, das im Schloss untergebracht ist.
Bei einer öffentlichen Führung ertönten kleine, große und riesige Automaten, die die Zuhörer mit ihrer Lautstärke und Klangfülle überraschten.

Nachdem wir den ersten Teil der Führungen abgeschlossen hatten, war Mittagszeit.
Adolf Meinung, der wieder für die Planung und Vorbereitung der Reise verantwortlich war, hatte uns im ersten Hause Bruchsals, dem zugleich ältesten Gasthaus „Zum Bären“, angemeldet. Der Wirt hatte einen Teil seines Biergartens für die Lesefamilie reserviert.

Hier wurde uns ein vorzügliches Mittagessen serviert, das wir bei sehr angenehmen Temperaturen genießen konnten .
 Regen und Kälte der letzten Tage waren schnell vergessen

Nach der Pause begann der zweite Teil unserer Erkundungstour durch Bruchsal. Wir gingen am Amalienbrunnen, an der imposanten, einer Burganlage gleichenden Justizvollzugsanstalt (im Volksmund wegen der acht Türme auch Café Achteck genannt),

am Ferdinand-Keller-Brunnen und am schmucken Belvedere vorbei und spazierten durch die wieder errichtete Altstadt.

Der Rundgang endete in der Hofkirche des Schlosses, die am 01. März 1945 vollständig zerstört worden war und in moderner Innenarchitektur wieder aufgebaut worden ist.

Gut gelaunt traten wir die Heimreise an. Auf der Fahrt durch die Pfalz hielten wir in Deidesheim an, um beim Winzerverein einzukehren.

Bei einem guten Glas Wein und einer deftigen Brotzeit saßen wir noch einige Zeit gemütlich beisammen.

Zufrieden und wohlbehalten erreichten wir nach diesem schönen, Tag unsere Heimatstadt Koblenz.

 
M. Rademacher

Fotos: B. Rademacher

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Lesefahrt 2010 – ins Elsass

Vier Tage im Elsass Elsass nebenan - Abseits der großen Wege

In der Frühe des 10. Juni 2010 brach die Lesefamilie auf zu ihrer Fahrt; es waren 72 Personen. Schlechte Wetternachrichten ließen das Schlimmste befürchten, aber die Propheten hatten diesmal Unrecht. Es war mal frischer und wärmer, aber stets trocken und oft blauer Himmel über uns.

Erste Station war Weißenburg, das uns Stadtführer näherbrachten.

Sodann konnten wir die frühmittelalterliche Kirche im Marmoutier (Mauersmünster) erleben und ein Orgelkonzert, das uns nichts kostete und trotzdem schön war.

Das Hotel in Colmar war eine ausgezeichnete Bleibe. Gut eingerichtete Zimmer, ein reichliches Frühstücksbuffet und ein ordentliches Abendessen, bei dem, im Preis inbegriffen, reichlich Wein eingeschenkt und nachgegossen wurde.

Der nächste Tag, nach einer gewittrigen Nacht, sah uns im Unterlinden-Museum mit seinem weltberühmten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald.

Dann ging es nach Munster, wo wir von klappernden Störchen empfangen wurden.

Die Fahrt ging weiter zum Col de la Schlucht und auf dem Kamm der Vogesen Richtung Grand Ballon (Großer Belchen). Die Sicht übers weite Land und in die tiefen Täler mit ihren Seen war phantastisch.
Hinunter ging´s nach Thann, wo wir eine zauberhaft schöne gotische Kirche erlebten, deren schöne Fassade die Französische Revolution unbeschadet überstanden hatte.

Den Abend verbrachten wir in einem urigen Keller in Riquewihr (Reichenweier) bei einem rustikalen Abendessen.

Ein zweites Orgelkonzert, diesmal von uns gebucht, erfreute uns in der Kirche von Ebersmünster. Der Organist war ein künstlerisch begabtes Genie, der uns mit der Vorführung der Silbermann-Orgel entzückte. Als er zum Schluss, nach zartem Vorspiel, alle Register zog, zuckten viele von uns, vorher leicht dösend, erschreckt zusammen. Insgesamt ein tolles Erlebnis.

Wir genossen den herrlichen Blick ins Land bis über den Rhein hinaus, und in der Ferne entdeckten wir das Straßburger Münster.

Die Klosterkirche von Andlau war ein weiterer Höhepunkt unserer Reise. Uns führte der ehemalige Bürgermeister des Städtchens auf sehr kundige und launige Weise. Seine Liebe zum Wein bewegte uns, ihm ein Weinpräsent vom Bopparder Hamm zu überreichen, in der Hoffnung, dass dieser Wein auf seiner Zunge ihm standhalten könne.

In Colmar angekommen, gab´s noch eine Tour mit einem Bähnchen durch die Altstadt: Eine schöne Fahrt!

Abends dann wieder ein gutes Essen in unserem Hotel mit reichlich sehr passablem Wein.

Der letzte Tag führte uns nach Breisach, wo wir in der Stephanskirche Gott dankten für all das Schöne, was wie erleben durften.

Dann ging es nach Endingen am Kaiserstuhl, das uns kundige Führer näher brachen. Bevorzugt war die Gruppe, die als erste gestartet war. Sie wurde von einem frommen, geschichtskundigen Mann geführt, der an fast jeder Ecke einen lustigen Gag vom Stapel ließ. Unser Lachen ging durch ganz Endingen.

Eine launige Weinprobe zelebrierten wir im Weingut Schätzle, dem Top-Rotweinwinzer Deutschlands.

Bestens gelaunt ging ´s nach Hause, wobei unsere Stimmung im Bus mit jedem Tor, das gegen Australien fiel, immer ausgelassener wurde.

Dank an dieser Stelle unserem Freund Adolf Meinung, der diese tolle Reise hervorragend geplant und betreut hat.
Dr. E. Thul

Fotos: Rademacher

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Lesefahrt 2009 – Aschaffenburg und Seligenstadt

Herbstfahrt nach Aschaffenburg und Seligenstadt

Am frühen Morgen des 19. September brach die Lesefamilie auf zu ihrer Fahrt nach Aschaffenburg, dem „Mainz am Main“. Der Himmel war noch Wolken verhangen. Doch als wir am Ziel ankamen, wölbte sich ein weiß-blauer Himmel über uns. Die Schirme blieben in den Bussen der Fa. Kröber, Winningen, deren Dienste wir seit Jahr und Tag in Anspruch nehmen.

Gar mächtig beeindruckte uns das imposante Renaissance – Schloß Johannisburg und die kulturhistorisch bedeutsame gotische Stiftsbasilika, die in ihrem Inneren u.a. Werke von Matthias Grünewald und Lucas Cranach beherbergt. Das frühherbstliche Wetter erlaubte uns, das (im übrigen recht ordentliche) Mittagessen im sonnigen Garten des Schlosses einzunehmen.

Unsere Weiterfahrt führte uns wenige Kilometer mainabwärts in das zauberhafte, mittelalterliche Seligenstadt. Hier besuchten wir, kundig geführt, die von Einhard, dem Biographen Karl des Großen, im Jahre 825 gestiftete, ehemalige Benediktinerabtei sowie die Reste der Stauferpfalz und den blühenden Klostergarten. Es traf sich gut, daß just an diesem Samstag ein Weinfest stattfand, wo wir in gemütlicher Runde Gewächse aus Franken und Hessen genießen konnten. Nach dem Gottesdienst, in dem wir Dankeschön für den gelungenen Tag sagten, ging es zurück in unsere Heimatstadt Koblenz, das wir wohlbehalten am spät5en Abend erreichten.

Für die Planung und Leitung dieser Fahrt weiß die „Lese“ seinem Reiseleiter Adolf Meinung herzlichen Dank.

Dr. Ewald Thul

Fotos: B. Rademacher

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Lesefahrt 2009 – auf Luthers Spuren

Lese - Reise in das Land der Himmelsscheibe und der Askanier

Der Katholische Leseverein auf Luthers Spuren

Vom 18. bis 21. Juni 2009 führte uns der Weg nach Eisleben, dem Geburtsort Luthers, zunächst zum Fürstenschloß von Schwarzburg-Sondershausen (ehemalige DDR-Partnerstadt von Koblenz), wo uns der dortige Oberbürgermeister freundlichst empfing und uns mit einem Glas Sekt überraschte.

In Eisleben machten wir Quartier für vier Tage im Stadtschloß, Hotel Graf von Mansfeld, eine wunderschöne Bleibe in barockem Ambiente. Die Stadtführung ließ uns Luthers Geburts- und Sterbehaus erleben, seine Taufkirche und die Marktkirche St. Anna.

Der nächste Tag führte uns in die Salz- und Saalestadt Halle, wo uns die Himmelsscheibe von Nebra, eine Weltsensation des ältesten Observatoriums der Menschheit, bei einer Raubgrabung 1992 entdeckt, erwartete. Sodann waren wir Gast bei der ältesten deutschen “ Salzwirkerinnung von 1491″ im Hallorenhaus an der Saale.

Wittenberg, die Stadt des Kurfürsten Friedrich des Weisen, der Martin Luther auf der Rückreise vom Reichstag zu Worms 1521 „überfiel“ und auf der Wartburg in Sicherheit brachte, beeindruckte uns mit den Luthergedenkstätten, der Schloßkirche, dem historischen Markt und dem Lutherhaus.

Am Nachmittag machten wir einen Abstecher in eine der schönsten Parklandschaften Deutschlands, das “ Wörlitzer Gartenreich“ des Anhaltiner Fürsten Leopold, ein weitläufiger Park mit Schlössern, Tempeln und Kunstwerken in freier Natur, die wir bei einer Gondelfahrt über die zahlreichen, den Park durchziehenden Kanäle erkundeten.

Am Sonntagmorgen feierten wir Gottesdienst im Zisterzienserinnnen-Kloster Helfta, einem Vorort Eislebens. Schwester Gracia erzählte uns in einer sehr liebenswürdigen Weise vom Werden, Leben und Wirken dieser beeindruckenden Stätte, die nach hunderten Jahren der Aufhebung des Klosters nach der Wende einen Neuanfang nahm.

Auf der Heimfahrt besuchten wir die Burg Querfurt, eine der größten und gleichwohl unbekannten Burgen. Der Zufall wollte es, daß just an diesem Tag ein Burgfest stattfand, das uns das mittelalterliche Ambiente näherbrachte.

Unvergeßliche Tage waren vergangen, als wir müde, aber auch glücklich wieder in unsere Vaterstadt Koblenz heimkehrten: „Mit der Lese wor et wie immer scheen gewese!“
Dr. Ewald Thul

Fotos: Rademacher

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Lesefahrt 2008 – Darmstadt und die Bergstraße

Herbstfahrt nach Darmstadt und die Bergstraße

Die Herbstfahrt der Lesefamilie führte uns zunächst in die „Jugendstilstadt“ Darmstadt. In der Frühe des 20. September brachen wir in zwei Bussen mit über sechzig Leuten auf.

Der Nebel lichtete sich bald, und ein blauer Himmel wölbte sich über uns.
Kaum einer von uns kannte Darmstadt; wir waren gespannt. Wir fuhren, an unserem Zielort angekommen, hinauf zur Mathildenhöhe mit ihrer hochinteressanten Künstlerkolonie. Jugendstil pur, wohin man schaute; und mit goldglänzendem Dach eine wunderschöne orthodoxe Kapelle.

Kundige Führer machten uns mit der Geschichte des Jugendstils vertraut.

Kloster und Königshalle des geschichtsträchtigen Lorsch waren das nächste Ziel; der Besuch lohnte sich. Der späte Nachmittag sah uns in Heppenheim an der Bergstraße, wo wir durch die winklige und romantische Altstadt geführt wurden: Ein großes Erlebnis. Natürlich besuchten wir auch die Pfarrkirche St. Peter, den sogenannten „Bergsträsser Dom“.

Den Tag beschlossen wir im historischen „Winzerkeller“ bei einem guten Glas Wein. Und wohlbehalten kehrten wir, auf die Minute pünktlich, in unsere Vaterstadt zurück.

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Lesefahrt 2008 – ins Land der Franken

Die Lese in Deutschlands Schatzkästlein - Franken

Die Lese in Deutschlands Schatzkästlein

 »Ins Land der Franken fahren«

Der Katholische Leseverein fuhr in Deutschlands Schatzkästlein. Vier Tage verbrachte die Lese in einer der schönsten Kulturlandschaften unseres Vaterlandes; über siebzig Mitglieder des Vereins waren mit von der Partie. Und Petrus war mit seinem sonnigen Wetter uns stets wohlgesonnen. Erstes Ziel war die barocke Wallfahrtskirche St. Mauritius in Wiesentheid, dann das mittelalterlich geprägte Städtchen Prichsenstadt mit seiner Stadtmauer. In Ebrach beeindruckte die Klosterresidenz mit ihrem prachtvollen Treppenhaus und dem Kaisersaal. Der zweite Tag führte die Lesefamilie nach Pottenstein in die geheimnisvolle Teufelshöhle, eine Tropfsteingrotte mit wundersamen Kalkgebilden. Sodann ging es nach Gößweinstein mit seiner von Balthasar Neumann erbauten Basilika und Wallfahrtskirche. Ein Orgelkonzert war der Höhepunkt des Tages. Am dritten Tag durchwanderte die Lese die Kaiserpfalz Forchheim und wurde mittags von dem dortigen Oberbürgermeister zu einem Glas Sekt eingeladen. Den Abschluss bildete der Besuch des Schlosses Seehof, die einstige Sommerresidenz der Baberger Bischöfe. Nach dem Besuch des Gottesdienstes in Ebermannstadt machte die Lesefamilie Station im fränkischen Wallfahrtsort Dettelbach. Mit einem Glas Frankenwein im alten Rathaus endete der Besuch am Main. 

Dr. Ewald Thul

Fotos: B. Rademacher

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Lesefahrt 2007 – Worms im Herbst

Herbstfahrt nach Worms

Als die Lesefamile 75 Mann stark, am Morgen des 8. September 2007 gen Worms aufbrach, war der Himmel grau verhangen. Aber Petrus meinte es gut mit uns: Den ganzen Tag über kein Tropfen Regen.

Herbstfahrt nach Worms

Unser erstes Ziel war die gotische Martinskirche in Lorch. Die meisten von uns kannten sie nicht. Um so mehr waren sie erstaunt und begeistert von der Schönheit dieses Gotteshauses. Einem spätgotischen, reich geschnitzten Altar, einem mächtigen romanischen Triumphkreuz mit dem gekrönten Heiland und einem kuriosen Chorgestühl aus der gleichen Zeit galt unsere besondere Aufmerksamkeit. Die Pointe aber war das so genannte Riesling-Register der neuen Orgel. Wenn dieses Register gezogen wird, öffnet sich an der Orgelbank ein Türchen, und zum Vorschein kommt eine Flasche Wein mit einem Glas, dazu ertönt das lustige Gezwitscher eines Vogels.

Weiter ging es nach Bechtheim in Rheinhessen. 
Der Bürgermeister dieses Ortes, ein Freund unseres Reisemarschalls Adolf Meinung, brachte, an der Ambo stehend, uns die romanische St. Lambertus Basilika in launigen Worten näher. Mittelalterliche Zeitverschiebungen führten nach seiner Ansicht zu einem Knick in der Ostung dieser Kirche: Ein Kuriosum seltener Art. Große Heiterkeit erregten die Bemühungen einer Frau, die während des Vortrags des Bürgermeisters ungerührt mit einem Besen um selbigen herum Laub zusammenfegte. 

Herbstfahrt nach Worms

Vor der Kirche war eine große Menschenmenge versammelt, die zur Kür des „Bechtheimer Pilgers“ gekommen war.

Was wir nicht wussten: An diesem Wochenende wurde der Bechtheimer Pilgerpfad gefeiert, eine weltberühmte Weinlage. In einer großen Scheune stärkten wir uns zu Mittag. Die Laune stieg, und manche wollten nicht mehr nach Worms: So gut und auch preiswert war der Wein!
In Worms angekommen, wurde uns vom Domorganisten Dan Zerfaß ein kurzes Orgelkonzert dargeboten. Danach führten uns kundige Leute durch den Dom. Nach einem Lied zu Ehren der Gottesmutter, es war ja Maria Geburt, fuhren wir nach Schwabenheim und kehrten im Landgasthof Engel ein. Essen und Trinken hat allen gemundet, nur diejenigen von uns, die Tafelspitz bestellt hatten, brauchten besonders kräftige Zähne. Auf die Minute genau kamen wir entsprechend unserer Planung heil und froh wieder in unserer Vaterstadt Koblenz an. 
Dr. E. Thul

Fotos: Dr. Anton Reichl