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die närrische Lese-Sitzung 2023

die närrische Lese-Sitzung - 2023

…. Manchmal ist eben alles anders

Da kann man noch so lange Karneval gemacht haben und doch gibt es diese Momente wo man einfach sagen muss – »Manchmal ist eben alles anders!«Lese_Sitzung_2023
Nicht das die Närrische Lese 2023 eine schlechte Sitzung war, sie war halt anders als sonst. Das war keinesfalls geplant, aber manchmal kommt eben alles anders…der Reihe nach.

Pünktlich um 20:11 Uhr war es so weit. Start frei zur Närrischen Lesesitzung die Shannon Johann mit einem gekonnten Solotanz eröffnete. So war direkt von Anfang an klar, was in den kommenden 4 Stunden auf das Publikum zukam.
Es erschallte im Foyer der Rhein-Mosel-Halle die Präsidentenglocke und danach hieß es – Bühne frei zur Närrischen Lesessitzung 2023. Zu den traditionellen Klängen der Musikkapelle St. Servatius Güls/Jugenfeuerwehrkapelle Lay, zog der Elferrat hinter der Jugendgarde der Grün-Weißen aus
Kölsch-Büllesbach in den vollbesetzen Saal ein. Ein prächtiges Bild und eine tolle Stimmung, das spürte man.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Sitzungspräsident Stephan Otto erwartete man traditionell den Meister des Wortspiels Dr. Oliver Tissot. Der musste aber an diesem Abend passen, weil ein grippaler Infekt schlichtweg zur Sprachlosigkeit führte. Schade, weil unser Freund Oliver Tissot immer einen Jahresrückblick der besonderen Art für die Lese parat hatte.

So war ein erster Höhepunkt des Abends der Besuch von Prinz Sven und Confluentia Lisa mit dem prächtigen Gefolge der KG-Rheinfreunde mit Hofmarschall Dennis Kreuter an der Spitze. Nach mehreren Anläufen konnten wir ein tolles Tollitätenpaar mit einem stolzen Gefolge der ältesten Karnevalsgesellschaft von Koblenz auf der Bühne des Lesevereins begrüßen. So konnte es weitergehen, wenn man den Gedanken des Präsidenten und seines Elferrates folgen wollte.
Nach dem Besuch des Koblenzer Tollitätenpaares und Gefolge zeigten die Funny Girls & Boys der Fidele Mädcher aus Wallersheim ihr Können. Es ist jedes Jahr erstaunlich, mit welchem Einsatz und Freude die jungen Leute den Saal zum Beben bringen.

Die Lese ist ja seit Jahren bekannt für Ihr hohes Niveau an Rednern. So haben wir auch im Jahr 2023 eine „Alten Bekannten“ wieder eingeladen. Kein geringerer, als Diakon Willibert Pauels sollte ein erster Rednerhöhepunkt in unserer Sitzung sein. Nur…manchmal kommt eben alles anders.

Was weder der Sitzungspräsident noch sonst jemand wusste…Pauels kam nicht…und zwar nicht, weil er nicht wollte, sondern nicht konnte. Der böse Virus mit C…. machte ihm den Auftritt bei uns unmöglich. Irgendwas bei der Übermittlung war schiefgelaufen.
Was nun? – Alle Augen richteten sich auf Präsident Stephan Otto. Der hatte schon als Kompensation für Oliver Tissot seinen „Schunkel-Joker“ aufgebraucht. Irgendwas musste passieren…
Kurzerhand hat sich der Präsident das Handy von Bühnenmeister Olav Kullak ausgeliehen und sein Protokoll aus anderen Veranstaltungen dem Publikum vorgetragen – Was sollte man auch anders machen?
Ganz ehrlich…diese Art von Aufregung braucht kein Mensch!

Ein großer Applaus war dem Präsidenten gewiss und so konnte ohne größere Blessuren die Sitzung weitergehen.Lese_Sitzung_2023 Was wäre eine Sitzung der Lese ohne die Grün-Weißen vom Zippchen. Eine jahrelange Verbundenheit findet in jedem Jahr ihren Höhepunkt einer Gardeshow der Spitzenklasse. Es kam noch besser…Der Sitzungspräsident Volker Weininger zeigte in seiner Paraderolle wieder alle Register seines Könnens.
Ein Auftritt, der seines gleichen sucht. Nach einem Showtanz des NCW aus Wallersheim, den Vergleichen auch außerhalb von Koblenz allemal standhält war der Altmeister der Unterhaltung auf der Bühne.

Bernd Stelter zeigt unnachahmlich sein Können und seine Freude über ein Publikum, das ebenfalls Spitzenklasse war.
So ging ein unterhaltsamer, aber sehr aufregender Abend mit dem Schängellied zu Ende in der Hoffnung, dass man sich am 07.02.2024 gesund wiedersieht.

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Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany – 2023

Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany - 2023

»Maria Hilf – ein Wallfahrtsort in Koblenz«
von Diakon Horst Dany

unter dieser Überschrift lud der Katholische Leseverein seine Mitglieder in diesem Jahr zur traditionellen »Besinnung in der Fastenzeit« ein.
Ein Thema, dass offensichtlich viele neugierig machte, wie die erfreulich große Zahl der Teilnehmer zeigte.
Diakon Horst Dany, selbst langjähriges Mitglied des Lesevereins und in Lützel geboren ging in seinen Ausführungen zunächst auf die wechselvolle Geschichte dieser Gebetsstätte ein, die erstmals in einer „Andacht für Maria Hülf“ in einem Gebetbuch von 1759 erwähnt wird.

Die Andachtsstätte, die zunächst nur aus einem Bildstock bestand, wurde von einem Reisenden gestiftet, der auf dem Weg nach Bonn an dieser Stelle von Räubern überfallen worden war und durch ein Gebet zur Gottesmutter gerettet wurde. Seit dieser Zeit kamen regelmäßig Beter zu diesem Bild, das wohl eine Nachbildung eines Werks von Lucas Cranach d.Ä. war.
Als die Gebetsstätte zerstört wurde, rettete man das Gnadenbild nach Neuendorf, von wo es nach einem Wiederaufbau in eine vergrößerte Kapelle zurückkehrte. Doch auch diese wurde wegen der zahlreichen Pilger bald zu klein und 1905 baute man gegenüber, auf der anderen Seite der Bonner Straße eine neue, die heutige Kapelle.
Die Pfarrei in Koblenz Lützel erwarb dann wegen des Neubaus ihrer Kirche Kapelle und Grundstück von der Pfarrei in Neuendorf unter der Bedingung, dass das Gnadenbild nach Neuendorf umzog. Eine spätgotische Madonna eines rheinischen Meisters steht seitdem auf dem Altar in Maria Hilf und die Kapelle wurde 1953 Teil der neuen Pfarrkirche.
Eine erneute Veränderung erfuhr die Kapelle 2017 durch den Abriss der Kirche und ist jetzt an das „Zentrum für Pflege und Betreuung an der
Maria-Hilf-Kapelle“ angegliedert.
Ausführlich ging Horst Dany auf die beeindruckenden Glasfenster mit Szenen aus dem Leben der Gottesmutter ein, wobei er darauf hinwies,
dass nicht alle aus den in den Kanon der Kirche aufgenommenen Evangelien stammen.

Die interessierten Zuhörer saßen anschließend noch bei Brot und Wein und regen Gesprächen zusammen und der Vorstand freute sich, nach der Coronapause, über diesen guten Start ins neu auflebende Vereinsleben .

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Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens – 2023

Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens

Liebe Lesefamilie,

Heinz-Peter Mertens
Heinz-Peter Mertens
Vorsitzender

das Jahr 2023 ist wie im Fluge vergangen. Die schlimme Coronazeit haben wir hinter uns gelassen, wenn Corona auch bleiben wird. Lange hat es gebraucht, bis wir wieder zusammenkamen. Erst unser Novembertermin brachte wieder ein volles Haus.
Unser erstes Ereignis war wie immer das Neujahrskonzert; dieses Mal ein Jubiläumskonzert mit Benedict Klöckner und Anna Federova. In der Sparkasse konnten wir die maximale Zahl der zugelassenen Gäste von 200 begrüßen und uns freuen, auch im Jahr 2024 unsere Jahresauftaktveranstaltung in der Sparkasse Koblenz zu starten.

Für viele von Ihnen ist der Höhepunkt des Jahreskreislaufes die närrische Lesesitzung, die wohl schon seit der Gründung 1863 Bestandteil der Vereinsaktivitäten ist. Vor vollem Haus führte Stephan Otto durch das Programm. Dieses Mal mit einem verjüngten Elferrat und wie immer mit Gästen aus den Karnevalshochburgen.

Die Besinnung in der Fastenzeit hielt dieses Mal unser Mitglied Horst Dany in der Kapelle Maria Hilf unter dem Titel „Wallfahrtsort Koblenz“. Es war die erste Veranstaltung Ende März mit wieder steigender Besucherzahl. Nach dem Vortrag folgten interessante Gespräche an den bereit gestellten Tischen. Die Kapelle in Lützel, der Rest der ehemaligen Kirche, ist vielen unserer älteren Mitglieder noch ein Begriff.

Hans Thielmann stellte im April im Weingut Wirges den synodalen Weg vor, dabei ging es insbesondere um die Entwicklung, die Entstehung eines Weges zu mehr Einbindung der Laien in die katholische Kirche. Es wird kein einfacher Weg sein, der von Rom bei weitem nicht geteilt wird aber alles fließt und die Zukunft wird zeigen, wohin der Weg insbesondere die nordeuropäische Kirche führt.

Eingeladen haben wir sodann zu einer Festungsbesichtigung auf der Ehrenbreitstein. Hier wurde den Teilnehmern die Bedeutung der Festung nochmals gezeigt. Schließlich ist sie ein Relikt der Vergangenheit, denn mit Beginn der Kriegsführung durch Flugzeuge verloren Festungen unmittelbar an Bedeutung.

Der Besuch einer Ausstellung in Fort Konstantin folgte sodann im September.

Im Dezember wird – nachdem ich dies geschrieben habe – noch unsere Adventsbesinnung in St. Kastor stattgefunden haben.

Wie Sie sicher festgestellt haben, hat erneut keine Mehrtagesreise aber auch keine Tagesreise stattgefunden. Zu mindestens Eintagesreisen würden wir gerne wieder aufnehmen, dabei sind jedoch die hohen Kosten zu bedenken, die uns nur bei einem vollen Bus als tragbar erscheinen. Hier müssen wir leider feststellen, dass dies aktuell eher nicht gegeben ist, was uns auch von anderen Vereinen aus der Region berichtet wird.

Der Vorstand traf sich zu unregelmäßigen Vorstandssitzungen. Hervorheben darf ich die Aktivitäten unseres neuen Vorstandsmitgliedes Claus Conzen, der sich auch um die Internetseite kümmert, auf der die Historie des Vereins – zuletzt auch die karnevalistische Historie – sichtbar gemacht wird.

Die Zahl unserer Mitglieder ist seit Jahren abnehmend. Entscheidend dafür sind die geringen Neueintritte, was offensichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet ist. Ich hoffe immer noch auf eine Kehrtwende und die Erkenntnis bei den Jüngeren, dass gesellschaftliche Vereine inspirierend sind und insbesondere auch zu Kontakten mit Menschen aus anderen Berufsfeldern, verbunden mit entsprechenden Lebenserfahrungen, führen. Denken wir doch einmal darüber nach, dann stellen wir fest, dass wir an unserem Arbeitsplatz und unserem sonstigen Umfeld oft nur Gleichgesinnte treffen.

Kurz vor Beginn von Corona hatten wir überlegt einen Stammtisch einzurichten, Rückmeldungen hatten eine positive Resonanz gezeigt.
Dies wollen wir für 2024 nochmals ins Auge fassen, wobei hier auch ein geeigneter Ort gefunden werden muss. Ich darf sagen; auch dies ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Unsere Vorstandssitzungen die Jahrzehnte in der Kornpforte stattfanden, haben im ablaufenden Jahr an ver-schiedenen Stellen stattgefunden, da die Kornpforte als Speiserestaurant nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht.

Ich würde mich freuen, wenn Sie auch im nächsten Jahr unsere Veranstaltungen nutzen und mit dazu beitragen, die aktive Zahl unserer Mitglieder wieder zu steigern. Bringen Sie gerne auch Ideen ein, denn der Vorstand ist nicht allein verantwortlich das Jahresprogramm zu gestalten.

Unser Geschäftsführer Stephan Otto wird zum Jahresende seine Geschäftsführung niederlegen. Wir dürfen uns für die geleistete Arbeit, die insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung der Lesesitzung allen sichtbar wird, bedanken und wünschen uns auch für die Zukunft Gottes Segen.
Ihr
Heinz-Peter Mertens

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Vorschau Lese-Sitzung 2023

Vorschau auf die Lese-Sitzung 2023

die närrische Lese-Sitzung 2023

Närrische Lesesitzung in der Rhein-Mosel-Halle
Wir planen die Sitzung für 2022 und dann holen wir alles nach, was uns diese Pandemie an Entbehrungen auferlegt hat…VERSPROCHEN! …

Sie erinnern sich noch?
Das waren meine Worte beim letzten Lesebrief 2021. Nun, die Lage in der Welt ist nicht gerade zum Lachen, aber wir sollten uns nach der langen Zeit der Entbehrung auch nicht alles nehmen lassen. Es war ein schwieriger und langer Prozess. Am Ende war das Ergebnis umso erfreulicher.
DIE LESE 2023 findet statt!

Alles hat seine Zeit und so wird auch die Närrische Lese sich verändern. Im Elferrat werden im nächsten Jahr eine ganze Reihe jüngerer Freunde ihren Platz einnehmen. Das ist so gewollt und es erfüllt unseren Kreis mit großem Stolz und Freude, dass so viele junge Menschen unser Vereinsleben und damit unsere Lese so bereichern. Damit lässt sich gut in die Zukunft schauen. Damit das auch klar ist…die „Alten“ sind ja nicht weg, sondern haben sich ihren Platz im Publikum nach vielen, vielen Jahren einfach auch verdient. Sie verdienen nicht nur unser aller Respekt, sondern auch unseren Dank und unsere Anerkennung für viele Jahre im Elferrat der Närrischen Lese.

Das Format unserer langen Vita bleibt bestehen. Wir werden auch in 2023 wieder klassischen Sitzungskarneval anbieten. Mit allen Facetten und dem besten, was die Session so zu bieten hat. Im Laufe der Jahre haben wir uns einen guten Ruf erarbeitet und ich darf ebenso stolz sagen: „Sie kommen alle gerne nach Koblenz zum Leseverein!“
Sie dürfen sich freuen auf

Bernd Stelter
„Sitzungspräsident“ Volker Weininger
„De Bergische Jung“ Willibert Pauels
Dr. Oliver Tissot
Willi & Ernst
Die Grün-Weissen „vom Zippchen“ Kölsch-Büllesbach
u. v. a.

Natürlich haben Prinz & Confluentia mit ihrem Gefolge der KG-Rheinfreunde ebenfalls ihren Besuch angesagt.
Die musikalische Leitung haben wir wieder in die bewährten Hände unseres Freundes Jörg Alfter gelegt.
Es ist also alles angerichtet für einen schönen Abend im Kreise der Lese-Familie.
Machen Sie alle von der Möglichkeit der Kartenvorbestellung Gebrauch. Mit einem ausverkauften Haus erleichtern Sie uns die Durchführung der Veranstaltung und tragen zum Gelingen bei.
Wie Sie uns sonst unterstützen können? Ganz einfach – werden Sie Mitglied beim Leseverein. Wir haben einiges zu bieten und Sie tragen zur Fortführung einer langen Tradition bei.
Mein Elferrat und ich freuen uns auf ein Wiedersehen mit Ihnen am Mittwoch, 15.02.2023, in der Rhein- Mosel-Halle.
Ihr Stephan Otto
Sitzungspräsident

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Von den Anfängen bis in die 1950er Jahre

Von den Anfängen bis in die 1950er Jahre

In der Festschrift zum hundertjährigen Bestehen unseres Vereins sucht unser Mitglied Peter Kloke die im Dunkeln des 19. Jahrhunderts liegenden Wurzeln der Lese-Fastnacht und beschreibt die Entwicklung bis in die frühen 1960er Jahre. So wie mit anderen Äußerungen des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens unserer Vaterstadt, war und ist der Katholische Leseverein auch mit der „Kowelenzer Faasenacht“ verbunden.

Wenn auch die Begründer unserer Gesellschaft im Jahre 1863 aus anderen Motiven ihr Werk ins Leben riefen, so fand doch in späteren Jahrzehnten das althergebrachte närrische Treiben auch im Leseverein eine Pflegestätte. Mit Freude dürfen wir feststellen, dass es bis heute so geblieben ist.

Mit Maß und in Grenzen gefeierte Fastnacht ist Ausdruck des Volkstums unserer rheinischen Heimat. Darum hat die Feier dieses Volksfestes mit Recht ihren Platz im Leben unseres Vereins. Wann die ersten Sitzungen und Maskenbälle gehalten wurden, ist leider nicht festzustellen. Aus Inseraten in alten Zeitungen vor der Jahrhundertwende geht aber schon hervor, dass man jedes Jahr im Katholischen Leseverein dem Karneval huldigte.
Zu Lichtmess fand meistens die erste Sitzung oder ein Ball statt. Am Schwerdonnerstag gab es die Herrensitzung, zu der Damen keinen Zutritt hatten. Daneben gab es dann noch 2 oder 3 Sitzungen mit Damen und die Maskenfeste. Zutritt hatten nur Mitglieder und von Mitgliedern eingeführte Gäste.
Die Sitzungen bestritt der Verein mit Rednern aus den eigenen Reihen. Es gab Mitglieder, die als Verfasser humorvoller Lieder hervortraten, die zu bestehenden oder eigens komponierten Melodien gesungen wurden. Mancher Büttenredner, der bei den offiziellen Karnevalsgesellschaften im Residenz- Theater (heute Apollo-Kino) oder später in der alten Festhalle in die „Bütt“ steigen durfte, hatte sich seine ersten karnevalistischen Erfolge in den Sitzungen des Lesevereins errungen.
So war bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 der Leseverein mit dem karnevalistischen Treiben in Koblenz eng verbunden. Besonders traten als stadtbekannte Karnevalisten unsere Mitglieder Peter Schottler, Josef Eisenach, Anton Kilzer, Moritz und August Watrinet und Jean Keil hervor, um nur einige zu nennen.
Nicht vergessen sei Winand Jechel, der im Jubiläumsjahr 1963 auf 50 Jahre Vereinstätigkeit in diesem Sinne zurückblicken kann. Als in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg die Karnevalsveranstaltungen wieder aufgenommen wurden, da stand auch der Leseverein nicht zurück. Er ermöglichte es seinen Mitgliedern und deren Freunden, in altgewohnter Weise im eigenen Vereinshause Karneval zu feiern.
Den Machthabern des „Tausendjährigen Reiches“ fiel es ausgerechnet zu Karneval 1937 ein, den Katholischen Leseverein gleichzuschalten; die angesetzten Veranstaltungen sollten schon ausfallen, da traten kurzentschlossen der Mosel-Hochwald-Hunsrück-Verein und der „Geländerverein“ als die Veranstalter auf. Sitzung und Maskenball waren gerettet. Man sieht, rechte Narren verstehen es, auch Diktatoren an der Nase herumzuführen!

Aus Schutt und Trümmern stand nach dem Zweiten Weltkrieg „Prinz Karneval“ wieder auf. Er und seine Anhänger fanden im Görreshaus den einzigen großen Saal in der Stadt, der trotz aller Kriegsschäden noch zu benutzen war. So diente der Görresbau nicht nur als provisorisches Landtagsgebäude, sondern auch als „Narrhalla“ der Karnevalsvereine.
Auch der Leseverein selbst, der schon sehr bald wieder eine stattliche Mitgliederzahl auszuweisen hatte, setzte die Karnevalstradition in den eigenen Reihen fort. Winand Jechel und Peter Keil waren es, die mit Unterstützung des Vorstandes und eines Elferrates die ersten Sitzungen und Bälle wieder aufleben ließen.
Als närrischer Präsident löste Willi Dienz Peter Keil ab. In jedem Jahr wurden jetzt Sitzung und Ball wieder durchgeführt. Als Willi Dienz 1952 aus beruflichen Gründen Koblenz verließ, wählte der Elferrat sein jüngstes Mitglied Willi Hörter als Präsidenten. Er ist es bis heute geblieben und leitet seit 1962 auch die Sitzungen der „Großen Koblenzer Karnevals-Gesellschaft“ als Präsident.
Unter den Karnevalsprinzen der letzten zehn Jahre waren mehrere auch Mitglied des Katholischen Lesevereins: Werner Kratz, Heini Michiels, Paul Blaumeiser, Gerd Lütke und 1962/63 Prinz Helmut Queng.
Als zu Fastnacht 1959 Koblenz keinen Prinzen gefunden hatte, da zog als Prinz des Lesevereins Winand Jechel, begleitet von Hofmarschall, Garden und Pagen im Prunkornat in das Görreshaus ein! Was den offiziellen Karnevalsgesellschaften nicht gelungen war, der Leseverein hatte es aus den Reihen seiner Mitglieder geschafft.
Überraschung und Jubel der Sitzungsbesucher waren groß. Durch viele Jahrzehnte seines Bestehens gehören die Karnevals-Festlichkeiten zum Veranstaltungsprogramm des Lesevereins. Sie sind zu einer Tradition geworden, deren Pflege den Mitgliedern am Herzen liegt.

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Eine Karnevalssession ohne „Lese“ gibt es nicht

Eine Karnevalssession ohne „Lese“ gibt es nicht

Unser Verein ist eine Besonderheit im Reigen der Koblenzer Karnevalsvereine, ist er doch gar kein Karnevalsverein. Trotzdem wird in der „Lese“ immer schon Fastnacht gefeiert; eine Karnevalssession ohne die „Lese“ gibt es nicht.

Lese-Schiff

Lassen sich die Anfänge des Karnevals in der „Lese“ heute nicht mehr genau rekonstruieren, sind doch viele Namen noch bekannt. Männer, die schon vor dem Ersten Weltkrieg den Karneval in unsrem Verein prägten, waren: Josef Eisenach, Anton Kilzer, Wienand Jechel, Moritz und August Watrinet.

Der Erste Weltkrieg zwang ebenso zur Pause wie die Gleichschaltung des Katholischen Lesevereins im Jahr 1937.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen Wienand Jechel und Peter Keil die ersten Sitzungen und Bälle wieder aufleben. Willi Dienz wurde Präsident. 1952 übergab er dieses Amt an das damals jüngste Elferratsmitglied Willi Hörter. Unser späterer Oberbürgermeister hatte sich die ersten Sporen als Protokollarius der „Lese“ verdient, wo er seinen Vater Willy Hörter sen. abgelöst hatte. 20 Jahre blieb Willi Hörter Präsident der Lese, bis ihm nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister (1972) Alfons „Itsche“ Sauerborn als neuer Präsident folgte.

Unter Itsche Sauerborn, unserem verstorbenen Ehrenmitglied, erhielten die Sitzungen jedes Jahr ein neues Motto. Der Elferrat war entsprechend kostümiert; ein neues Bühnenbild wurde gestaltet.

Über Schlossherren, Bücherwürmer, Lesezirkus und Marktplatz brachten Itsche und unser Elferrat viele Themen auf die Bühne. In dieser Zeit produzierte der Veranstaltungsausschuss den jährlichen Sessionsorden selbst. Im Werkraum von Gerhard Genzler wurden Jahr für Jahr die originell-kunstvollen Emailorden liebevoll hergestellt.

Nach 13 Jahren übergab Itsche Sauerborn 1985 das närrische Zepter an Rudi Schmidt, im „Nebenamt“ auch Präsident des Dähler Bornskrug. Die Tradition selbsthergestellter Orden blieb erhalten.

Im Jubiläumsjahr 1988 (125 Jahre Katholischer Leseverein) wurde Michael Hörter neuer Präsident, er setzt seitdem die Familientradition fort.

Im Jubiläumsjahr hatte sich der Elferrat etwas Besonderes einfallen lassen. Präsentierte er sich in der ersten Halbzeit als alte Herren aus der Zeit des Gründungsjahrs 1863, war er nach der Pause in der Gegenwart angekommen: 11 Punker, meisterlich von Artur Kraeber gestaltet. Das fast fünfstündige Programm stand unter dem Motto:

„Lese-Sitzung-Jubel-Lese, 125 Jahre immer schon gewese.“

Auch in den folgenden Jahren griff der Elferrat Themen auf und stellte die Sitzungen unter ein bestimmtes Motto.

Der „Lese“-Karneval lebt von den Aktiven des Veranstaltungsausschusses, die Jahr für Jahr mit viel Liebe und Freude die Sitzungen vorbereiten. Über viele Jahre war Itsche Sauerborn ihr „Vorsitzender“. Heute ist es Hans Breuer.

1991 wurde eine neue Ordensserie aufgelegt. Die Ära der selbstgefertigten Orden bei Gerhard Genzler ging zu Ende.

Mit der zerstörten Karmeliterkirche beginnend, wurden Koblenzer Gotteshäuser gewürdigt. Wegen des Golfkrieges sagten in Deutschland überall die Karnevalsoberen die fröhlichen Tage ab, so auch die AKK in Koblenz. Der Orden mit der Karmeliterkirche war bereits ausgeliefert, kam aber praktisch nicht zur Verleihung.

Im folgenden Jahr wurde die „frischerhobene“ Basilika St. Kastor dargestellt. Prominenteste Ordensträger waren der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. L. Kada und der Bischof von Stockholm, Dr. H. Brandenburg. Die Serie wurde bis 2001 fortgesetzt und ein begehrtes Sammelobjekt in Kreisen der Karnevalisten. Seit 2002 präsentieren wir alte Orden aus längst vergangenen „Lese“-Tagen in Neuauflage.

Einen Einschnitt ganz anderer Art gab es 1994. Unser Sitzungspräsident Michael Hörter wurde Prinz Karneval. Erstmals in ihrer 4 x 11-jährigen Geschichte stellt die AKK den Prinzen. Peter Burger schrieb zum Ende der närrischen Session: „Die Koblenzer Narrenwelt erlebt eine der schönsten Kampagnen der letzten Jahre. Welch ein Prinzenpaar! Michael Hörter und Karin Jost gelang es mühelos zu beweisen, dass sie alles andere als eine Notlösung waren.“

Koblenz hatte zwar einen Prinzen, die „Lese“ aber plötzlich keinen Präsidenten. Aber wir wären nicht die „Lese“, wenn wir für diese einmalige Situation keinen adäquaten Ersatz gehabt hätten. Unser Vorsitzender Dr. Ewald Thul erklärte sich bereit einzuspringen und präsentierte eine grandiose Sitzung.

1995, der Kammermusiksaal der Rhein-Mosel-Halle war eindeutig zu klein geworden, die Nachfrage nach der Lesesitzung längst so gestiegen, dass wir in den großen Saal wechseln mussten. Ein neues Bühnenbild wurde erstellt. Toni Scherpe entwarf einen riesigen Clown, der die ganze Bühne der Rhein-Mosel-Halle beherrscht. Der ganze Elferrat – bis zur Unkenntlichkeit geschminkt – steckte in bunten Clownskostümen. Dieses farbenprächtige Bild bestimmt die Lesesitzungen seitdem.

1999 besteigt einer der ganz Großen, nach 10-jähriger Abstinenz, wieder die Bütt: Werner Laube, der Redner der Klamaukpartei. Jahr für Jahr erfreut er nun – ausschließlich in der Bütt der „Lese“ – mit seinen geschliffenen Reden unser Publikum.

Peter Burger titelte in der Rhein-Zeitung nach der Sitzung dieses Jahres: „Katholischer Leseverein präsentierte das Beste aus dem Karneval der Stadt“.

In der Tat kamen und kommen viele Redner gerne zur „Lese“. Sie schätzen die gemütlich-familiäre Atmosphäre.

Unmöglich, alle Namen aufzuzählen! Einige seien doch genannt: Karl Rosenbaum, Rolf Diell, Heinz Grindel, Monika Kräber, Peter Fischer, Karl Wörsdörfer, Dieter Siefarth, Hans Nobel und viele mehr. Auch viele „Eigengewächse“ wie Sonja Werner, das „Lesequatschtett“ (Peter und Sabine Alfter, Nico Thomé und Stefan Helm), Hermann-Josef Wittbecker, Peter Kloke, Peter Iven, Dieter Balzer, Rolf Perscheid und unser neuer Protokollarius Stefan Otto gaben und geben den Sitzungen der „Lese“ eine unverwechselbare Note.

Es sind aber nicht nur die Redner, die gerne zur „Lese“ kommen. Die Koblenzer Tanzgruppen genießen einen hervorragenden Ruf. Viele von ihnen sind Rheinland-Pfalz- oder Deutsche Meister. Sie bereichern jedes Jahr unsere Sitzungen. Seit 2002 begeistert auch die Ballettschule Stützer unser Publikum.

Lassen wir nochmals Peter Burger zu Wort kommen: „Du glückliches Koblenz! Welch tolle Weine wachsen doch an den Rebhängen von Rhein und Mosel. Welch närrische Gewächse sind hier zu Hause. ‚Kellermeister’ Michael Hörter weiß nur allzu gut, in welchem Keller die besten Tropfen lagern. So präsentierte er in der ‚guten Stube der Stadt’ eine Aus-‚Lese’ der Besten des Koblenzer Karnevals.“

Katholischer Leseverein und Karneval – eine alte, doch immer jung gebliebene Tradition, die aus Koblenz nicht wegzudenken wäre.

Fazit: Et war on es immer widder scheen gewese!
H. Breuer

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Lesung 2022 – „Die Brüder Karamasow“ mit Hermann Burck

Lesung „Die Brüder Karamasow“ mit Hermann Burck

Ohne Frage, die Veranstaltung war ein Besuch wert gewesen…
so die Meinung der rund 150 Besucher in den Räumen der Evangelischen Kirchengemeinde auf der Karthause.
Es war ein Abend, den die renommierten Gesellschaften in Koblenz, das Casino zu Coblenz, der Katholische Leseverein, die Buchhandlung Reuffel, die Evangelische Kirchengemeinde und die Pfarrgemeinschaft Moselweiß-Karthause, als Gastgeber zu verantworten hatten.

Zum Hintergrund der Lesung: Um das Jahr 1500 brannten die Scheiterhaufen in Sevilla und Europa auf denen die „Hexen und Ketzer“ verbrannt wurden. Da kam Jesus auf die Welt, wurde vom Großinquisitor erkannt und sofort ins Gefängnis geworfen. Dort suchte ihn der Großinquisitor auf und setzte sich in einem langen Monolog mit Jesus auseinander. Jesus schwieg.
Schon die Eingangssätze wie „Warum bist du gekommen, um uns zu stören“, ließen auf den Machtanspruch des Großinquisitors schließen, der für sich und seine Kirche die Verantwortung übernahm, die Lehre Christi den Menschen dosiert zu vermitteln, ihnen die Freiheit zu nehmen und dafür genügend zu essen zu geben.

Im übertragenen Sinne begründete er damit den Anspruch eines jeden Diktators, jedes „Rattenfängers“, mit der „richtigen“ Religion, Ideologie oder Politik die Menschen zu beherrschen, ihnen die Freiheit zu nehmen und ihnen dafür das materielle Leben hinreichend zu sichern.

Heinz-Peter Mertens / Stephan Otto / Gemeindebrief der ev. Kirchengemeinde Karthause

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Vorwort Lesebrief 2022 – Heinz-Peter Mertens

Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens

Liebe Lesefamilie,
wir erleben eine sehr schwierige Zeit. Dem noch nicht besiegten Corona folgte im Februar 2022 der Ukraine-Krieg, letztendlich mit Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Wir sehen deutlich die Gefahren, die sich aus der Vernetzung der Welt ergeben, seien es unterbrochene Lieferströme oder wegfallende Lieferanten. Die dramatisch steigenden Energiepreise bringen dazu die Wirtschaft durcheinander und die Menschen in Deutschland an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Heinz-Peter Merten VorsitzenderIm ersten Halbjahr 2022 sind insbesondere das Neujahrskonzert und die Lesesitzung erneut ausgefallen, für 2023 dürfen wir hoffen, dass beides stattfinden kann.

Durchführen konnten wir unsere Besinnung mit Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius und geplant ist eine Adventsbesinnung für Dezember mit Dekan Thomas Darscheid. Ausflüge über die Region hinaus konnten wegen zu geringer Teilnahmezahlen nicht stattfinden, aber wir konnten dieses ersetzen durch interessante Zusammenkünfte, sei es an der Elisabeth-Kirche, auf dem jüdischen Friedhof, in den Festungsanlagen in Koblenz oder auch in Ehrenbreitstein. Mit solchen Veranstaltungen wollen wir auch im Jahr 2023 fortfahren.

Die Corona-Zeit hat dazu geführt, dass unser Mitgliederbestand weiter gesunken ist, insbesondere bei fehlenden Aktivitäten konnten nahezu keine neuen Mitglieder gewonnen werden. Umso mehr freuen wir uns, einige begrüßen zu dürfen. Ich darf Sie aber aufrufen, auf unseren Verein mit seiner langen Tradition hinzuweisen und über Veranstaltungen Mitglieder für uns zu werben.

Nennen darf ich auch noch die gemeinsamen Veranstaltungen mit Casino zu Coblenz, der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Karthause, die zu einer Lesung mit Herrn Kammerschauspieler Hermann Burck aufgerufen hatten. In den Räumen des evangelischen Gemeindehauses konnten wir eine große Anzahl von Interessierten begrüßen, was uns Mut macht mit solchen Veranstaltungen auch weiter zu verfahren.

Aus dem Verband »omnes unum« ist zu berichten, dass es den anderen Vereinen nicht anders als uns geht. Jeder versucht mit seinen Möglichkeiten den Mitgliedern attraktive (kleinere) Veranstaltungen zu bieten.

Im Oktober fanden Neuwahlen des Vorstandes statt, leider war die Veranstaltung nicht gut besucht. Ich wünsche mir hier mehr Präsenz. Als Vorsitzender wurde ich im Amt bestätigt, ebenso mein Stellvertreter Johannes Thul.
Zusammen mit dem gesamten Vorstand wollen wir versuchen, den Verein zukunftsfähig zu machen oder zukunftsfähig zu halten. Neu als Schatzmeisterin wurde Sarah Renda vom Vorstand gewählt, nachdem sie in der Mitgliederversammlung Veranstaltung erstmalig als Beisitzerin kandidierte. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurde Claus Conzen, wiedergewählt Hermann-Josef Bretz, Dieter Gube, Manfred Kilian und Hans Georg Zündorf. Angela Hönnecke kandidierte ebenso wie Horst Dany nicht mehr für eine weitere Amtszeit.

Bei Diakon Horst Dany darf ich mich für seinen Einsatz in unserem Verein bedanken, insbesondere für seine geistlichen Worte nach dem Tod unseres geistlichen Beirats Peter Bleeser. Auch wurde Manfred Diehl als Beisitzer nicht wiedergewählt.
Wie alle Jahre müssen wir auch den Tod zahlreicher Vereinsmitglieder beklagen, die teilweise Jahrzehnte Mitglieder unseres Vereins waren, so unser ehemaliger Kassenprüfer Heinz Adams wie auch Pfarrer Franz Mockenhaupt und unsere 101-jährige Irmgard Heitger. Alle unsere Verstorbenen und neuen Mitglieder finden Sie im Innenteil.

Mein Dank richtet sich an den gesamten alten und neuen Vorstand, verbunden mit der Hoffnung, auch in den nächsten Jahren den Verein für Mitglieder attraktiv zu halten. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von jungen und alten Menschen. Das gilt in der Politik, aber auch im kulturellen Vereinsleben. Ein gesellschaftlich tätiger Verein bringt Menschen aus unterschiedlichen Berufen mit den individuellen Erfahrungen zusammen – das lässt über den Tellerrand des eigenen Berufs blicken.

Auf ein gutes Jahr 2023
Ihr Heinz-Peter Mertens

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Vorwort Lesebrief 2021 – Heinz-Peter Mertens

Lesebrief 2021 – Einleitung – Heinz-Peter Mertens

Sehr geehrte Mitglieder des

Katholischen Lesevereins,

liebe Lesefamilie,

das Jahr 2021 war für uns alle ein besonderes Jahr. Es hatte sicherlich mehr Tiefen als Höhen. Seit dem Frühjahr 2020 dreht sich das Leben um Corona und die damit verbundenen Inzidenzen. Seit unserer Lesesitzung 2020 ruht unser Vereinsleben weitgehend. Die längsten Monate des Jahres waren Zusammenkünfte nicht möglich, ein wenig haben wir im Herbst versucht, Begegnungen zu ermöglichen.

So fanden im Jahr 2021 weder ein Neujahrskonzert noch eine Lesesitzung und schon gar keine Reisen statt.

Nicht nur unsere Adventsbesinnung 2020 mit Kaplan Jonas Staudt, sondern auch unsere Mitgliederversammlung, die wir in eine Sporthalle in Kesselheim verlegt hatten, waren bescheiden besucht.

Ende Oktober 2021 keimte jedoch Hoffnung, dass wieder mehr zu erreichen sei. In dieser Hoffnung haben wir mit Hans-Werner Seul einen Spaziergang durch Lützel durchgeführt; dieser in Koblenz eher negativ belegte Stadtteil bietet Vieles. Er führte uns zum Franzosen-Friedhof und auf die Fest Kaiser Franz. Leider haben nur wenige Mitglieder dieses Angebot wahrgenommen.

Sehr erfreulich war dagegen unser Spaziergang durch Ehrenbreitstein unter Leitung von Manfred Diehl.

Koblenzer und Neu-Koblenzer konnten Einiges wiederfinden und dessen Bedeutung kennenlernen, was ohne die fachkundigen Erklärungen von Manfred Diehl nicht so wäre. Dies gilt insbesondere für den Brunnen am Markt in Ehrenbreitstein. Die einzelnen Säulen weisen auf die Hochwasser der letzten 120 Jahre hin.

Mit der Besinnung auf der Karthause mit Pfarrer Gregorius sollte es am 01.12.2021 weitergehen. Gerade als ich begann, diese Zeilen zu schreiben, musste jedoch auch diese abgesagt werden, und das gilt auch für das Neujahrskonzert 2022. Hoffnung legte der Vorstand und insbesondere unser Geschäftsführer Stephan Otto in die Lesesitzung 2022, die geplant ist und deren Einladungen bereits versendet sind. Nach der Absage des Karnevals durch die AKK, dem Dachverband, wurde die Session 2022 Anfang Dezember abgesagt.

Gerne würden wir auch die für 2020 geplante Reise nach Frankreich in die Stadt Beaune und Umgebung im Jahr 2022 nachholen, wie auch Tagesausflüge anbieten. Inwieweit es dazu kommt bleibt abzuwarten.

Die Vorstände von Omnes Unum haben sich im Oktober ebenfalls in Köln getroffen. Unseren verbundenen Vereinen geht es ähnlich. Vom Ausfall sämtlicher Veranstaltungen bis zum Versuch, das Ein oder Andere doch umzusetzen, ist die Bandbreite.

Dass unsere Trierer Kollegen mit einem vollen Bus im September eine Tour unternommen haben, hat uns sehr erfreut, Nachahmer hat es jedoch nicht gefunden.

Vereinsarbeit lebt von der Mitarbeit. Wir würden daher gerne aus Ihrem Kreis weitere Personen finden, die entweder einzelne Veranstaltungen durchführen, wie es Herr Seul gemacht hat, oder aber auch für Vorstandsarbeit künftig bereitstehen. Schließlich ist 2022 erneut ein Vorstand zu wählen. Bedanken möchte ich mich bei den Vorstandsmitgliedern, die in dieser Zeit der Einschränkung sich bestmöglich für den Verein eingesetzt haben.

Begrüßen darf ich die neuen Mitglieder, denen wir leider bisher keine großen Angebote machen konnten. Hinweisen möchte ich auch auf unseren gewerblichen Bereich, nämlich den Weinhandel, der für den Verein einen wichtigen Teil darstellt und darf Ihnen das erweiterte Weinangebot ans Herz legen.

Ich wünsche Ihnen ein friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr, insbesondere Gesundheit

Ihr Heinz-Peter Mertens

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Frühlingsfest 2018

Frühlingsfest 2018

Zum zweiten Mal veranstaltete die Lese ein Frühlingsfest. Diesmal in Diehls Hotel in Ehrenbreitstein.
Auch in diesem Jahr wurden wir von Hans-Jürgen Weiler musikalisch begleitet. Daneben wurden wir durch zwei junge Künstlerinnen der Musikschule am Abend sängerisch unterhalten.
Wir konnten Gäste aus Japan und Australien, die unser Mitglied Gerhard Gareis mitgebracht hatte, begrüßen. Der Abend bot Gelegenheit zu vielen Gespräch und zum gegenseitigen Kennenlernen. Bei guter Unterhaltung wurde hiervon umfangreich Gebrauch gemacht.
Das Fest empfahl sich zur Wiederholung im nächsten Jahr in der Hoffnung, dass eine größere Anzahl von Mitgliedern und Freunden dabei sein wird.
gez. Heinz-Peter Mertens