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Besinnung und Glaube

Adventsbesinnung – Dechant Rudolf Darscheid – 2022

Adventsbesinnung: »Missionarisch - diakonisch Kirche sein«

zu diesem Thema referierte

Dechant Rudolf Darscheid – Vorsitzender Heinz-Peter Mertens

Dechant Rudolf Darscheid.
Im Anschluss gab es wieder die Gelegenheit sich bei Brot und Wein auszutauschen

Heinz-Peter Mertens, Dekan Thomas Darscheid, Tobias Theobald von X-Church

Das Foto zeigt neben dem Vorsitzenden des katholischen Lesevereins Heinz-Peter Mertens, Dekan Thomas Darscheid und Tobias Theobald zuständiger Ansprechpartner für X-Church in St . Elisabeth.
Die Spende an X-Church Koblenz der LESE erfolgte auf Veranlassung von Dekan Darscheid.
Das Bistumsprojekt MuskkircheLive ist auch o Tour in St. Elisabeth. Mit rockiger Musik soll so ein Gottesdienst einmal ganz anders erlebt werden.
Junge Christen sollten sich über die webseite von X-Church über das Angebotene informieren.

weitere Informationen auf der Web-Seite von X-Ground, Kirche der Jugend Koblenz

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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2022

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen - 07.10.2022

Der Gottesdienst zur Einleitung der Mitgliederversammlung des Katholischen Lesevereins gehört genauso zu den liebgewonnenen Gewohnheiten, wie die Versammlung selbst.
Nach einer langen Zeit der Abstinenz kam am 07.10.2022 so etwas wie Normalität zum Vorschein. Der Leseverein hatte zur jährlichen Mitgliederversammlung geladen. Es standen neben den Berichten des Vorstandes auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Es sollte und es gab einige Veränderungen.

Der Vorsitzende begrüßte die leider spärliche Anzahl an Mitgliedern in den Räumen des Pfarrsaales Herz-Jesu. Nach der Annahme der Tagesordnung wurde unserer Verstorbenen gedacht, bevor es in die Abarbeitung der Tagesordnung gehen sollte.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte der Vorsitzende die doch eingeschränkte Arbeit des Vereins und des Vorstandes vor. Zu sehr war man von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Nahezu alle Aktivitäten des Vereins kamen zum Erliegen oder konnten nur in sehr abgespeckter Form angeboten werden. Man sei aber optimistisch, dass es zukünftig wieder im Normalmodus laufen soll. Dem Bericht des Vorsitzenden schloss sich der Bericht des Schatzmeisters an. Anschließend erfolgten Aussprache und Wahlen.

Mitgliederversammlung 2022 – Verabschiedung H.Dany

Einige Vorstandsmitglieder kandidierten nicht mehr und so verabschiedete Vorsitzender Heinz-Peter Mertens einen treuen Mitstreiter. Horst Dany begleitete viele Jahre den Verein, vor allem in der Zeit, als es offiziell keinen geistlichen Beirat gab, und hat uns an vielen Stellen Halt durch die Worte Gottes gegeben.

Mitgliederversammlung 2022 – Vorstand H. Zündorf, H.-P. Mertens, S. Renda, J. Thul, C. Conzen

Neben den „alten“ Vorstandsmitgliedern konnten im Kreis der „Neuen“ vor allem Sarah Renda als Schatzmeisterin und Claus Conzen als Beisitzer begrüßt werden. Das gute Glas Wein bei schmackhaftem Brot durfte im Anschluss eben so wenig fehlen, wie die langen und heiteren Gespräche im Anschluss einer harmonischen Mitgliederversammlung.

Mit dem Aufruf des Vorsitzenden, doch zukünftig die Veranstaltungen des Vereins zu besuchen schloss dieser die Versammlung.
Stephan Otto

Bericht in »Blick aktuell« …..»» weiterlesen

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Besinnung und Glaube

Gedanken von Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius – 2022

Gedanken von Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius - 2022

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Lukas 2,14

Der feierliche Gesang der Engel an Weihnachten, der Gesang, der die hart arbeitenden Hirten zur Unterbrechung ihres Arbeitsalltages verleitete, wanderte in der Liturgiegeschichte aus dem Abendgottesdienst in die Feier der Sonn- und Festtagsgottesdienste: „Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis“. Wir folgen dem Ruf der Engel und schwingen uns auf in die Höhe, wenn wir das Mahl des Herrn feiern. („Erhebet eure Herzen! – Die Herzen in die Höhe!“) Wir stimmen ein in den Gesang der Engel: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr …“ Friede auf Erden, was noch vor Jahren eine Stereotype feierlicher Ansprachen war, wird jetzt zu einer brennenden Sehnsucht, denn der Krieg, den es immer irgendwo gab, ist jetzt nahegerückt.

Den Menschen ein Wohlgefallen, was das bedeutet, ist nicht ganz klar. Die Übersetzungen gehen unterschiedliche Wege. Das griechische Wort ed???a (Eudokia) meint die Freude, die mich erfüllt, wenn ich etwas wirklich Gutes erhalte. Luther übersetzt dann auch „den Menschen ein Wohlgefallen“. Die Vulgata, die lateinische Übersetzung interpretiert: „hominibus bonae voluntatis“ (Friede auf Erden bei den Menschen guten Willens). Richtiger wäre es zu übersetzen „bei den Menschen seiner Gnade“, so steht es im katholischen Messbuch.

Mein Vorschlag zur Übersetzung wäre der: sagen und singen wir „den Menschen seine Gnade“ und verstehen wir diese Gnade nicht nur geistlich. Die Gnade Gottes, das ist seine Barmherzigkeit und Liebe, die er uns fehlbaren Menschen schenkt und das ist gleichzeitig, das konkrete Gute, das uns zuteilwird. Machen wir aus dem feierlichen Gesang der Engel, machen wir aus diesem ersten und wichtigsten Weihnachtslied ein Programm für dessen Umsetzung wir uns mit aller Kraft einsetzen.

In der Mitte steht das, was uns jetzt alle bewegt: Friede auf Erden. Friede in Europa und anderswo. Dazu gehört es, dass den Menschen Gutes widerfährt, nicht nur im reichen Westen, sondern überall. Wir sollen einander gut sein, uns „alles Gute“ wünschen und einander Gutes tun. So ahmen wir Gott, unsern Schöpfer nach, der uns mit Gnade und Güte umgibt. Zu diesem Programm gehört auch, dass wir uns wieder Zeit nehmen für das Gotteslob.
Der Verlust des Umgangs mit Gott, die Abwendung vom Gottesdienst, die für manche in ihrem Leben eine Befreiung aus religiösem Zwang war, wirkt sich heute als Destabilisierung der Menschen aus. Ich kann nicht sehen, dass Menschen freier sind, wenn sie sich von Gott befreit haben.
Machen wir das Gotteslob wieder zu einem wichtigen persönlichen Anliegen und lassen wir, während wir mit den Engeln singen, den schwankenden Glauben langsam auf die Füße kommen.
Die Verehrung und Verherrlichung Gottes kann nicht ins Private abgedrängt werden, sie ist auch eine Aufgabe der Gesellschaft, die Christen, Juden und Muslime für alle wahrnehmen:

Nun jauchzt dem Herrn alle Welt!
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht.
Erkennt, dass Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht wir selbst:
durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat.
Dankt unserm Gott, lob singet ihm, rühmt seinen Namen mit lauter Stimm;
Lob singt und danket allesamt. Gott loben, das ist unser Amt.
(eg 288 / GL 144)

Fastenbesinnung mit Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius

Fastenbesinnung 2022

Letztlich war es sozusagen wieder ein Neuanfang für unseren Verein. In den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde auf der Karthause blieben zwar einige Plätze noch leer, aber es war nach langer Zeit der Abstinenz wieder eine Möglichkeit der Begegnung.

Fastenbesinnung 2022

So konnte Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius den kleinen, aber feinen Kreis in einer schönen Fastenbesinnung begrüßen und uns durch einen kurzweiligen Nachmittag führen. Nach diesem Auftakt bleibt zu hoffen, dass die Adventsbesinnung unseres Vereins etwas mehr Zuspruch erhält. Verdient hätte unsere Besinnung das allemal..

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2022 – nach Esch-sur-Alzette – Kulturhauptstadt Europas 2022

Tagesfahrt nach Esch-sur-Alzette - Kulturhauptstadt Europas 2022

Es war ein trüber Mittwochmorgen an jenem 14. September…
nein, es folgt kein Krimi oder ähnliches, es war der Beginn einer wunderschönen Tagesfahrt des Lesevereins nach Esch-sur-Alzette, der Kulturhauptstadt Europas – ins entfernte Luxembourg.
Vorsitzender Heinz-Peter Mertens und Geschäftsführer Stephan Otto, der die Fahrt organisierte, begrüßten 20 Teilnehmer an der St. Kastor-Basilika.
Ein strammes, aber nicht minder interessantes Programm erwartete uns. Erstmalig wurden wir vom Koblenzer Unternehmen Garske gefahren, das uns sicher durch den Tag begleitete.

Unser erstes Ziel bei unseren Luxemburger Nachbarn war der Besuch der Pfarrkirche Saint Henri mit einer ebenso interessanten Geschichte. Dieser Besuch sollte sich anfänglich als keine so gute Idee entpuppen, standen wir doch vor verschlossenen Türen, entgegen der beworbenen Öffnungszeiten. Nach einigem Bemühen wurde uns dann doch die Pforten geöffnet und wir konnten die Kirche von Innen besichtigen.
Geschäftsführer Stephan Otto gab einige interessante Einblicke in die Geschichte und der Glaubensgemeinschaft, die sich um die Pfarrkirche bis heute kümmert. Die relativ junge Geschichte der Kirche in Luxembourg wurde im Wesentlichen durch die immer stärker werdende Stahlindustrie geprägt, die ihre Blüte gegen Ende des 19. bis in das 20. Jahrhundert erfuhr. Dabei ist auch die handwerkliche Handschrift so mancher deutscher Unternehmen in den Kirchen zu sehen und zu bewundern. Insbesondere die Glasmalerei und die Hochaltarkunst stechen hierbei hervor. So war unser Besuch eine gelungene erste Station unserer Tagesfahrt.

Im Verlauf des Weiteren vormittags machten wir uns auf, die Pfarrkirche Saint Joseph, nicht weit von unserem ersten Ziel entfernt, zu besuchen. Hier konnten wir die Gegensätze von Schlichtheit und sakraler Bauweise am besten festmachen. Mit seinen Ausführungen wusste Stephan Otto auch hier interessante Einblicke in die Geschichte von Saint Joseph zu geben. So verflog der Vormittag in Luxembourg im Nu und wir machten uns auf, um in die sehenswerte Welt von Esch sur Alzette, der Kulturhauptstadt Europas, einzutauchen.
Hier wollten wir nach der Mittagspause zum zweiten Teil unserer Reise starten.
Wir haben gegen Mittag das Zentrum in Esch erreicht und wir konnten uns noch in der Mittagspause stärken, für die anstehende Führung in der „Alten Moellerei“. zugegeben, eine anspruchsvolle und herausfordernde Führung, die uns erwartete. Das Zusammenspiel von Moderne, die sich in ein Kulturdenkmal einbettet, war auch in gewisser Weise anstrengend, aber nicht weniger interessant. Wir haben unsere Gruppe teilen müssen, um die Attraktivität der Führung nicht zu gefährden.
Mit den nachfolgenden Bildern können wir nur entfernt unsere Eindrücke wiedergeben. Ein Besuch war es allemal wert gewesen.
Ohne die fachkundigen und interessanten Ausführungen unseres Museumsführers wäre so manche Frage offengeblieben.

So aber konnten wir viele Eindrücke mitnehmen, die auch noch auf der Heimfahrt für den ein oder anderen Gesprächsstoff sorgte.
So machten wir uns nach einem vielseitigen Programm wieder auf den Heimweg nach Koblenz, wo wir den wunderschönen Tag im kleinen Kreise in der Weinstube des Hotel Kornpforte ausklingen liesen.

Stephan Otto

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2022 – Pfarrkirche St. Elisabeth und Synagoge

Lesefahrt 2022 - Pfarrkirche St. Elisabeth und Synagoge - Eine Führung mit Dieter Gube

Im Koblenzer Stadtteil Rauental – gelegen zwischen Innenstadt und Moselweiß, zwischen Goldgrube und der Mosel – befinden sich seit vielen Jahren die Gotteshäuser aller drei großen Religionen, die sich auf den Gott von Abraham, Isaak und Jakob berufen: das Judentum, das Christentum und der Islam.

Elisabeth-Kirche – 2022

Zwei dieser Gotteshäuser standen im Juli auf dem Programm einer Besichtigung der Lese: die Kirche St. Elisabeth und die Synagoge sowie der dazugehörige jüdische Friedhof.

Mit der Pfarrkirche St. Elisabeth befindet sich eine der bedeutendsten Kirchen der 1950er Jahre in Koblenz.
Sie ist ein geschütztes Kulturdenkmal und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Seit 2002 ist die Kirche auch ausdrücklich ein Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.
Lese-Vorstandsmitglied Dieter Gube, der im Schatten der St. Elisabethkirche aufgewachsen ist und dort über 20 Jahre Ministrant und Lektor war sowie viele Jahre auch im Pfarrgemeinderat, führte die zahlreich erschienenen Mitglieder durch den Außenbereich und das Innere der Kirche.
Diese wurde 1953 bis 1954 nach Plänen Dominikus Böhm (1880 – 1955) unter Mitwirkung seines Sohnes Gottfried Böhm (1920 – 2021) erbaut; Gottfried Böhm wurde 1986 als erster deutscher Architekt mit dem angesehenen Pritzker-Preis ausgezeichnet, der quasi als Nobelpreis der Architektur gilt.

Im Außenbereich hat die Kirche mit ihrem parabolförmigen Grundriss durch das vorgelagerte Baptisterium (= zehneckige Taufkapelle) und dem alleinstehenden, fünfgeschossigen Glockenturm ein leicht italienisches Flair. Mit den ursprünglichen bis zur Moselweißer Straße gehenden Begrenzungsmauern entstand eine Piazza- Atmosphäre, die sich heutzutage bis zum Vorplatz der ehem. Sparkasse erweitert.
Wenn man dann die Gesamtanlage aus der Luft betrachtet und die Kirche um das Pfarrhaus und später das im gleichen Stil gebaute Kolpinghaus ergänzt, erinnert der Grundriss des Ensembles an das Gewand Christ – eine Anspielung an die berühmteste Trierer Bistumsreliquie, den Heiligen Rock.

Elisabeth-Kirche – 2022

Im Inneren erzeugen schlanke Säulen in zwei Reihen, die im Chor hinter dem Altar herumführen, einen dreischiffigen Eindruck. Diese tragen optisch eine helle Zwischendecke, die sich von der hellblauen Decke (= Himmel) abhebt – das Zelt Gottes unter den Menschen!
Im Chorraum befindet sich der freistehende Altar auf einem mehrstufigen runden Aufbau (= Gottesberg). Wenn der Priester in vorkonziliarer Zeit versus Deum und mit dem Rücken zum Volk vor dem Altar stand, befand er sich akustisch genau im Brennpunkt des parabolförmigen Grundrisses und die leise gesprochenen Wandlungsworte konnten auch ohne Lautsprecherverstärkung in der ganzen Kirche gehört werden.
An der dem Chor gegenüberliegenden Nordwand befindet sich eine elliptische Empore mit zwei zangenförmigen Treppen, auf der die mächtige Orgel steht.
Die Außenwände zeigen in einem Betonskelett eine drei Rastereinheiten hohe Struktur. Typisch für den Baustil der Böhms ist dabei das umlaufende Glas-Mosaikband in der obersten Rastereinheit, das an hellen Tagen genügend Licht in die Kirche einfließen lässt.
Im Eingangsbereich steht eine Kopie der Kalksteinfigur der heiligen Elisabeth aus der Deutschordenskommende am Deutschen Eck.
Schließlich schmückt eine aus den Trümmern der ersten, in der Steinstraße gelegenen Elisabeth-Kirche gerettete Pieta, die im Bein des toten Christus’ noch einen Glassplitter aus der Bombennacht zeigt, das Grab von Johannes Klein, dem ersten Pfarrer und Erbauer der neuen St. Elisabeth-Kirche.

Wenige hundert Meter von der Kirche in Richtung Innenstadt entfernt befindet sich zwischen Moselweißer Straße und Schlachthofstraße der alte Koblenzer jüdische Friedhof.
Eine Kaufurkunde aus dem Jahre 1303 belegt das hohe Alter dieses jüdischen Friedhofes, wo nach der Kriegszerstörung der Synagoge im Bürresheimer Hof am Florinsmarkt eine neue Synagoge mit mehreren Gemeinderäumen erbaut wurde.
Herr Christoph Simonis von der jüdischen Kultusgemeinde zeigte erst bei einem Rundgang über den Friedhof die ältesten Grabsteine, die neuen moderneren Gräber und die im Zentrum des Friedhofs gelegene Gedenkstele für die Opfer der Shoa.
Im Gebetsraum der Synagoge erläuterte Herr Simonis ausführlich die Besonderheiten eines jüdischen Gottesdienstes und die zentrale Bedeutung des Thora-Schreins. Aber auch die Regeln und Vorschriften für den Alltag einer jüdischen Familie wurden bildreich und humorvoll vorgestellt.
Abschließend bestand die Gelegenheit am ‚Kabbalat Schabbat‘ teilzunehmen, dem traditionellen Beginn des Schabbats an jedem Freitagabend.

Dieter Gube, Koblenz

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2022 – Besuch im Deinhard-Sektmuseum

Besuch im Deinhard-Sektmuseum - 2022

Deinhard-Sekt-Musseum – 2022

Wahrscheinlich haben wir es alle
einmal gesehen – das Sektmuseum inmitten der Koblenzer Innenstadt. Jedenfalls hat sich der Besuch unseres Vereins dort gelohnt. Die fachkundige Führung und Erklärung in den Kellergewölben der Deinhard- Sektkellerei wurde mit einigen Kostproben veredelt. Dabei blieb auch noch genug Zeit, um das ein oder andere untereinander auszutauschen. Jedenfalls haben das Wiedersehen und das Begegnen wieder einmal gutgetan. Dieser Besuch dürfte nicht der letzte seiner Art gewesen sein.

Deinhard-Sekt-Musseum – 2022
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Archiv Lesungen und Lesefahrten

Lesung 2022 – mit Kammerschauspieler Hermann Burck

Der Großinquisitor - Lesung mit Kammerschauspieler Hermann Burck

Bei diesem literarischen Abend trug Kammerschauspieler Hermann Burck das Kapitel
»Der Großinquisitor«
aus Dostojewskis Roman . Die »Brüder Karamasow« vor.

Der literarische Abend fand am Donnerstag, 13. Oktober im Evangelischen Dreifaltigkeitshaus auf der Karthause statt.
Im Anschluss an die Veranstaltung fand im Foyer ein reger Austausch zwischen den Besuchern und dem Referenten Herrn Hermann Burck bei einem Glas Wein statt.
Durch den Abend führten Pfarrer Gregorius und Prof. Heinrich Bockholt.

Zur Handlung:
Um das Jahr 1500 kommt Jesus in Sevilla auf die Erde zurück und wird sofort vom Kardinal und Großinquisitor ins Gefängnis geworfen. Er klagt Jesus an und hält ihm vor, dass er auf der Welt nicht mehr erwünscht sei, sondern störe. Der Großinquisitor belehrt den wiedergekommenen Heiland, dass es Aufgabe der Kirche sei, seine, Jesu, Fehler wieder gut zu machen. Jesus wollte dem Menschen die Freiheit bringen, doch der Mensch sei nicht geschaffen, frei zu sein.
Der Inhalt dieser Anklage ist hoch aktuell, weil politische, religiöse und ideologische Machtansprüche jeder Art bis heute gelten.

Träger und Unterstützer waren

Evangelische Kirchengemeinde Koblenz Karthause

Katholische Pfarrgemeinschaft Moselweiß-Karthause

Katholische Leseverein Koblenz

CV-Philisterzirkel Confluentia

Casino-Gesellschaft zu Coblenz

Buchhandlung Reuffel.

zur Vita von Kammerschauspieler Hermann Burck —» hier klicken

Veranstaltungsfotos – Claus Conzen

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2022 – die Festungen in Koblenz

Festungsfahrt mit Manfred Böckling, M. A.

Ein ganz anderes Veranstaltungsformat, aber ganz bestimmt ein mehr als interessantes…
Die Teilnehmer unseres Veranstaltungsangebotes, die Festungsanlagen unserer Stadt einmal näher kennenzulernen, waren gespannt, was Manfred Böckling, M. A., als versierter Kenner der Materie so alles zu berichten wusste.
Nachdem sich die Teilnehmer auf dem Kastorhof getroffen hatten, ging es mit dem Auto zum ersten Stopp! .

Die Karthause mit den Festungsanlagen der Feste Alexander (leider nur noch das Löwentor quasi übrig) und das Fort Konstantin mit seinem markanten Kehlturm am Fuße des Berges. In seinen Ausführungen ging Manfred Böckling ebenso auf die Zusammenhänge der Namensgeber ein, wie auf die Bedeutung dieser Festungsanlagen im Süden unserer Stadt.

Nach diesem gelungenen Auftakt ging es zum nördlichsten Punkt der Großfestung Koblenz. Das Fort Asterstein (benannt nach General von Aster) war der nächste Haltepunkt. Das mit viel Liebe vom Förderverein betreute Bauwerk wusste viel zu erzählen, was auch in den Ausführungen von Manfred Böckling sich wiedergefunden hat.
Mit dem Besuch der Feste Franz im Westen der Stadt endete ein ebenso kurzweiliger, wie interessanter Nachmittag mit einer fachkundigen Leitung.

Die Heimat hat eben auch genug zu erzählen, waren sich alle einig. Gerne wieder…

Stephan Otto

Fotos – Claus Conzen

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Osterpredigt von Diakon Horst Dany – 2022

Osterpredigt von Diakon Horst Dany

 

 

Schwestern und Brüder, im gemeinsamen Glauben an Jesus Christus,
im Jahr 2004 erschien ein Film des Regisseurs Mel Gibson mit dem Titel .“Passion Christi“ Er wurde von Besuchern wie auch Kritikern sehr kontrovers aufgenommen und tatsächlich sind die Gewaltszenen nur schwer zu ertragen. Der Körper des Jesus Darstellers bestand bei der Kreuzigung tatsächlich, wie es in der Bibel heißt, nur noch aus „Beulen Striemen und Wunden“.
Bei der Auferstehung jedoch, die sehr zurückhaltend dargestellt wurde, erschien, nach dem der Stein vom Grab weggewälzt war, in hellem Licht die unversehrte schöne Gestalt eines Mannes, makellos, makellos bis auf die fünf Wundmale.
Ich habe diesen Film gemeinsam mit Teilnehmern meines Gesprächskreises im Koblenzer Gefängnis geschaut und Im Anschluss ihnen einen Fragebogen mitgegeben, den sie bis zum nächsten Treffen beantworten sollten: was fand Ich gut, was fand ich weniger gut oder schlecht, was habe ich nicht verstanden.
In der darauffolgenden Woche gab es eine lebhafte Diskussion und dabei tauchte auch die Frage auf:
Ja, liebe Mitchristen, ich gestatte mir zu sagen: Jesus Ieidet auch an seiner Kirche. Einer Kirche, die seine Botschaft nicht mehr zum Strahlen bringt. Einer Kirche mit einem festgefahrenen Lehramt und einer verkrusteten Tradition.
Bei Mk (10, 13-16) heißt es: Man brachte Kinder zu Jesus. dass er sie segne. Doch die Jünger wiesen die Leute schroff ab. Darüber wurde Jesus ärgerlich und sagte: lasst die Kinder zu mir kommen.
Es gab also schon damals Menschen, die glaubten entscheiden zu können, wer zu Jesus darf und wer nicht, und das hat sich bis heute leider nicht verändert.
Und an anderer Stelle sagt Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. (MI 11 ,28).
Diese Botschaft, von der Annahme der Menschen in ihrer jeweiligen Lebenssituation, muss die Kirche verkünden, dann nähert sie sich Wieder der original Botschaft Jesu an.
Schwestern und Brüder, es stimmt mich nachdenklich und traurig, wenn ich lese, dass Statistiker errechnet haben, dass im Laufe dieses Jahres der Anteil der Menschen, die in Deutschland einer der christlichen Kirchen angehören unter 50 % sinken wird. Damit geht eine Jahrhunderte alte Tradition zu Ende.
Wenn der geschundene Leib auf wundersame Weise Wieder schön geworden war, warum hat er dann noch die fünf blutigen Wundmale getragen?
Kurz gedacht könnte man meinen. Damit der zweifelnde Apostel Thomas auch zum Glauben kommt, wie wir im Evangelium am Sonntag nach Ostern erfahren werden.
Nein liebe Gottesdienstgemeinde, ich habe eine andere Erklärung dafür. Im Evangelium nach Matthäus heißt es im letzten Satz des letzten Kapitels:
„Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (MI 28,20)
Jesus ist noch in dieser Welt, und seine immer noch Sichtbaren Wundmale erinnern uns, aber auch ihn an sein Leiden. Und sie brechen immer wieder auf und beginnen zu bluten, wenn Menschen leiden.
Jesus leidet mit den Müttern, die mit ihren Kindern auf der Flucht sind und die nicht wissen, ob sie den Vater lebend wiedersehen. Er leidet auch mit den Männern in den Schützengräben. Er leidet mit den Menschen in Syrien, mit den Menschen im Jemen, in Äthiopien und anderen Krisengebieten unsere Welt, mit jeder leidenden, gequälten und geschundenen Kreatur.
Seine Wunden brechen erneut auf und beginnen zu bluten, wenn in Afrika Kinder in den Armen ihrer Mütter verhungern.
Und dennoch, liebe Gottesdienstgemeinde, feiern wir Ostern und singen Halleluja und meine realistische Schilderung unserer Situation soll ihnen nicht die Osterfreude austreiben.
Um all das Negative um uns herum durchzustehen und vielleicht sogar ins Positive zu verwandeln, brauchen wir Ostern, brauchen wir Auferstehung und den Glauben an die Auferstehung.
Auferstehung zu neuem Leben, Vielleicht m unserem persönlichen Bereich aber ganz gewiss auch in unserer Kirche.
Das Grab ist leer, doch Jesus ist noch in dieser Welt. Wenn wir darauf unsere Hoffnung aufbauen dürfen wir uns frohe Ostern wünschen. Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, möge unsere Gedanken und unsere Herzen in der Gemeinschaft mit Jesus Christus bewahren.
AMEN

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Fastenbesinnung – Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius – 2022

Fastenbesinnung 2022

Der Katholische Leseverein lud am 09. Aprill zur Fastenbesinnung 2022 in das evangelische Gemeindezentrum Koblenz-Karthause ein.
Pfarrer Ralf-Dieter Gregorius referierte über
»Die Heiligen – Ihre Bedeutung in der evangelischen, katholischen und orthodoxen Christenheit«
Zum Abschluss des Nachmittags versammelten sich die Teilnehmer zu einer ökumenischen Taizé Andacht bei Kerzenschein.