Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesung 2016 – »Was ist los mit den Christen?«

»Was ist los mit den Christen?« - Referent: Rudolf Bauer

Rudolf Bauer im Eltzerhof am 17.10.2014

An diesem Nachmittag wollen wir der Frage „Was ist los mit den Christen?“ nachgehen. Zu uns spricht Rudolf Bauer, dessen neues Buch diese Frage zu beantworten sucht. Die anschließende Diskussionsrunde wird unser Vereinsvorsitzender Dr. Ewald Thul leiten.

Rudolf Bauer, gebürtiger Koblenzer, politischer Journalist, Beobachter der Kirchen und Buchautor (u. a. „Koblenz-so wie es war“) geht von einer Glaubenskrise aus, die vor 40 Jahren begonnen habe. Hier einige Stichworte aus seinem neuen Buch: Die kleinere Kirche zwischen Freiheit und Zaghaftigkeit – Priestermangel – Zölibat – Missbräuche – Was wissen wir von unserem Glauben? – Schwächelnde Kirchenmusik als Gradmesser – Können Christen noch protestieren? – Suche nach neuer Strahlkraft – Was jetzt nötig ist.

„Was ist los mit den Christen?“ eine Nachlese von Ewald Thul
Unter diesem Titel hat Rudolf Bauer, gebürtiger Koblenzer und ehemals Redakteur der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf, ein Buch geschrieben, das in der christlichen Gesellschaft Deutschland einiges Aufsehen erregt. Inhalte aus diesem Buch stellte der Autor am 17. Oktober 2014 im Saal des Eltzerhofs der Lesefamilie vor. Themen waren unter anderem: Pristermangel, Zölibat, die kleiner werdende Kirche zwischen Freiheit und Zaghaftigkeit, das schwindende Wissen von unserem Glauben und die Frage, ob Christen noch protestieren können, wenn beispielsweise Kruzifixe in Gerichtssälen abgehängt werden, wenn auch nur ein einziger Prozessbeteiligter dies verlangt.
Seinem spannenden Vortrag schloss sich eine äußerst lebhafte Diskussion an, die sich im Wesentlichen den Ansichten und Feststellungen Rudolf Bauers anschloss. Die Veranstaltung endete mit guten Gesprächen im Kreis der Lesefamilie, wobei ein gutes Glas Wein der Argumentation sehr behilflich war.

Anschließende Diskussion mit Rudolf Bauer.

Texte Dr. Ewald Thul

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2015 – Siebengebirge, Kloster Heisterbach und das Hennefer Ländchen

Herbstfahrt ins Siebengebirge, Kloster Heisterbach und das Hennefer Ländchen 

Der Herbstausflug der Lese führte in eine für Koblenzer eigentlich nahe und dennoch vielfach unbekannte, Gegend- in das Hennefer Land. Gleich hinter Königswinter besuchten wir die Stätte des ehemaligen Zisterzienserklosters Heisterbach.

Eindrucksvoll reckten sich die Reste der berühmten Klosterkirche gen Himmel. Markierungen am Boden ließen die einstige Größe erahnen. Nur wenige Kilometer weiter besuchten wir die St. Pankratiuskirche in Oberpleis, eine frühromanische Kirche mit vielen Schätzen.

Gegenüber vom Landhotel Süchterscheid, wo wir Mittagpause machten, steht die alt/neue Kirche zum Heiligen Kreuz.
Die jährliche Wallfahrt der Ordensritter vom Heiligen Grab, die immer am Fest Kreuzerhöhung stattfindet, sahen wir auf dem Weg nach Blankenberg, wo die zahlreichen Ordensritter ihre Wallfahrt in St. Katharina begonnen haben. St. Katharina im Umfeld der engen Altstadt, ist eine weitere Perle auf unserer Fahrt.

In Bödingen, dem nächsten Wallfahrtsort, erklärte uns Frau Severin, die uns kundig durch den Tag führte, die Tradition der vielen Wallfahrten in dieser Gegend.

Der Tag, an dem wir durch vier bisher unbekannte, aber interessante Kirchen geführt wurden, endete dann in gemütlicher Runde im Stadtweingut von Bad Hönningen.

Herbstausflug 2015

Mit herzlichen Grüßen
Der Vorstand

Text und Foto: Adolf Meinung

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2015 – ins Altmühltal

Barocke Städte und Klöster, ein großer Naturpark, der Limes und ein Urvogel im Altmühltal

Die viertägige Lesefahrt führte vom 19.-22. Juni 2015 in den Naturpark Altmühltal nach Eichstätt und in seine Umgebung.

Die Bischofs- und Domstadt ist eine der herausragenden deutschen Barockstädte mit einem wunderbar erhaltenen Stadtbild. Neben dem St. Willibaldsdom besuchten wir auch die berühmte St. Walburgkirche der Schwester des Hl. Willibald.

Im Dom konnte unser geistlicher Beistand des Katholischen Lesevereins, Pfr. i. R. Peter Bleser, im Sonntagsgottesdienst konzelebrieren. Dom Eichstätt

An die Domführung durch Dr. Braun schloß sich dann ein interessanter Besuch im Diözesanmuseum an.

Auf unserer Reise sahen wir zunächst die große markgräfliche Residenz Ansbach mit ihren 27 Prunkräumen aus der Zeit der Hohenzollern. Die nebenan stehende St. Gumbertuskirche mit der eindrucksvollen „Schwanenritterkapelle“ und ihrer herrlichen Orgel ist eine der größten protestantischen Barockkirchen in Deutschland.

Für viele Teilnehmer war es der erste Besuch in Ansbach und ebenso in der nahe gelegenen ehemaligen Klosterstadt Heilsbronn. Hier beindruckt neben der romanischen, ehemaligen Zisterzienserkirche mit ihren wertvollen gotischen Altären vor allem die fürstliche Hohenzollern-Grablege mit nahezu 300 Gräbern des Herrscherhauses in einer großen Kapelle.

Heilsbronn Hohenzollern

Den zweiten Tag widmeten wir der Donau. Zunächst folgte eine sonnige Schiffahrt von Kelheim durch das enge Durchbruchstal der Donau zum berühmten Kloster Weltenburg. Donaudurchbruch

Hier haben die Gebrüder Asam wohl eines ihrer unübertrefflichen Meisterwerke geschaffen.

Der goldene Altar, die herrlichen Stukkaturen und die Ausstattung sind mindestens so sehenswert wie die gesamte Klosteranlage direkt an der Donau.

Mit Ingolstadt besuchten wir dann die älteste bayerische Universitäts- (1472) und heutige Wissenschaftsstadt. Ingolstadt trumpft aber auch mit einer sehr lebendigen und historischen Altstadt auf, in der wir wieder eine Asamstätte, den berühmten Kollegiensaal, die heutige Kirche St. Maria Victoria, sahen, mit einem der größten barocken Deckenfresken von über 150 qm Fläche. IngolstadtMariaVictoria
Eindrucksvoll ist auch das Münster, die größte spätgotische Hallenkirche Bayerns.

Ein weiteres Juwel ist zweifellos die ehemalige pfalz-neuburgische Residenzstadt Neuburg an der Donau. Hoch über der Donau gelegen, bietet sich dem Besucher ein vorzüglich erhaltenes Stadtbild mit vielen Schönheiten.
Den Kontrast zum Barock erlebten wir in der Limesstadt Weissenburg. Ihr römisch und gotisch geprägtes Stadtbild benötigte viel mehr Zeit zum Schauen als uns zur Verfügung stand. Unser Quartier für die vier Tage hatten wir im „Hirschen“ in Eichstätter Vorort Wasserzell in einem schönen Gästehaus bezogen. Zwar war es für den Biergarten direkt an der Altmühl meist zu kühl, aber das bayerische Essen war ein guter Ausgleich.

Mit vielen neuen Impressionen aus Süddeutschland kehrten wir nach vier Tagen an den Rhein zurück, wo wir unserem Reiseleiter Adolf Meinung wieder ein Kompliment für Reiseziel und Organisation der Fahrt machen konnten.
 Eichstätt


Ihr Vorstand des Lesevereins

 

 

 


Anbei noch die Beschreibung aus dem Einladungstext:
… unser zentrales Ziel im Jahre 2015 ist die Dom- und Bischofsstadt Eichstätt im Naturpark Altmühltal. Eichstätt, eine der herausragenden deutschen Barockstädte, ist umgeben von einem der größten deutschen Naturparke, dem Altmühltal und gekrönt von der kulturell sehr bewegten Landschaft der nördlichen Donauregion, in der sich auch der vom Rhein kommende Limes schließlich als Endpunkt zu Lande an die Donau anschließt. Ein Mitstreiter des Hl. Bonifatius, der Angelsachse Willibald, gründete die Stadt und ein Missionskloster. Seit 1305 ist sie Bischofssitz. Heute beherbergt sie die einzige Katholische Universität Deutschlands.
Unsere Reise aber beginnen wir zunächst in der markgräflichen, protestantischen Rokoko-und Residenzstadt Ansbach. Hier residierten die fränkischen Hohenzollern in aller Pracht. Der hohenzollerische Prachtbau ist eines der bedeutendsten Schlösser Frankens. Direkt daneben besuchen wir die berühmte Kirche St. Gumbertus mit der Schwanenritterkapelle, dem eindrucksvollen spätgotischen Altar, der Fürstengruft und der riesigen Wiegleb-Orgel. Nur zehn Kilometer entfernt, im romanischen Zisterzienserkloster Heilsbronn, hatten die Hohenzollern über 300 Jahre lang ihre fürstliche Grablege. Die reich ausgestattete Klosterkirche wird ein weiterer Höhepunkt des Tages sein.
Dann erreichen wir unser gemütliches Landhotel, das direkt an der Altmühl gelegene Hotel „Hirschenwirt, in Eichstätt-Wasserzell. Am Abend gibt es mit einem ofenfrischen Schweinsbraten und einem köstlichen Bier die verdiente Belohnung für einen schönen ersten Reisetag der Lesefamilie.

Am Samstag erkunden wir die Landschaft der Donau. Zunächst fahren wir nach Kelheim am Zusammenfluss von Altmühl und Donau. Hier besteigen wir das Schiff, um zum berühmten barocken Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch zu gelangen. Die Gebrüder Asam haben hier eines ihrer vielen Meisterwerke geschaffen. Wir besichtigen die Kirche und bleiben anschließend zur Mittagpause im romantischen Klosterhof. Eine der interessantesten bayerischen Städte ist die wirtschaftlich (AUDI) stark aufblühende ehemalige Festungs- und seit der ersten bayerischen Universitätsgründung 1472 auch Wissenschaftsstadt Ingolstadt. Ein Stadtrundgang wird uns die imposanten Bauwerke der Stadt vorführen. 

Am Sonntag Vormittag besuchen wir zunächst den Gottesdienst im Dom zu Eichstätt. Anschließend erkunden wir die romantische Innenstadt und danach das wertvolle Domschatz-und Diözesanmuseum im Domkreuzgang, dessen Leiter uns persönlich führen wird. Nach der Mittagspause fahren wir in ein Kleinod der deutschen Städtegeschichte, in die ehemalige Residenzstadt der Fürsten zu Pfalz-Neuburg, nach Neuburg an der Donau. Ein Rundgang durch diese wunderschöne Stadt wird jedem Gast unvergessliche Erinnerungen bescheren. Am Montag tauchen wir gleich nach dem Frühstück endlich in die Urgeschichte der Region ein. Der berühmte „Archaeopteryx“, der Urvogel der Saurierzeit, wurde hier gefunden. In Solnhofen führt man uns durch diese weltweit einzigartige Fossilienschau. Danach wird es römisch. Vorbei an Ellingen mit seinem barocken Deutschordensschloss, das wir aus Zeitgründen nur von außen besuchen können, fahren wir zum einstigen Römerkastell Weissenburg am Limes. Die Mittagpause hier haben wir uns dann verdient, ehe es danach erst auf einen Stadtbummel und anschließend wieder mit Pausen auf die Heimreise an den Rhein zurück geht.
Notwendige Programmänderungen bleiben vorbehalten. Gegen 21.00 Uhr werden wir wieder in Koblenz sein, angeregt und angereichert mit vielen neuen Reiseerlebnissen aus Deutschlands Süden.

Herzliche Grüße
Ihr Adolf Meinung

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2014 – Aachen zur Karlsausstellung

Herbstfahrt 2014 nach Aachen zur Karlsausstellung

In diesem Jahr führte unser Tagesausflug unter Leitung vom stellvertretenden Vorstand Manfred Diehl im September zur Karlausstellung in Aachen.

Drei Ausstellungen im Krönungssaal des Ratshauses, in der Schatzkammer des Domes und geführt im Centre Charlemagne standen am Morgen auf dem Programm. Nach der Mittagspause hatte unser Vorstandsmitglied Heinz-Peter Mertens eine Stadtführung durch die Geographen Professor Dr. Axel Wieger und seiner frau Liesel Wieger-Schlungs organisiert. Intensive Eindrücke wurden uns sowohl in den Ausstellungen als auch in der Stadtführung vermittelt. So tiefe Eindrücke von der Stadt meiner Studienjahre hatte ich vorher nie bekommen.
Abgerundet wurde die Reise durch ein gemeinsames Mahl im Restaurant Bismarckturm.

Heinz-Peter Mertens

Text: Heinz-Peter Mertens

Fotos: Manfred Diehl

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2014 – nach Leipzig, Naumburg und ins Muldetal

Frühjahrsfahrt nach Leipzig, Naumburg und ins Muldetal

Am Morgen des 23. Mai brach bei sonnigem Wetter die Lesefamilie zu ihrer großen Jahresfahrt auf. Gegen Mittag legten wir eine Pause in der Wartburg-Stadt Eisenach ein. Weiter ging es in die nahe gelegene Stadt Waltershausen. Wir besuchten die Residenzkirche (erbaut 1723). Sie war das Modell, nach welchem die Dresdner Frauenkirche entstand. Auf der 1741 fertiggestellten Trost-Orgel, der größten Orgel der Bachzeit, spielte uns der Kantor Theophil Heinke Werke von Johann Sebastian Bach vor: ein erhebendes Erlebnis!

Die Reise ging weiter nach Lützen zur Gustav-Adolf-Gedächtniskirche. Am Samstag erkundeten wir zu Fuß die wieder erstandene Leipziger Innenstadt, ihre Plätze und Kirchen, wie beispielsweise die Nikolaikirche, bekannt als Treffpunkt der Oppositionellen in der Wendezeit 1988/89. Dem Völkerschlachtdenkmal galt ein kurzer Besuch. Im Auerbachs Keller in der Mädler-Passage waren wir mehr schlecht als recht zum Abendessen.

Der Sonntag führte uns nach Grimma an der Mulde, wo wir Gottesdienst feierten. Dann ging es durch die Altstadt und zu der nach dem Hochwasser 2002 wieder aufgebauten Pöppelmannbrücke. Am Schloss Colditz, bekannt im 2. Weltkrieg als Gefängnis für alliierte Offiziere und deren Fluchtversuche, vorbei fuhren wir zum kürzlich wiederentstandenen Benediktinerkloster in Wechselburg und besuchten dort die älteste romanische, aus dem 12. Jahrhundert stammende, Kirche Sachsens.

Auf der Fahrt zurück nach Leipzig erlebten wir noch etwas von der langsam zu Ende gehenden mitteldeutschen Braunkohleindustrie, die sich zu einer Seen- und Erholungslandschaft entwickelt.
Am Montagmorgen führte uns der Weg nach Naumburg, der berühmten Dom- und Weinstadt, wo wir „Uta und Ekkehard“, dem sogenannten Stifterpaar, und vielen weiteren Schätzen des hohen Mittelalters einen Besuch abstatteten.
Nach der Mittagspause in der Naumburger Altstadt ging es weiter nach Schloss Molsdorf bei Erfurt, wo wir zum Abschluss in der „Guten Quelle“ eine reichhaltige Thüringer Küchentafel genossen haben.
Wohlbehalten und mit frohen Erinnerungen gelangten wir wieder in unsere Vaterstadt Koblenz.

Der Bericht soll nicht schließen ohne einen herzlichen Dank an unseren Vereinsfreund Adolf Meinung, der diese Reise mit der gewohnten Akribie geplant und geleitet hat.

Ihr Ewald Thul

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2013 – ein hessisches Städtetrio und Stühle aus gebogenem Holz

Herbstfahrt - ein hessisches Städtetrio und Stühle aus gebogenem Holz

Unter diesem Motto fuhr der Katholische Leseverein imSeptember 2013, in die mittelhessische Fachwerkstadt Frankenberg an der Eder.

Keiner von den Mitfahrern hatte je etwas von dieser Stadt gehört, geschweige denn war er dort gewesen. Um so erstaunter waren wir, als wir unser Ziel erreichten und einen wunderschönen Ort vorfanden. Besonders eindrucksvoll war der Marktplatz mit seinem mittelalterlichen Rathaus, dessen Fassade kürzlich eine deutsche Briefmarke zierte.

Eingehend betrachteten wir die Liebfrauenkirche, eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands, erbaut in den Jahren 1286 bis 1360, nach dem Vorbild der Marburger Elisabethkirche.

Dann besuchten wir die am Stadtrand Frankenbergs gelegene Firma Thonet, in der auch heute noch Bugholzmöbel gefertigt werden, die der Bopparder Schreiner Michael Thonet vor zweihundert Jahren erfunden hat. Die Führung durch das auf dem Firmengelände befindliche Thonet-Museum war sehr eindrucksvoll.

Die Frankenberger Gastronomie überraschte uns durch ihre Qualität und niedrige Preise. Ein Notstandsgebiet, wie ein Gastwirt meinte?

Am Nachmittag fuhren wir nach Wetzlar und erlebten eine sehr eindrucksvolle Führung durch den frühgotischen Dom St. Marien, der seit der Reformation von beiden Konfessionen, katholisch und evangelisch, genutzt wird, das wohl älteste Simultaneum der Welt.

Weiter ging´s nach Limburg, wo wir in der Pallotinerkirche an der Abendmesse teilnahmen. Ein Chor aus dem Saarland trug zur Feierlichkeit des GottesdienDen Ausklang des Tages feierten wir in der sogenannten Studentenmühle im Eisenbachtal bei Nentershausen. Wir waren überrascht, welch schönes Hotel uns in diesem abgelegenen Tal erwartete. Speisen und Getränke waren vorzüglich und preislich angemessen.

Am späten Abend gelangten wir wohlbehalten und zufrieden wieder nach Koblenz. Wir durften einen schönen Tag mit der Lesefamilie verbringen.
Dr. E. Thul

Fotos: B. Rademacher

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2013 – auf Wagners und Barbarossas Spuren

Lesefahrt auf Wagners und Barbarossas Spuren

Am 20. Juni 2013 brach der Katholische Leseverein auf zu einer Reise nach Bayreuth und anschließend nach Böhmen.
Nahezu achtzig Mitglieder waren mit von der Partie.

In Bayreuth waren wir für zwei Tage in dem komfortablen Hotel Arvena, mitten in der Altstadt, untergebracht.

Wir besuchten die Markgräfliche Oper und die Parkanlagen der Eremitage mit ihren schönen Brunnen; auch das Grab Richard Wagners war eines unserer Ziele.

Wir fuhren durch das schöne Fichtelgebirge nach Eger und besuchten in der historischen Altstadt das Haus, in welchem im Jahre1634 Wallenstein ermordet wurde.

Sodann war Waldsassen unser Ziel. Wir besuchten dort die berühmte barocke Stiftskirche sowie die Bibliothek mit ihrer eindrucksvollen Innenausstattung.

Der Höhepunkt des Tages war die Wallfahrtskirche Kappel mit ihren drei Apsiden. Bemerkenswert ein Deckengemälde, das die Tugend der Nächstenliebe an Hand eines Feldlazaretts mit deutschen Rot-Kreuz-Schwestern und deutschen Soldaten in ihren Uniformen darstellte.

Die Reise führte uns weiter zu dem berühmten böhmischen Kurort Marienbad. Dort waren wir in einem sehr ordentlichen Hotel untergebracht. Es hieß Spa Hotel Villa Butterfly und lag unmittelbar an der Promenade gegenüber dem Kurpark. Eine kundige Führung zeigte uns alle Sehenswürdigkeiten dieses zauberhaften Kurorts, welcher wohl der berühmteste und vielleicht auch schönste Badeort der Welt ist. Übrigens, Goethe war dreizehnmal dort als Gast.
Das Hotelessen war überraschend gut, und besonders lecker war das böhmische Pilsener.

Der vierte und letzte Tag führte und zum nahegelegenen Stift Tepl, einem romanischen Prämonstratenserkloster, das seit der politischen Wende vor zwanzig Jahren jetzt wieder von Mönchen dieses Ordens genutzt wird. Zusammen mit ihnen feierten wir den Sonntagsgottesdienst, und unser Vorsitzender Dr. E. Thul durfte die Lesung in Deutsch halten. Der Abt dieses Klosters, ein Spross des berühmten Geschlechts derer von Lobkowitz, führte uns durch das Kloster und seine beeindruckende Bibliothek.

Unser Reiseleiter A. Meinung war von diesem Ort in besonderer Weise berührt, da sein Vater dort im Jahre 1945 als kriegsgefangener deutscher Soldat war.

Über Nürnberg und Würzburg ging es alsdann nach Hause, wo wir glücklich und zufrieden am späten Abend anlangten.
Dr. E. Thul

Fotos: A. Meinung

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2012 – ins rheinhessische »Weinland«

Herbstfahrt nach Oppenheim, Nierstein und Flonheim

Am frühen Morgen brach die Lesefamilie nach Rheinhessen auf. Mit dem Wetter hatten wir richtig Glück; fast hätte man meinen können, der ausgefallene Sommer wurde an diesem Tag vollständig nachgeholt: ein ganzer Tag unter wolkenlosem Himmel!

Erstes Ziel unserer Fahrt war die Katharinenkirche in Oppenheim – von Georg Dehio, dem „Gründervater“ der deutschen Denkmalpflege, einst mit dem noch immer gültigen Etikett „bedeutendster Kirchenbau am Rhein zwischen Straßburg und Köln“ versehen.

Unser Führer, gebürtiger Bremer und seit dreißig Jahren Küster an der Katharinenkirche, verstand es vorzüglich, diesen großartigen Kirchenraum mit seinen wunderbaren Fenstern uns näherzubringen. Lediglich von 1258 bis zum Jahr 1556, also gerade mal 300 Jahre war St. Katharinen katholisch, seit dem dann protestantisch.

Dies führte gleich zu Beginn zu einem „Leerräumen“ der Kirche, der alle Altäre, Ausmalungen und Heiligenfiguren zum Opfer fielen. Nur die Fenster, mit Blick auf den nahenden Winter, schließlich wollte man Weihnachten nicht in einer Kältekammer feiern, konnten dem „Bildersturm“ entgehen.

Später hatten auch die Protestanten ihren Frieden mit bunten Fenstern geschlossen, gleich zwei Fenster mit Luther belegen dies eindrucksvoll.

Im Anschluss führte unser Weg nach Nierstein, wo uns ein herzlicher Empfang bereitet wurde. Bürgermeister Günther stellte uns „seine“ Stadt bei einem guten Tropfen Winzersekt vor.

Neben dem „Roten Hang“, eine der besten und berühmtesten Riesling-Lagen der Welt, wusste er aber auch über das ein oder andere Problem zu berichten. Eine Brache, ehemals Mälzerei in der Ortsmitte, wird allerdings bald Geschichte sein – bleibt nur den Niersteinern zu wünschen, dass sie mit „ihrem Zentralplatz“ glücklicher werden.

Im Winzerhaus machten wir dann unsere Mittagspause.

Danach ging es wieder zurück nach Oppenheim, nun in die Unterwelt. Von den rund 30 Kilometern unterirdischer Gänge besichtigten wir gerade mal 450 Meter, trotzdem fast 200 Treppenstufen rauf und runter. Glücklich, wieder das Tageslicht zu sehen, verließen wir Oppenheim Richtung Flonheim, dem letzten Ziel unseres Ausfluges.

Auf dem Programm stand eine Weinprobe im Betrieb der ehemaligen Rheinhessischen Weinkönigin Eva Pauser. Sie führt das Weingut seit einigen Jahren gemeinsam mit ihren Eltern und gehört zur Gruppe junger und höchst innovativer Winzer in Rheinhessen.

Nach neun Weinen – äußerst charmant und kenntnisreich vorgestellt – und noch manch gutem Glas im Anschluss, traten wir alle gut gelaunt wieder den Weg nach Koblenz an.
M. Hörter

Fotos: B. Rademacher

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2012 – auf der »Via Sacra«

Der Katholische Leseverein auf der »Via Sacra« in der Oberlausitz und Niederschlesien

Am frühen Morgen des 21. Juni 2012 brach die „Lese“ auf zu ihrer fünftägigen Reise in die Oberlausitz und nach Niederschlesien.
Quartier machten wir in Görlitz an der Neiße. Unser Hotel lag keine hundert Meter von diesem Grenzfluß entfernt.

Bei dem Stadtbummel besuchten wir das eindrucksvolle Heilige Grab und die historische Altstadt mit ihren großartigen Renaissance- und Jugendstilbauten.
Die Peterskirche war letzte Station unseres Rundgangs am Freitagvormittag. Dort lauschten wir den Klängen der berühmten Sonnenorgel.

Der Nachmittag sah uns in Herrnhut, wo uns das Wirken der Brüdergemeinde dargestellt wurde. Abschluß des Tages war ein Spaziergang durch Bautzen, das vielen unserer Reiseteilnehmern noch besser gefiel als Görlitz.

Am Samstag fuhren wir zur Friedenskirche nach Jauer, die auf polnischem Gebiet liegt. Dieses ausschließlich aus Holz errichtete Gotteshaus mit seinen drei Emporen und 5500 Plätzen beeindruckte uns schon allein wegen seiner Größe, aber auch mit seiner prächtigen Ausmalung.

Das Kloster Grüssau bei Hirschberg mit seiner barocken Wallfahrtskirche, ein wunderschöner Anblick, konnten wir nur wenige Augenblicke besuchen, denn eine Hochzeit folgte der anderen.

Das gleiche Schicksal ereilte uns auch in Wang, wo wir die ehemals norwegische Stabkirche erst nach längerer Wartezeit betreten konnten. Gleichwohl hatte sich der Besuch der „nagelfreien“ Holzkirche gelohnt.

Am Sonntag feierten wir Gottesdienst im Kloster Haindorf/Tschechien und aßen auch dort zu Mittag.

Die Fahrt ging weiter nach Reichenberg und nach Zittau, wo wir das weltberühmte Fastentuch bewundern konnten.
In der Klosterschenke zu Marienthal, eine gemütliche Bleibe, aßen wir zu Abend.

Am Montag, dem 25. Juni, war die Heimfahrt angesagt. Wir machten noch Station im Kloster Marienstern bei Panschwitz-Kuckau mit seiner beeindruckenden backsteingotischen Kirche und den gepflegten, weiträumigen Klosteranlagen. Im Klosterrestaurant, einem lauschigen Ort mit herrlichem Gewölbe, wurde uns ein wohlmundendes 2. Frühstück geboten.

So gestärkt ging es auf die Heimreise. Alle kamen heil und wohl in Koblenz an.

Die Laune war stets gut, und das Wetter hatte alle diese Tage mitgespielt.
Diese Fahrt, von A. Meinung professionell vorbereitet und begleitet, wird uns in bester Erinnerung bleiben.
Dr. E. Thul

Fotos: A. Meinung u. B. Glöckner (3 u. 5)

Kategorien
Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2012 – Pilgerfahrt nach Trier

Die „Lese“ auf Pilgerfahrt nach Trier

Am Morgen des 24. April brach die Lesefamilie auf zu ihrer Reise zum Heiligen Rock in Trier. Der Himmel war grau verhangen, aber am Zielort empfing uns heller Sonnenschein. Zunächst war Gottesdienst in Liebfrauen angesagt.
Welche Überraschung! In dieser wunderbar renovierten gotischen Kirche waren für uns Plätze in den ersten Reihen reserviert.
Groß war die Schar der einziehenden Priester, an der Spitze, d.h. als letzter, der Bischof von Lüttich, der dem Gottesdienst vorstand. Weihbischof Robert Brahm begrüßte die Pilger, auch uns, den Katholischen Leseverein. Anrührend die Predigt des belgischen Bischofs und die zauberhaften Klänge einer bolivianischen Musikantengruppe auf ihren Trommeln, Gitarren und Flöten.
Dann fanden wir uns vor dem Hohen Dom ein.
Trotz großer Pilgerscharen wurden wir rasch und unproblematisch in die Reihe der Pilger eingeordnet.
Zusammen mit Gläubigen aus der Ukraine zogen wir in den Dom ein. Die Nähe zum Heiligen Rock war ergreifend; einige Ukrainer warfen sich zu Boden und küssten den Schrein, der den Heiligen Rock barg.

Pünktlich traten wir die Heimreise an. Teilnehmer präsentierten Mitbringsel von Trier, so auch ein
 „Wallfahrers Schweißtuch “,
 wohl für die Kinder zu Hause gedacht.

Station machten wir im Schlosshotel Petry in Karden, wo wir bestens aufgehoben waren und in kurzer Zeit jeder sein Essen, à la carte bestellt, vor sich stehen hatte.
Die Stimmung war hervorragend, und fröhlich und dankbar sangen wir: “Kein schöner Land in dieser Zeit“.
 
Ein erinnerungsreicher Tag lag hinter uns.

Dr. E. Thul

Fotos: B. Rademacher