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Besinnung und Glaube

Adventsbesinnung – Kaplan Pater Peter Chukwuma – 2023

Kirche in Afrika, insbesondere in Nigeria und Europa Erfahrungen und Gedanken eines nigerianischen Priesters in Deutschland.

Adventsbesinnung mit Kaplan Pater Peter Chukwuma – Sankt Laurentius Koblenz-Moselweis

Kirche in Afrika, insbesondere in Nigeria und Europa
Erfahrungen und Gedanken eines nigerianischen Priesters in Deutschland.
Vortrag und Diskussion.

Mittwoch, dem 13. Dezember 2023 – 17.00 Uhr
im Pfarrheim Sankt Kastor

im Anschluss fand ein Gottesdient in der Basilika Sankt Kastor statt.

Nach dem Gottesdienst lud der katholische Leseverein zum traditionellen Beisammensein mit Wein und Brot ins Pfarrheim ein.

Adventsbesinnung mit Kaplan Pater Peter Chukwuma
»Kirche in Afrika – Nigeria und Europa«

Guten Abend! Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu dem Vortrag „Kirche in Afrika und Europa.“
Schön, dass Sie da sind. Ich freue mich, dass ich diesen Vortrag halten darf. Dieser Vortrag wird nicht ein akademischer Vortrag sein, sondern eine Erzählung meiner Erfahrungen und Beobachtungen als ein ausländischer Priester aus Nigeria, der hier in Deutschland einige Erfahrungen in der deutschen Kirche gesammelt hat.
Das Thema, wie es in der Einladung steht, ist, „Kirche in Afrika und Europa“, aber ich werde es anders formulieren „Kirche in Nigeria und Deutschland“, sonst wird es zu ausführlich sein. Ich kann auch nicht viel über die Kirche in anderen afrikanischen und europäischen Ländern sagen, weil ich zu wenig gereist bin und daher habe ich keine Erfahrung wie die Kirche dort ist.
Ich werde zuerst mit einer Darstellung über die Kirche in Nigeria anfangen und danach werde ich den Vergleich zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und Nigeria machen.
Die Kirche, wie man sie heute in Nigeria kennt, ist sehr jung. Sie ist ungefähr 200 Jahre alt und ist sehr lebendig und lebt aus den sieben Sakramenten der katholischen Kirche, nämlich: Taufe, Beichte, Erste Heilige Kommunion, Firmung, Ehe, Weihe und Krankensalbung.
Meine Vorfahren, z. B mein Opa, war kein Christ, obwohl er sehr gläubig war. Er glaubte an Gott und praktizierte seine Naturreligion täglich mit Hingabe. Die Naturreligion existiert noch in Nigeria. In der Naturreligion glaubt man nur an einen Gott, der der Schöpfer ist. Aber die meisten Menschen sind entweder Moslems oder Christen. Im Norden des Landes haben wir überwiegend Moslems und im Süden und Westen Christen.
Einige Geschichtsbücher meinen, dass das Christentum um das Jahr 1885 nach Nigeria kam. Einige dieser Geschichtsbücher sagen aber auch, dass das Christentum schon im 15. Jahrhundert nach Nigeria in eine Stadt namens „Warri“ im Südosten des Landes kam, aber es hatte dort nicht lange überlebt.
Vorher habe ich immer gedacht, dass der christliche Glaube erst nach Europa kam, bevor er nach Afrika kam. Aber während der Vorbereitung auf diesen Vortrag, fand ich heraus, dass der christliche Glaube wahrscheinlich gleichzeitig nach Afrika und nach Europa kam. Einige meinen sogar, dass er zuerst nach Afrika kam, bevor er nach Europa kam. Diese Vorstellung beruft sich auf das Pfingstereignis in der Bibel.
In der Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 5 bis 11 lesen wir, dass einige Afrikaner und Europäer beim Pfingstfest dabei waren und den Glauben bekommen haben. Angeblich haben die Afrikaner den Glauben mitgenommen und in ihren Ländern weitervermittelt. Da heißt es:
„In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. 7 Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: 9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.“
Einige zitieren den äthiopischen Kämmerer als Beispiel, dass der Glaube an Jesus Christus zuerst nach Afrika kam. In der Apostelgeschichte, Kapitel 8, Vers 26 bis 40 heißt es:
„26 Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und geh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt! Sie führt durch eine einsame Gegend. 27 Und er stand auf und ging. Und siehe, da war ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihrer ganzen Schatzkammer stand. Dieser war gekommen, um in Jerusalem anzubeten, 28 und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen! 30 Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? 31 Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen…“
Philippus erklärte dem äthiopischen Kämmerer den Abschnitt der Schrift, den er las. Daraufhin taufte er ihn. Einige meinen, dass er den christlichen Glauben zurück nach Hause brachte.
Dies geschah, bevor Paulus, vorher genannt Saulus, konvertierte. Es war Paulus, der nach seiner Bekehrung den christlichen Glauben nach Europa brachte. Nach der biblischen Überlieferung ist Philippi, eine führende Stadt des Bezirks von Mazedonien, eine Kolonie in Griechenland die erste europäische Stadt, die den christlichen Glauben empfangen hat. Dies geschah durch die Vision, die Paulus empfangen hatte, wie es in der Apostelgeschichte, Kapitel 16, Vers 9 bis 10 steht. Da heißt es:
„9 Dort (Troas) hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! 10 Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir kamen zu dem Schluss, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.“
Es gibt auch eine andere Vermutung, dass der christliche Glaube durch die koptischen Christen erst nach Afrika kam, bevor er nach Europa kam.
Die koptisch-orthodoxe Kirche ist in Ägypten entstanden und ist eine der ältesten Kirchen der Welt. Innerhalb der Ostkirchen zählt sie zur Gemeinschaft der altorientalisch-orthodoxen Kirchen.
Als Gründer gilt der Evangelist Markus, der der Überlieferung zufolge im 1. Jahrhundert nach Christus in Ägypten gewirkt und dort sein Martyrium erlitten haben soll. Im 5. Jahrhundert hat sich dann eine eigenständige „koptische Kirche“ entwickelt. „Kopten“ ist übrigens die arabische Bezeichnung für Ägypter.
Bei diesen Vermutungen gehen einige Leute davon aus, dass die Kirche erst nach Afrika kam, bevor sie nach Europa kam.
Wie der christliche Glaube nach Nigeria kam
Das Christentum in Nigeria kann bis zum 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als die Portugiesen nach Nigeria kamen. Die Verbreitung des christlichen Glaubens setzte sich zunächst nicht durch, er blieb auf die südliche Küstenregion beschränkt.
Aber, die Kirche wie man sie heute in Nigeria kennt, kam im 19. Jahrhundert durch die europäischen Missionare nach Nigeria. In Nigeria gibt es viele Konfessionen: nämlich die katholische, die evangelische, die anglikanische, die methodistische, die presbyterianische usw.
Es gibt auch andere einheimisch gegründete unabhängige afrikanische Kirchen. Sie wurden gegründet als Reaktion auf die anderen Haupt – Kirchen, die sie als fremd und imperialistisch empfanden. Die Mitglieder dieser Kirchen meinen, dass die Kirchen, die die Europäer uns gebracht haben und der christliche Glaube, den die Europäer uns vermittelt haben, nicht die afrikanischen spirituellen Probleme wie Hexerei, Reinkarnation, Talisman, Glücksbringer usw. lösen können. Einige dieser Kirchen sind Aladuras, Sabbat, CAC – Christ Apostolic Church, Cherubium und Serafin. Wir nennen sie in Nigeria „White garment churches“, auf Deutsch übersetzt heißt es „Weiß gekleidete Kirchen“, weil die Gläubigen weiße Gewänder tragen.
Es gibt auch andere Gruppen, die durch die Pfingstbewegung, auch Pentekostalismus genannt, geprägt sind. Man nennt sie hier Pfingstkirchen. Ein paar Beispiele sind folgende: the grace of God, Assemblies of God, deeper life usw. Die jüngsten Gruppierungen von ihnen sind folgende: Christ Embassy, Redemmed, Winners Chapel, Overcomers usw. Sie wollen ein neues Pfingsten erfahren. Für alle Richtungen der Pfingstbewegung hat das Werk des Heiligen Geistes eine zentrale Bedeutung bei Lehre und Glaubenspraxis.
In Nigeria gibt es so viele Konfessionen und Sekten wie eben gesagt habe, aber in Deutschland gibt es zwei größere Kirchen, nämlich die evangelische und die katholische Kirche. Im folgenden werde ich auf die katholische Kirche in Nigeria eingehen, weil ich katholisch bin und diese dann mit der katholischen Kirche in Deutschland vergleichen.

Die katholische Kirche in Nigeria und die katholische Kirche in Deutschland – ein Vergleich zwischen den beiden katholischen Kirchen
Der Unterschied zwischen der katholischen Kirche in Nigeria und in Deutschland ist wie der zweier Welten.
Erstens: Es gibt einen Unterschied in der Titelbezeichung der Priester oder des sogenannten Bodenpersonals, wie einige hier in Deutschland uns nennen. Jeder Priester in Nigeria wird angesprochen als „Father“, auf Deutsch „Vater“ und auf Spanisch „Padre“, es sei denn, dass er ein Monsignore, Bischof oder Kardinal ist. Aber in Deutschland gibt es so viele Titelbezeichnungen für die Priester. Zum Beispiel: Kaplan, Kooperator, Pfarrvikar, Pfarrer, Pfarrverwalter, Pastor, Dechant, Dekan, Monsignore, Domkapitular, Weihbischof, Kardinal usw. Nur die Ordenspriester nennt man allgemein Pater.
Zweitens: In Deutschland bekommen die Priester ihr Gehalt am Ende des Monats. In Nigeria leben die Priester von Spenden der Gläubigen. Wenn eine Gemeinde, in der ein Priester arbeitet, reich ist, dann bekommt er mehr Spenden und kann davon sehr gut leben. Aber wenn die Gemeinde arm ist, dann ist der Priester auch arm und er lebt sehr bescheiden. Es gibt viele Priester in Nigeria, die sehr arm sind und hungern, weil sie in armen Gemeinden arbeiten.
Drittens: Die nigerianischen Priester wohnen zusammen in einem Pfarrhaus, beten oft zusammen und essen zusammen am Tisch, wie die Ordenspriester in Deutschland. Jeder hat aber sein eigenes Zimmer und sie bereiten ihr Essen nicht selbst vor. Sie haben oft einen Koch oder eine Köchin, die die Arbeit übernehmen. Das soll man aber nicht als Haushälter oder Haushälterin wie es in Deutschland ist, verstehen. In Deutschland ist es anders. Die Weltpriester wohnen oft allein und gestalten ihr Leben auch allein.
Viertens: Man zahlt keine Kirchensteuern in Nigeria. Die Kirche finanziert ihre Projekte durch Spenden. Oft werden die Gläubigen gebeten oder auch aufgefordert, für bestimmte Zwecke Geldsummen aufzubringen, um ein Projekt in der Kirche zu unterstützen.
Fünftens: Die Kirche in Nigeria ist oft an Werktagen und an Sonntagen sehr gut besucht. Es ist üblich an Sonntagen am Gottesdienst teilzunehmen. Das Sonntagsgebot gilt noch in Nigeria. Hier aber in Deutschland ist es umgekehrt.
Sechstens: In Nigeria betet man und legt Zeugnis ab für Jesus Christus anders als in Deutschland. Wir beten sehr laut in Nigeria und oft wird dabei gesungen, geklatscht und getanzt. Es wird getrommelt, und man spielt oft dabei Klavier, Flöte, Gitarre, Trompete usw. Es ist oft richtig laut, aber schön. Deswegen ist der Gottesdienst für Afrikaner hier in Deutschland sehr trocken und langweilig. Der Gottesdienst bei uns dauert sehr lange. Manchmal dauert der Gottesdienst ein paar Stunden.
In Nigeria wird oft in öffentlichen Verkehrsmitteln während einer Fahrt gebetet und von einem Laien gepredigt. Manchmal gehen einige Leute auf die Straße und predigen laut mit einem Mobillautsprecher.
Bevor ich zum Schluss komme, will ich noch anmerken, dass es den meisten Menschen in Nigeria sehr schlecht geht. Es gibt viel Leid und Elend im Land. Deshalb gehen die Menschen oft in die Kirche, um von Gott Hilfe zu erbitten. Wir glauben fest daran, dass wenn wir Gott vertrauen, manches in unserem Leben nicht unbedingt leichter wird, aber erträglicher.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen allen eine schöne und gesegnete Adventszeit!

Fotos – Claus Conzen

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Lesebriefe

Lesebrief 2023

Lesebrief 2021

Lesebrief 2023

Liebe Lesefamilie, Heinz-Peter Merten Vorsitzender
das Jahr 2023 ist wie im Fluge vergangen. Die schlimme Coronazeit haben wir hinter uns gelassen, wenn Corona auch bleiben wird. Lange hat es gebraucht, bis wir wieder zusammenkamen. Erst unser Novembertermin brachte wieder ein volles Haus.
Unser erstes Ereignis war wie immer das Neujahrskonzert; dieses Mal ein Jubiläumskonzert mit Benedict Klöckner und Anna Federova. In der Sparkasse konnten wir die maximale Zahl der zugelassenen Gäste von 200 begrüßen und uns freuen, auch im Jahr 2024 unsere Jahresauftaktveranstaltung in der Sparkasse Koblenz zu starten. …….»» weiterlesen

Inhaltsverzeichniss

Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany

»Maria Hilf – ein Wallfahrtsort in Koblenz«

Fastenbesinnung 2023 Wallfahrtskapelle Maria-Hilf


von Diakon Horst Dany

unter dieser Überschrift lud der Katholische Leseverein seine Mitglieder in diesem Jahr zur traditionellen »Besinnung in der Fastenzeit« ein.
Ein Thema, dass offensichtlich viele neugierig machte, wie die erfreulich große Zahl der Teilnehmer zeigte.
Diakon Horst Dany, selbst langjähriges Mitglied des Lesevereins und in Lützel geboren ging in seinen Ausführungen zunächst auf die wechselvolle Geschichte dieser Gebetsstätte ein, die erstmals in einer „Andacht für Maria Hülf“ in einem Gebetbuch von 1759 erwähnt wird. …….»» weiterlesen

Närrische Sitzung 2023 in der Rhein-Mosel-Halle

…Manchmal ist eben alles anders

Da kann man noch so lange Karneval gemacht haben und doch gibt es diese Momente wo man einfach sagen muss – „Manchmal ist eben alles anders!“ – Nicht das die Närrische Lese 2023 eine schlechte Sitzung war, sie war halt anders als sonst. Das war keinesfalls geplant, aber manchmal kommt eben alles anders…der Reihe nach. . …….»» weiterlesen

Runde Geburtstage 2023

90 Jahre

Dr. Hermann Theisen
Konrad Schwaab
Claire Rude
Dr. Anton Reichl
Hans-Eugen Lambert

95 Jahre

Viktor Klasen

85 Jahre

Helmut Wintrich,
Gerda Weber,
Elfriede Roock,
Guntram Portner,
Ingrid Gisela Neffgen-Staudt,
Doris Jax,
Egbert Hoffmann,
Dr. Klaus-Peter Grommes
Wolfgang Greiber
Hans Dieler
Anna-Maria Briese
Hans Breuer
Erika Gudrun Bock
Juliane Birkhahn
Dr. Ingrid Batori
Annelie Alfter

80 Jahre

Harry Wiesemüller
Werner Westinger
Norbert Weise
Heinrich Schuster
Rudolf Rasch
Manfred Lorisika
Inge Lorisika
Manfred Kilian
Rolf Düpper
Klaus Brinkmann
Günther Borreck
Heinrich Bockholt

70 Jahre

Josef Wilbert
Wolfgang Herold
Hans-Josef Gräfen
Ursula Dorè

 75 Jahre

Renate Schneider
Ursula Jackowski
Sabine Brinkmann
Wolfgang Brennig
Anne-Leonie Balmes

60 Jahre

Irene Wehlen-Schüßler
Johannes Thul
Ansgar Sauerborn
Jürgen Pitzen
Andreas Heering
Agnes Diehl
Carl -Günther Benninghoven

65 Jahre

Christoph Schöll
Margot Schieder
Herbert Mertin
Hans Georg Greifenstein
Hiltrud Galemann
Leo Biewer
Hans-Jörg Assenmacher

Herzlich Willkommen,…
Der Leseverein begrüßt in seiner Mitte alle unsere neuen Mitglieder
wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder

Peter Gries
Karl-Heinz Klein
Martina Klein
Alexander Burg
Sebastian Schmitz
Andreas Müller
Christian Schuth
Daniel Schäfer
Dennis Litz
Bernhard Bandus
Uwe Radermacher
Susanne Radermacher

Günther Knecht
Karl-Heinz Groß
Hans Christ
Heinz Gries
Dr. Michael Fuchs
Ernst-Matthias Schmitz
Fritz Brinker
Dr. Günter Hansen
Oskar Haas

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die närrische Lese-Sitzung 2023

die närrische Lese-Sitzung - 2023

…. Manchmal ist eben alles anders

Da kann man noch so lange Karneval gemacht haben und doch gibt es diese Momente wo man einfach sagen muss – »Manchmal ist eben alles anders!«Lese_Sitzung_2023
Nicht das die Närrische Lese 2023 eine schlechte Sitzung war, sie war halt anders als sonst. Das war keinesfalls geplant, aber manchmal kommt eben alles anders…der Reihe nach.

Pünktlich um 20:11 Uhr war es so weit. Start frei zur Närrischen Lesesitzung die Shannon Johann mit einem gekonnten Solotanz eröffnete. So war direkt von Anfang an klar, was in den kommenden 4 Stunden auf das Publikum zukam.
Es erschallte im Foyer der Rhein-Mosel-Halle die Präsidentenglocke und danach hieß es – Bühne frei zur Närrischen Lesessitzung 2023. Zu den traditionellen Klängen der Musikkapelle St. Servatius Güls/Jugenfeuerwehrkapelle Lay, zog der Elferrat hinter der Jugendgarde der Grün-Weißen aus
Kölsch-Büllesbach in den vollbesetzen Saal ein. Ein prächtiges Bild und eine tolle Stimmung, das spürte man.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Sitzungspräsident Stephan Otto erwartete man traditionell den Meister des Wortspiels Dr. Oliver Tissot. Der musste aber an diesem Abend passen, weil ein grippaler Infekt schlichtweg zur Sprachlosigkeit führte. Schade, weil unser Freund Oliver Tissot immer einen Jahresrückblick der besonderen Art für die Lese parat hatte.

So war ein erster Höhepunkt des Abends der Besuch von Prinz Sven und Confluentia Lisa mit dem prächtigen Gefolge der KG-Rheinfreunde mit Hofmarschall Dennis Kreuter an der Spitze. Nach mehreren Anläufen konnten wir ein tolles Tollitätenpaar mit einem stolzen Gefolge der ältesten Karnevalsgesellschaft von Koblenz auf der Bühne des Lesevereins begrüßen. So konnte es weitergehen, wenn man den Gedanken des Präsidenten und seines Elferrates folgen wollte.
Nach dem Besuch des Koblenzer Tollitätenpaares und Gefolge zeigten die Funny Girls & Boys der Fidele Mädcher aus Wallersheim ihr Können. Es ist jedes Jahr erstaunlich, mit welchem Einsatz und Freude die jungen Leute den Saal zum Beben bringen.

Die Lese ist ja seit Jahren bekannt für Ihr hohes Niveau an Rednern. So haben wir auch im Jahr 2023 eine „Alten Bekannten“ wieder eingeladen. Kein geringerer, als Diakon Willibert Pauels sollte ein erster Rednerhöhepunkt in unserer Sitzung sein. Nur…manchmal kommt eben alles anders.

Was weder der Sitzungspräsident noch sonst jemand wusste…Pauels kam nicht…und zwar nicht, weil er nicht wollte, sondern nicht konnte. Der böse Virus mit C…. machte ihm den Auftritt bei uns unmöglich. Irgendwas bei der Übermittlung war schiefgelaufen.
Was nun? – Alle Augen richteten sich auf Präsident Stephan Otto. Der hatte schon als Kompensation für Oliver Tissot seinen „Schunkel-Joker“ aufgebraucht. Irgendwas musste passieren…
Kurzerhand hat sich der Präsident das Handy von Bühnenmeister Olav Kullak ausgeliehen und sein Protokoll aus anderen Veranstaltungen dem Publikum vorgetragen – Was sollte man auch anders machen?
Ganz ehrlich…diese Art von Aufregung braucht kein Mensch!

Ein großer Applaus war dem Präsidenten gewiss und so konnte ohne größere Blessuren die Sitzung weitergehen.Lese_Sitzung_2023 Was wäre eine Sitzung der Lese ohne die Grün-Weißen vom Zippchen. Eine jahrelange Verbundenheit findet in jedem Jahr ihren Höhepunkt einer Gardeshow der Spitzenklasse. Es kam noch besser…Der Sitzungspräsident Volker Weininger zeigte in seiner Paraderolle wieder alle Register seines Könnens.
Ein Auftritt, der seines gleichen sucht. Nach einem Showtanz des NCW aus Wallersheim, den Vergleichen auch außerhalb von Koblenz allemal standhält war der Altmeister der Unterhaltung auf der Bühne.

Bernd Stelter zeigt unnachahmlich sein Können und seine Freude über ein Publikum, das ebenfalls Spitzenklasse war.
So ging ein unterhaltsamer, aber sehr aufregender Abend mit dem Schängellied zu Ende in der Hoffnung, dass man sich am 07.02.2024 gesund wiedersieht.

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Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany – 2023

Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany - 2023

»Maria Hilf – ein Wallfahrtsort in Koblenz«
von Diakon Horst Dany

unter dieser Überschrift lud der Katholische Leseverein seine Mitglieder in diesem Jahr zur traditionellen »Besinnung in der Fastenzeit« ein.
Ein Thema, dass offensichtlich viele neugierig machte, wie die erfreulich große Zahl der Teilnehmer zeigte.
Diakon Horst Dany, selbst langjähriges Mitglied des Lesevereins und in Lützel geboren ging in seinen Ausführungen zunächst auf die wechselvolle Geschichte dieser Gebetsstätte ein, die erstmals in einer „Andacht für Maria Hülf“ in einem Gebetbuch von 1759 erwähnt wird.

Die Andachtsstätte, die zunächst nur aus einem Bildstock bestand, wurde von einem Reisenden gestiftet, der auf dem Weg nach Bonn an dieser Stelle von Räubern überfallen worden war und durch ein Gebet zur Gottesmutter gerettet wurde. Seit dieser Zeit kamen regelmäßig Beter zu diesem Bild, das wohl eine Nachbildung eines Werks von Lucas Cranach d.Ä. war.
Als die Gebetsstätte zerstört wurde, rettete man das Gnadenbild nach Neuendorf, von wo es nach einem Wiederaufbau in eine vergrößerte Kapelle zurückkehrte. Doch auch diese wurde wegen der zahlreichen Pilger bald zu klein und 1905 baute man gegenüber, auf der anderen Seite der Bonner Straße eine neue, die heutige Kapelle.
Die Pfarrei in Koblenz Lützel erwarb dann wegen des Neubaus ihrer Kirche Kapelle und Grundstück von der Pfarrei in Neuendorf unter der Bedingung, dass das Gnadenbild nach Neuendorf umzog. Eine spätgotische Madonna eines rheinischen Meisters steht seitdem auf dem Altar in Maria Hilf und die Kapelle wurde 1953 Teil der neuen Pfarrkirche.
Eine erneute Veränderung erfuhr die Kapelle 2017 durch den Abriss der Kirche und ist jetzt an das „Zentrum für Pflege und Betreuung an der
Maria-Hilf-Kapelle“ angegliedert.
Ausführlich ging Horst Dany auf die beeindruckenden Glasfenster mit Szenen aus dem Leben der Gottesmutter ein, wobei er darauf hinwies,
dass nicht alle aus den in den Kanon der Kirche aufgenommenen Evangelien stammen.

Die interessierten Zuhörer saßen anschließend noch bei Brot und Wein und regen Gesprächen zusammen und der Vorstand freute sich, nach der Coronapause, über diesen guten Start ins neu auflebende Vereinsleben .

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Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens – 2023

Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens

Liebe Lesefamilie,

Heinz-Peter Mertens
Heinz-Peter Mertens
Vorsitzender

das Jahr 2023 ist wie im Fluge vergangen. Die schlimme Coronazeit haben wir hinter uns gelassen, wenn Corona auch bleiben wird. Lange hat es gebraucht, bis wir wieder zusammenkamen. Erst unser Novembertermin brachte wieder ein volles Haus.
Unser erstes Ereignis war wie immer das Neujahrskonzert; dieses Mal ein Jubiläumskonzert mit Benedict Klöckner und Anna Federova. In der Sparkasse konnten wir die maximale Zahl der zugelassenen Gäste von 200 begrüßen und uns freuen, auch im Jahr 2024 unsere Jahresauftaktveranstaltung in der Sparkasse Koblenz zu starten.

Für viele von Ihnen ist der Höhepunkt des Jahreskreislaufes die närrische Lesesitzung, die wohl schon seit der Gründung 1863 Bestandteil der Vereinsaktivitäten ist. Vor vollem Haus führte Stephan Otto durch das Programm. Dieses Mal mit einem verjüngten Elferrat und wie immer mit Gästen aus den Karnevalshochburgen.

Die Besinnung in der Fastenzeit hielt dieses Mal unser Mitglied Horst Dany in der Kapelle Maria Hilf unter dem Titel „Wallfahrtsort Koblenz“. Es war die erste Veranstaltung Ende März mit wieder steigender Besucherzahl. Nach dem Vortrag folgten interessante Gespräche an den bereit gestellten Tischen. Die Kapelle in Lützel, der Rest der ehemaligen Kirche, ist vielen unserer älteren Mitglieder noch ein Begriff.

Hans Thielmann stellte im April im Weingut Wirges den synodalen Weg vor, dabei ging es insbesondere um die Entwicklung, die Entstehung eines Weges zu mehr Einbindung der Laien in die katholische Kirche. Es wird kein einfacher Weg sein, der von Rom bei weitem nicht geteilt wird aber alles fließt und die Zukunft wird zeigen, wohin der Weg insbesondere die nordeuropäische Kirche führt.

Eingeladen haben wir sodann zu einer Festungsbesichtigung auf der Ehrenbreitstein. Hier wurde den Teilnehmern die Bedeutung der Festung nochmals gezeigt. Schließlich ist sie ein Relikt der Vergangenheit, denn mit Beginn der Kriegsführung durch Flugzeuge verloren Festungen unmittelbar an Bedeutung.

Der Besuch einer Ausstellung in Fort Konstantin folgte sodann im September.

Im Dezember wird – nachdem ich dies geschrieben habe – noch unsere Adventsbesinnung in St. Kastor stattgefunden haben.

Wie Sie sicher festgestellt haben, hat erneut keine Mehrtagesreise aber auch keine Tagesreise stattgefunden. Zu mindestens Eintagesreisen würden wir gerne wieder aufnehmen, dabei sind jedoch die hohen Kosten zu bedenken, die uns nur bei einem vollen Bus als tragbar erscheinen. Hier müssen wir leider feststellen, dass dies aktuell eher nicht gegeben ist, was uns auch von anderen Vereinen aus der Region berichtet wird.

Der Vorstand traf sich zu unregelmäßigen Vorstandssitzungen. Hervorheben darf ich die Aktivitäten unseres neuen Vorstandsmitgliedes Claus Conzen, der sich auch um die Internetseite kümmert, auf der die Historie des Vereins – zuletzt auch die karnevalistische Historie – sichtbar gemacht wird.

Die Zahl unserer Mitglieder ist seit Jahren abnehmend. Entscheidend dafür sind die geringen Neueintritte, was offensichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet ist. Ich hoffe immer noch auf eine Kehrtwende und die Erkenntnis bei den Jüngeren, dass gesellschaftliche Vereine inspirierend sind und insbesondere auch zu Kontakten mit Menschen aus anderen Berufsfeldern, verbunden mit entsprechenden Lebenserfahrungen, führen. Denken wir doch einmal darüber nach, dann stellen wir fest, dass wir an unserem Arbeitsplatz und unserem sonstigen Umfeld oft nur Gleichgesinnte treffen.

Kurz vor Beginn von Corona hatten wir überlegt einen Stammtisch einzurichten, Rückmeldungen hatten eine positive Resonanz gezeigt.
Dies wollen wir für 2024 nochmals ins Auge fassen, wobei hier auch ein geeigneter Ort gefunden werden muss. Ich darf sagen; auch dies ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Unsere Vorstandssitzungen die Jahrzehnte in der Kornpforte stattfanden, haben im ablaufenden Jahr an ver-schiedenen Stellen stattgefunden, da die Kornpforte als Speiserestaurant nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht.

Ich würde mich freuen, wenn Sie auch im nächsten Jahr unsere Veranstaltungen nutzen und mit dazu beitragen, die aktive Zahl unserer Mitglieder wieder zu steigern. Bringen Sie gerne auch Ideen ein, denn der Vorstand ist nicht allein verantwortlich das Jahresprogramm zu gestalten.

Unser Geschäftsführer Stephan Otto wird zum Jahresende seine Geschäftsführung niederlegen. Wir dürfen uns für die geleistete Arbeit, die insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung der Lesesitzung allen sichtbar wird, bedanken und wünschen uns auch für die Zukunft Gottes Segen.
Ihr
Heinz-Peter Mertens