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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2022

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen - 07.10.2022

Der Gottesdienst zur Einleitung der Mitgliederversammlung des Katholischen Lesevereins gehört genauso zu den liebgewonnenen Gewohnheiten, wie die Versammlung selbst.
Nach einer langen Zeit der Abstinenz kam am 07.10.2022 so etwas wie Normalität zum Vorschein. Der Leseverein hatte zur jährlichen Mitgliederversammlung geladen. Es standen neben den Berichten des Vorstandes auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Es sollte und es gab einige Veränderungen.

Der Vorsitzende begrüßte die leider spärliche Anzahl an Mitgliedern in den Räumen des Pfarrsaales Herz-Jesu. Nach der Annahme der Tagesordnung wurde unserer Verstorbenen gedacht, bevor es in die Abarbeitung der Tagesordnung gehen sollte.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte der Vorsitzende die doch eingeschränkte Arbeit des Vereins und des Vorstandes vor. Zu sehr war man von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Nahezu alle Aktivitäten des Vereins kamen zum Erliegen oder konnten nur in sehr abgespeckter Form angeboten werden. Man sei aber optimistisch, dass es zukünftig wieder im Normalmodus laufen soll. Dem Bericht des Vorsitzenden schloss sich der Bericht des Schatzmeisters an. Anschließend erfolgten Aussprache und Wahlen.

Mitgliederversammlung 2022 – Verabschiedung H.Dany

Einige Vorstandsmitglieder kandidierten nicht mehr und so verabschiedete Vorsitzender Heinz-Peter Mertens einen treuen Mitstreiter. Horst Dany begleitete viele Jahre den Verein, vor allem in der Zeit, als es offiziell keinen geistlichen Beirat gab, und hat uns an vielen Stellen Halt durch die Worte Gottes gegeben.

Mitgliederversammlung 2022 – Vorstand H. Zündorf, H.-P. Mertens, S. Renda, J. Thul, C. Conzen

Neben den „alten“ Vorstandsmitgliedern konnten im Kreis der „Neuen“ vor allem Sarah Renda als Schatzmeisterin und Claus Conzen als Beisitzer begrüßt werden. Das gute Glas Wein bei schmackhaftem Brot durfte im Anschluss eben so wenig fehlen, wie die langen und heiteren Gespräche im Anschluss einer harmonischen Mitgliederversammlung.

Mit dem Aufruf des Vorsitzenden, doch zukünftig die Veranstaltungen des Vereins zu besuchen schloss dieser die Versammlung.
Stephan Otto

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Besinnung und Glaube

Gedanken von Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius – 2022

Gedanken von Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius - 2022

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Lukas 2,14

Der feierliche Gesang der Engel an Weihnachten, der Gesang, der die hart arbeitenden Hirten zur Unterbrechung ihres Arbeitsalltages verleitete, wanderte in der Liturgiegeschichte aus dem Abendgottesdienst in die Feier der Sonn- und Festtagsgottesdienste: „Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis“. Wir folgen dem Ruf der Engel und schwingen uns auf in die Höhe, wenn wir das Mahl des Herrn feiern. („Erhebet eure Herzen! – Die Herzen in die Höhe!“) Wir stimmen ein in den Gesang der Engel: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr …“ Friede auf Erden, was noch vor Jahren eine Stereotype feierlicher Ansprachen war, wird jetzt zu einer brennenden Sehnsucht, denn der Krieg, den es immer irgendwo gab, ist jetzt nahegerückt.

Den Menschen ein Wohlgefallen, was das bedeutet, ist nicht ganz klar. Die Übersetzungen gehen unterschiedliche Wege. Das griechische Wort ed???a (Eudokia) meint die Freude, die mich erfüllt, wenn ich etwas wirklich Gutes erhalte. Luther übersetzt dann auch „den Menschen ein Wohlgefallen“. Die Vulgata, die lateinische Übersetzung interpretiert: „hominibus bonae voluntatis“ (Friede auf Erden bei den Menschen guten Willens). Richtiger wäre es zu übersetzen „bei den Menschen seiner Gnade“, so steht es im katholischen Messbuch.

Mein Vorschlag zur Übersetzung wäre der: sagen und singen wir „den Menschen seine Gnade“ und verstehen wir diese Gnade nicht nur geistlich. Die Gnade Gottes, das ist seine Barmherzigkeit und Liebe, die er uns fehlbaren Menschen schenkt und das ist gleichzeitig, das konkrete Gute, das uns zuteilwird. Machen wir aus dem feierlichen Gesang der Engel, machen wir aus diesem ersten und wichtigsten Weihnachtslied ein Programm für dessen Umsetzung wir uns mit aller Kraft einsetzen.

In der Mitte steht das, was uns jetzt alle bewegt: Friede auf Erden. Friede in Europa und anderswo. Dazu gehört es, dass den Menschen Gutes widerfährt, nicht nur im reichen Westen, sondern überall. Wir sollen einander gut sein, uns „alles Gute“ wünschen und einander Gutes tun. So ahmen wir Gott, unsern Schöpfer nach, der uns mit Gnade und Güte umgibt. Zu diesem Programm gehört auch, dass wir uns wieder Zeit nehmen für das Gotteslob.
Der Verlust des Umgangs mit Gott, die Abwendung vom Gottesdienst, die für manche in ihrem Leben eine Befreiung aus religiösem Zwang war, wirkt sich heute als Destabilisierung der Menschen aus. Ich kann nicht sehen, dass Menschen freier sind, wenn sie sich von Gott befreit haben.
Machen wir das Gotteslob wieder zu einem wichtigen persönlichen Anliegen und lassen wir, während wir mit den Engeln singen, den schwankenden Glauben langsam auf die Füße kommen.
Die Verehrung und Verherrlichung Gottes kann nicht ins Private abgedrängt werden, sie ist auch eine Aufgabe der Gesellschaft, die Christen, Juden und Muslime für alle wahrnehmen:

Nun jauchzt dem Herrn alle Welt!
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.
Erkennt, dass Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst:
durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat.
Dankt unserm Gott, lob singet ihm, rühmt seinen Namen mit lauter Stimm;
Lob singt und danket allesamt. Gott loben, das ist unser Amt.
(eg 288 / GL 144)

Fastenbesinnung mit Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius

Fastenbesinnung 2022

Letztlich war es sozusagen wieder ein Neuanfang für unseren Verein. In den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde auf der Karthause blieben zwar einige Plätze noch leer, aber es war nach langer Zeit der Abstinenz wieder eine Möglichkeit der Begegnung.

Fastenbesinnung 2022

So konnte Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius den kleinen, aber feinen Kreis in einer schönen Fastenbesinnung begrüßen und uns durch einen kurzweiligen Nachmittag führen. Nach diesem Auftakt bleibt zu hoffen, dass die Adventsbesinnung unseres Vereins etwas mehr Zuspruch erhält. Verdient hätte unsere Besinnung das allemal..