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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2012

Jahreshauptversammlung 2012 mit Rück- und Ausblick

Der Katholischer Leseverein vor großem Jubiläum

Wie in allen Jahren zuvor, begann die Mitgliederversammlung mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika St. Kastor, der von Pfarrer Joseph Müller, unserem geistlichen Beirat, zelebriert wurde. In der heiligen Messe gedachte er in besonderer Weise der im letzten Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder.

Hiernach traf man sich im großen Saal des Eltzerhofs zur Durchführung der Jahreshauptversammlung.

Vorsitzender Dr. Ewald Thul begrüßte die anwesenden Mitglieder und Gäste und gab einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres. Er erinnerte an das Neujahrskonzert im Hause Mercedes-Benz, an die Besinnungstage mit Pater Dr. Manfred Entrich OP und Weihbischof Michael Peters und an das Konzert der jungen Künstler der Internationalen Musiktage im Rathaussaal, das auch vom Leseverein gefördert wurde.

Er blickte zurück auf die Kulturfahrten „Rund um Görlitz“, nach Rheinhessen und die große Wallfahrt zum Heiligen Rock nach Trier.
Der Mitgliederstand ist gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Er beträgt 425 Mitglieder. Die Neumitglieder wurden vorgestellt.
In einer Nachwahl für das ausgeschiedene Vorstandsmitglied Bernd Rademacher, dem der Vorsitzende für seine Mitarbeit herzlich dankte, wurde Heinz-Peter Mertens neu in den Vorstand gewählt.

Der Schatzmeister Heinz-Dieter Maahs stellte den Finanz- und Vermögensbericht für das Jahr 2011 vor, der mit einem Überschuss abschloss, der den Rücklagen zugeführt wurde. Im Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2013 führte der Schatzmeister aus, dass Rücklagen für die Durchführung der Festveranstaltungen zur Verfügung stehen und man gut gerüstet sei

Die gute Kassenführung wurde von den Prüfern Heinz Adams und Manfred Kilian bestätigt, die auch Entlastung des Vorstandes beantragten, die einstimmig angenommen wurde.

Die Festveranstaltung zur 150 Jahrfeier wird am Sonntag, 05. Mai 2013, mit einem Pontifikalamt in der Basilika St. Kastor mit Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann beginnen, dem sich ein Festakt mit MdB Dr. Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, anschließt und mit einem Empfang im Blumenhof, bei schlechter Witterung im Ludwig-Museum, enden.
Der Verein wird als Jubiläumsgeschenk wieder eine Uhr an der oberen Fassade der Jesuitenkirche, (heute: Citykirche), installieren lassen, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde.
Zudem gab der Vorsitzende bekannt, dass im Jubiläumsjahr in der neu renovierten Rhein-Mosel-Halle wieder die traditionelle Lesesitzung stattfindet.
Zum Vereinsjubiläum ist eine Festschrift in Vorbereitung.

Nach kurzer Aussprache endete die Versammlung harmonisch bei Brot und Wein.

H.-D. Maahs

Fotos: R. Brennig (1,2,4,5,6,7,8) Archiv (3)

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2012 – ins rheinhessische »Weinland«

Herbstfahrt nach Oppenheim, Nierstein und Flonheim

Am frühen Morgen brach die Lesefamilie nach Rheinhessen auf. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück; fast hätte man meinen können, der ausgefallene Sommer wurde an diesem Tag vollständig nachgeholt: ein ganzer Tag unter wolkenlosem Himmel!

Erstes Ziel unserer Fahrt war die Katharinenkirche in Oppenheim – von Georg Dehio, dem „Gründervater“ der deutschen Denkmalpflege, einst mit dem noch immer gültigen Etikett „bedeutendster Kirchenbau am Rhein zwischen Straßburg und Köln“ versehen.

Unser Führer, gebürtiger Bremer und seit dreißig Jahren Küster an der Katharinenkirche, verstand es vorzüglich, diesen großartigen Kirchenraum mit seinen wunderbaren Fenstern uns näherzubringen. Lediglich von 1258 bis zum Jahr 1556, also gerade mal 300 Jahre war St. Katharinen katholisch, seit dem dann protestantisch.

Dies führte gleich zu Beginn zu einem „Leerräumen“ der Kirche, der alle Altäre, Ausmalungen und Heiligenfiguren zum Opfer fielen. Nur die Fenster, mit Blick auf den nahenden Winter, schließlich wollte man Weihnachten nicht in einer Kältekammer feiern, konnten dem „Bildersturm“ entgehen.

Später hatten auch die Protestanten ihren Frieden mit bunten Fenstern geschlossen, gleich zwei Fenster mit Luther belegen dies eindrucksvoll.

Im Anschluss führte unser Weg nach Nierstein, wo uns ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Bürgermeister Günther stellte uns „seine“ Stadt bei einem guten Tropfen Winzersekt vor.

Neben dem „Roten Hang“, eine der besten und berühmtesten Riesling-Lagen der Welt, wusste er aber auch über das ein oder andere Problem zu berichten. Eine Brache, ehemals Mälzerei in der Ortsmitte, wird allerdings bald Geschichte sein – bleibt nur den Niersteinern zu wünschen, dass sie mit „ihrem Zentralplatz“ glücklicher werden.

Im Winzerhaus machten wir dann unsere Mittagspause.

Danach ging es wieder zurück nach Oppenheim, nun in die Unterwelt. Von den rund 30 Kilometern unterirdischer Gänge besichtigten wir gerade mal 450 Meter, trotzdem fast 200 Treppenstufen rauf und runter. Glücklich, wieder das Tageslicht zu sehen, verließen wir Oppenheim Richtung Flonheim, dem letzten Ziel unseres Ausfluges.

Auf dem Programm stand eine Weinprobe im Betrieb der ehemaligen Rheinhessischen Weinkönigin Eva Pauser. Sie führt das Weingut seit einigen Jahren gemeinsam mit ihren Eltern und gehört zur Gruppe junger und höchst innovativer Winzer in Rheinhessen.

Nach neun Weinen – äußerst charmant und kenntnisreich vorgestellt – und noch manch gutem Glas im Anschluss, traten wir alle gut gelaunt wieder den Weg nach Koblenz an.
M. Hörter

Fotos: B. Rademacher