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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung  2010

Jahreshauptversammlung am 24. September 2010

Mit einem Gottesdienst und Gedenken an die verstorbenen Mitglieder des Katholischen Lesevereins begann die diesjährige Jahreshauptversammlung in der Basilika St. Kastor. Pastor Joseph Müller zelebrierte die heilige Messe und ging in seiner Predigt besonders auf den Heiligen Rupert, Bischof von Salzburg, ein.

Im Anschluss an den Gottesdienst eröffnete der Vorsitzende Dr. Ewald Thul im großen Saal des Eltzerhofs die Generalversammlung und begrüßte dort herzlich die zahlreichen Mitglieder und Gäste, die trotz widriger Witterung gekommen waren.

In seinem Rechenschaftsbericht verwies er auf diskussionsreiche Sitzungen des Vorstands, in denen die Besinnungstage und Kulturfahrten vorbereitet wurden. Die Besinnungstage mit Pater Dr. Manfred Entrich OP und Prälat Hans Lambert mit den Themen „Wissen um Gestern-Hoffen auf Morgen“ und „Die Piusbrüder-Katholische Fundamentalisten?“ fanden großen Zuspruch.
Auch die mehrtägige Fahrt ins Elsass und die Tagesfahrt nach Bruchsal und Deidesheim waren volle Erfolge und bleibende Erinnerungen. Veranstaltungshöhepunkte bildeten im vergangenen Jahr wieder das Neujahrskonzert im Mercedes-Benz-Haus und die hervorragende Lesesitzung in der voll besetzten Rhein-Mosel-Halle, nicht zu vergessen das ,,Debbekooche-Essen“ im Soldatenfreizeitheim Horchheimer Höhe, was eine lebendige Lesefamilie auszeichnete.
Mit rund 450 Mitgliedem ist der Katholische Leseverein nach wie vor die größte Bürgergesellschaft in Koblenz, jedoch fehle es in der Mitgliederschaft an jungen, aktiven Kräften, betonte der Vorsitzende.

Schatzmeister Heinz-Dieter Maahs konnte wieder einen soliden Finanz- und Vermögensbericht vorlegen, der mit einem Überschuss abschloss und die Bildung einer Rücklage für die im Jahre 2013 stattfindende 150 Jahrfeier ermöglicht. Dies fand auch die Zustimmung der anwesenden Mitglieder.

Kassenprüfer Heinz Adams und Manfred Kilian bescheinigten eine einwandfreie Buchführung und beantragten die Entlastung des gesamten Vorstands, die auch einstimmig erteilt wurde.

In der anschließenden Aussprache wurde bedauert, dass die Lesesitzung 2011 wegen des Umbaus der Rhein-Mosel-Halle nicht stattfinden kann.

Bei den anstehenden Neuwahlen des Vorstands unter der Leitung von Peter Fischer erfolgte Wiederwahl des Vorsitzenden und aller Beisitzer.

Für den aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden geistlichen Beirat Stephan Schwarz wurde Pastor Joseph Müller gewählt. Dr. Ewald Thul dankte Ehrenmitglied Stephan Schwarz für seine langjährige engagierte und treue Mitarbeit.

Mit Brot, Käse und Wein endete die harmonische Begegnung.
 
Heinz-Dieter Maahs

Fotos: Rademacher

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2010 – Bruchsal und Deidesheim

Herbstfahrt nach Bruchsal und Deidesheim

Pünktlich starteten wir mit zwei Bussen bei strahlendem Sonnenschein Richtung Bruchsal. Sicher waren einige der Mitreisenden gespannt, weil sie die Stadt noch nie besucht hatten.
Nach der Ankunft wurde unsere Reisegruppe „getrennt“. „Bus 1“ begann mit der Stadtführung; „Bus 2“ besichtigte zuerst das Schloss.

Das völlig zerstörte fürstbischöfliche Barockschloss Bruchsal, in 30 Jahren wieder aufgebaut, begeisterte uns.

Besonders hervor-zuheben sind die herrlichen Festsäle im Mittelbau und das zentrale Treppen-haus von Balthasar Neumann.

Freude bereitete einigen das größte Musikautomatenmuseum Deutschlands, das im Schloss untergebracht ist.
Bei einer öffentlichen Führung ertönten kleine, große und riesige Automaten, die die Zuhörer mit ihrer Lautstärke und Klangfülle überraschten.

Nachdem wir den ersten Teil der Führungen abgeschlossen hatten, war Mittagszeit.
Adolf Meinung, der wieder für die Planung und Vorbereitung der Reise verantwortlich war, hatte uns im ersten Hause Bruchsals, dem zugleich ältesten Gasthaus „Zum Bären“, angemeldet. Der Wirt hatte einen Teil seines Biergartens für die Lesefamilie reserviert.

Hier wurde uns ein vorzügliches Mittagessen serviert, das wir bei sehr angenehmen Temperaturen genießen konnten .
 Regen und Kälte der letzten Tage waren schnell vergessen

Nach der Pause begann der zweite Teil unserer Erkundungstour durch Bruchsal. Wir gingen am Amalienbrunnen, an der imposanten, einer Burganlage gleichenden Justizvollzugsanstalt (im Volksmund wegen der acht Türme auch Café Achteck genannt),

am Ferdinand-Keller-Brunnen und am schmucken Belvedere vorbei und spazierten durch die wieder errichtete Altstadt.

Der Rundgang endete in der Hofkirche des Schlosses, die am 01. März 1945 vollständig zerstört worden war und in moderner Innenarchitektur wieder aufgebaut worden ist.

Gut gelaunt traten wir die Heimreise an. Auf der Fahrt durch die Pfalz hielten wir in Deidesheim an, um beim Winzerverein einzukehren.

Bei einem guten Glas Wein und einer deftigen Brotzeit saßen wir noch einige Zeit gemütlich beisammen.

Zufrieden und wohlbehalten erreichten wir nach diesem schönen, Tag unsere Heimatstadt Koblenz.

 
M. Rademacher

Fotos: B. Rademacher