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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2016

Jahreshauptversammlung 2016 am 14. Oktober 2016 im Eltzerhof

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika St. Kastor fand die anschließende Jahreshauptversammlung traditionsgemäß im großen Saal des Eltzerhofs statt.

Der Vorsitzende Dr. Ewald Thul begrüßte die Anwesenden und eröffnete die Jahreshaupversammlung.

Adolf Meinung A.Meinung organisiert mit viel Erfolg die jährlichen Reisen für die Lese. Zur Auswahl in 2017 steht eine Reise nach Böhmen oder in die Ardennen.

Der neue Vorsitzende Heinz-Peter Mertens HP.Mertens gab bekannt, dass die „Lese“ zurzeit 397 Mitglieder hat.

Es folgte der Bericht des Schatzmeisters Hans Breuer. Sein Bericht betraf das Wirtschaftsjahr 2015. Er erläuterte in übersichtlicher Weise die Ein- und Ausgaben der vier Betriebsbereiche. Die Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen.

Der Kassenprüfer Heinz Adams bestätigte eine ordnungsgemäße und übersichtliche Kassen- und Belegführung. Die Entlastung des gesamten Vorstands erfolgte durch die Versammlung einstimmig.

Manfred Diehl, Dieter Gube, Johannes Thul und Manfred Kilian wurden in den Vorstand berufen.

Ehrung der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Hans Breuer, Alfred Schweitzer und Dr. Ewald Thul. Heinz-Peter Mertens übergibt die Ehrenurkunde an Dr. Ewald Thul.
Ehrung Alfred Schweitzer schweitzer Hans Breuer Breuer.

Wie gewohnt, endete die Versammlung harmonisch bei Brot und Wein.

Fotos: Stefan Krumbhorn, Rüdiger Brennig

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2016 – Sommerreise in die Altmark

Dome, Burgen, zwei Kaiser, Bismarck und die Hanse, die Sommerreise in die Altmark

In der Baumkuchenbäckerei Salzwedel gibt die Chefin Bettina Hennig „heiße“ Erläuterungen zur Herstellung. Baumkuchen Bäckerei.

Die sonnige Schiffahrt auf dem ruhigen Arendsee wurde zum Naturerlebnis für die Lesefamilie. Arendsee

Aufmerksame Zuhörer beim Orgelkonzert im 1000jährigen Dom zu Havelberg. Dom zu Havelberg

Eine gesunde Klostersuppe verspeisten wir im Sommerrefektorium von Kloster Jerichow. Kloster Jerichow

Das Rathaus von Tangermünde ist ein Prachtbau der norddeutschen Backsteingotik. Rathaus Tangermünde

Der Stendaler Roland vor dem Rathaus „verteidigt“ die alten Stadtrechte. Stendaler Roland

Die Vielfalt der Reiselandschaft wird jeden Erstbesucher überraschen. Die Altmark ist uraltes Bauernland, aber auch ein Handelszentrum des Mittelalters. Allein acht große Hansestädte zeigen noch heute voll Stolz ihre Insignien: prächtige Bürgerhäuser, große Kirchen und Dome mit bemerkenswerten Schätzen. Über 250, vielfach noch romanische Feldstein-Dorfkirchen, Schlösser und Gutshäuser, Klöster und eine große Gastfreundschaft begegnet dem Besucher.

Aus der Altmark ist vor rd. 600 Jahren die Mark Brandenburg hervorgegangen. Deren Geschichte, von den Askaniern bis zu den Hohenzollern reicht. Die Reise führte auch nach Preußen, zum ersten Reichskanzler Bismarck, dessen Geburtsort Schönhausen mit Kirche und Schloß besucht wurde. Auch zwei Kaisern, Lothar III. (Königslutter) und überraschenderweise Karl IV. (Tangermünde) begegneten wir. 

Wie liesen uns überraschen von dem an der ehemaligen Zonengrenze gelegenen, überschaubaren Landstrich zwischen Wolfsburg im Westen und der Elbe im Osten, mit ehemaligen Hansestädten wie Stendal, Tangermünde, Salzwedel, Havelberg u.a., die einst zu den reichsten im Reich zählten. Unverfälschte Romanik repräsentiert das aus dem 12. Jh. stammende ehemalige Kloster Jerichow. Die vielen Dorfkirchen sind ein weiterer Schatz der Region. Mühevoll restauriert, auch die beliebten Reiseziele, z.B. in Wust, wo der Hauptmann Katte begraben liegt, den der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. enthaupten ließ, weil er dem Königssohn zur Flucht vor dem verhassten Vater half.

Die Burg in Tangermünde war einst der „Zweitwohnsitz“ von Kaiser Karls IV., dem es an der Elbe wohl genauso gefiel wie an der Moldau in Prag.
Die mittelalterliche Substanz der Städte ist über alle Zeiten hinweg sehr gut erhalten geblieben. Die Restaurierungen der Neuzeit haben aus den nach dem Krieg verwahrlosten Städten neue Schmuckstücke gemacht. 
Mit zahlreichen neuen Eindrücken kehrten wir nach Koblenz zurück.

Adolf Meinung

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Archiv Besinnung und Glaube

Fastenbesinnung – Franziskanerin Prof. Dr. Margarete Gruber – 2016

Besinnungsnachmittag – mit Franziskanerin Professor Dr. Margarete Gruber von der Hochschule Vallendar

Durch den Besinnungstag führte die Franziskanerin Professor Dr. Margarete Gruber von der Hochschule Vallendar.
Der große Saal des Eltzerhof-Stifts war voll besetzt.
Die Referentin hat vier Jahre in Jerusalem gelebt und dort ein ökumenisches Studienprogramm für Studierende der evangelischen und katholischen Theologie an der Dormitio-Abtei geleitet. In dieses Programm waren auch muslimische Theologen eingebunden, welche die Gemeinsamkeiten des Christentums und des Islam deutlich machten und die Vollendungshoffnungen beider Religionen darlegten, verknüpft mit dem Ölberg und dem Kidrontal, dem Felsendom, der Auferstehungskirche und der Dormitio, der Heimgang-Martinus-Kirche.

Sehr spannend waren Frau Grubers Ausführungen zum Leben des Heiligen Franziskus, der 1219 in den Orient gelangt und dort mit dem Sultan zusammentraf. Dieser entließ Franziskus aus der Gefangenschaft mit großen Geschenken. Franziskus war inspiriert von dem asketischen Vorbild des östlichen Mönchtums, das auch die muslimischen Sufis prägte.

Der Besinnungstag klang aus mit einem Gottesdienst in St. Kastor, dem Regionaldekan a.D. Bleeser vorstand und eine Begegnung im Eltzerhof bei Wein und Brot.

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Lesungen und Lesefahrten

Lesung 2016 – »Was ist los mit den Christen?«

»Was ist los mit den Christen?« - Referent: Rudolf Bauer

Rudolf Bauer im Eltzerhof am 17.10.2014

An diesem Nachmittag wollen wir der Frage „Was ist los mit den Christen?“ nachgehen. Zu uns spricht Rudolf Bauer, dessen neues Buch diese Frage zu beantworten sucht. Die anschließende Diskussionsrunde wird unser Vereinsvorsitzender Dr. Ewald Thul leiten.

Rudolf Bauer, gebürtiger Koblenzer, politischer Journalist, Beobachter der Kirchen und Buchautor (u. a. „Koblenz-so wie es war“) geht von einer Glaubenskrise aus, die vor 40 Jahren begonnen habe. Hier einige Stichworte aus seinem neuen Buch: Die kleinere Kirche zwischen Freiheit und Zaghaftigkeit – Priestermangel – Zölibat – Missbräuche – Was wissen wir von unserem Glauben? – Schwächelnde Kirchenmusik als Gradmesser – Können Christen noch protestieren? – Suche nach neuer Strahlkraft – Was jetzt nötig ist.

„Was ist los mit den Christen?“ eine Nachlese von Ewald Thul
Unter diesem Titel hat Rudolf Bauer, gebürtiger Koblenzer und ehemals Redakteur der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf, ein Buch geschrieben, das in der christlichen Gesellschaft Deutschland einiges Aufsehen erregt. Inhalte aus diesem Buch stellte der Autor am 17. Oktober 2014 im Saal des Eltzerhofs der Lesefamilie vor. Themen waren unter anderem: Pristermangel, Zölibat, die kleiner werdende Kirche zwischen Freiheit und Zaghaftigkeit, das schwindende Wissen von unserem Glauben und die Frage, ob Christen noch protestieren können, wenn beispielsweise Kruzifixe in Gerichtssälen abgehängt werden, wenn auch nur ein einziger Prozessbeteiligter dies verlangt.
Seinem spannenden Vortrag schloss sich eine äußerst lebhafte Diskussion an, die sich im Wesentlichen den Ansichten und Feststellungen Rudolf Bauers anschloss. Die Veranstaltung endete mit guten Gesprächen im Kreis der Lesefamilie, wobei ein gutes Glas Wein der Argumentation sehr behilflich war.

Anschließende Diskussion mit Rudolf Bauer.

Texte Dr. Ewald Thul

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Lese Fastnacht

Lese-Sitzung 2016

Es sind eben diese besonderen Momente … auch in einer närrischen Session in der Hochburg an Rhein und Mosel. 

Dr. Reinhard Kallenbach schreibt in der Rhein-Zeitung, dass nicht nur Knacki Deuser die Gala der Lese zur „wohl besten Sitzung im närrischen Koblenz der Saison 2016“ machte.
Die Gedanken sind frei und so konnten die Büttenredner beginnend mit Stephan Otto, dem Sitzungspräsidenten über Fritz Schopps als Rumpelstilzchen, dem Feuerwehrmann Kresse oder Volker Weininger, Mitbegründer der blauen Bütt, als alkoholisierter Sitzungspräsident vor quasi ausverkaufter Halle das Lesepublikum begeistern. Die Begeisterung war daran zu erkennen, dass bis zum letzten Redner fast alle geblieben sind und den Abend auch Beifall spendend an den Plätzen verbrachten, da ein Highlight dem anderen folgte. Im Wechsel von Showtanz und Büttenrede hatte Stephan Otto in zwischenzeitlich geübter Manier das Programm aufgebaut. Die Showgarden zeigten teilweise Leistungssport. Es waren nicht nur die traditionell zum Finale auftretenden Kölsch-Büllesheimer, sondern auch die heimischen Gruppen aus Güls, Kesselheim und Wallersheim, die die Lesebesucher begeisterten.

Neu im Programm war das Kindergardetanzpaar der Rot-Weißen-Funken, das mit seinen elf Jahren einen tollen Bühnenauftritt zustande brachte. In Ergänzung zu den Vorjahren hatte Stephan Otto „Druckluft“ engagiert, die mit zehn Herren und vier Damen das Publikum so begeisterten, dass nach mehreren Zugaben der Zeitablauf der Sitzung außer Kontrolle geraten war. Stephan Otto versprach, dass sie wiederkommen werden. Zur politischen Büttenrede schreibt Dr. Reinhard Kallenbach „in Zeiten des Zwangs zur politischen Korrektheit und der Selbstmäßigung haben Narren eine wichtige Aufgabe. Sie sind gefordert, einer Gesellschaft, die Gefahr läuft aus den Fugen zu geraten, den Spiegel vorzuhalten.“ 

Dies hat die Lese wieder einmal geboten. Wir haben das bekommen, wonach sich der freie Geist sehnt. Wer die Inhalte der Reden hören will, der soll beim nächsten Mal dabei sein. Der Humor gehört in die Rede und nicht auf diese Internetseite zum ständigen Nachlesen. Zum Abschluss der Sitzung vor dem Schängellied lud Stephan Otto zur närrischen Lese 2017 am 22. Februar ein.

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Musikalisches

Neujahrskonzert 2016

Neujahrsmatinee 2016 des katholischen Lesevereins

Danae Dörken (Klavier), Benedikt Klöckner (Violoncello) und Melanie Klöckner (Sopran) begeisterten erneut das Publikum in den Räumen des Gastgebers Mercedes-Benz.
Vor vollem Haus präsentierten Sie Werke u.a. von Respighi, Molinelli, Mendelsohn Bartholdy, Liszt uvm.

Programm:

Ottorino Respighi (1879 – 1936) Adagio con Variazioni für Violoncello und Piano
Roberto Molinelli (1963) „Twinlegends“ für Violoncello und Piano
Franz Liszt (1811 – 1886) Rigoletto Paraphrase (de Verdi) für Piano Solo
Alfredo Catalani (1854 – 1893) „Eben ne andrò lontana“ – Arie aus der Oper „La Wally“
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847) „Auf den Flügeln des Gesanges“ (Heine Lieder)
Gaetano Donizetti (1797 – 1847) Regnava nel silenzio – Arie aus „Lucia di Lammermoor“
Pause
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847) Sonate fir Violoncello und Klavier D-Dur op. 58
1. Allegretto moderato 2. Allegro 3. Recitativo – Fantasia. Moderato 4. Allegretto poco mosso

Fotos: stefan krumbhorn

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Archiv Besinnung und Glaube

Gedanken zu Weihnachten – Joseph Müller – 2015

Liehe Mitglieder, Freunde und Förderer der „Lese“

Gottes Sohn ist nicht zu Besuch gekommen, sondern will unter uns wohnen. Eine Weihnachtskarte habe ich gelesen. Es war eine Graphik: Kein Stall von Bethlehem, keine “ Heilige Nacht“, sondern eine Szene unserer Zeit: Eine vierspurige Autobahn, Autos, Stoßstange an Stoßstange. Darüber zwei große überdimensionale Hände, die vom Himmel her ein neugeborenes Kind halten und es in die hektische Betriebsamkeit senken. Und dazu der Text .. Uns ist ein Kind geboren.“
Es gibt heute viele Menschen, die sich für den religiösen Gehalt der Adventszeit und Weihnachtszeit nicht mehr interessieren. Das Christuskind ist ihnen gleichgültig, vielleicht noch eine Figur, die Kinderherzen rührt oder ein Motiv für Künstler ist. Es gibt aber auch Erwachsene, die noch irgendwie an Weihnachten glauben. die aber zugleich Angst davor haben. Meist sind es Alleinstehende und unglückliche Menschen. Sie denken an ihre Kindheit und erleben jetzt ihre gegenwärtige Situation als trostlos. Es graut ihnen vor den Feiertagen. Andere flüchten in umfangreiche Vorbereitungen: Geschenke suchen, Backen, Kochen, Karten schreiben. Sie haben keine Zeit für Stille und Nachdenken, was wesentlich ist oder nur Beiwerk.
Gott beschenkt uns! Es geht nicht zuerst um unser Gehirn, sondern um unser Herz! Nicht Mächtigen und Klugen wird .,Frieden auf Erden und große Freude“ verkündigt, sondern denen , die guten Willens sind und sich von Gott beschenken lassen.
Wir müssen unser Herz öffnen für Gottes Geschenk. Was der Mystiker Angelus Silcsinus im 17. Jahrhundert so ausdrückt: „Und wäre Christus tausendmal zu Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst doch ewiglich verloren.“ Gott schenkt uns Friede und Freude, was unsere Erwartung weit übersteigt!
Ein gnadenreiches Christfest wünscht Ihnen
.Joseph Müller, Pfarrer. i.R.
Geistlicher Beirat

Geh in den Garten am Barbaratag.
Geh zu dem kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit;
der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest, wie der Winter so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mir.
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.
(Josef Guggenmos)

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Archiv Besinnung und Glaube

Adventsbesinnung – Prälat Hans Lambert – 2015

Nach Hause finden – Prälat Hans Lambert

Die Adventsbesinnung am 12. Dezember 2015 war sehr gut besucht.
Es sprach Prälat Hans Lambert über das Thema „Nach Hause finden“

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aus dem Vereinsleben

Omnes Unum in Koblenz – 2015

Omnes Unum in Koblenz

Nach vielen Jahren fand am 14.11.2015 die Jahrestagung von Omnes Unum wieder einmal in Koblenz statt. Die Vereine aus Essen, Remscheid, Wuppertal, Trier, Neuss, Köln und Koblenz waren vertreten. Mannheim und Dortmund waren verhindert.

Die Berichte aus den Gesellschaften zeigten die Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Aktivitäten werden von Größe aber auch dem Umfeld der jeweiligen Gesellschaft bestimmt. Kulturelle und christliche Veranstaltungen, Museums- und Theaterbesuche, Ein- und Mehrtagesreisen, Wanderungen werden von den einzelnen Mitgliedern angeboten. Zwischen wenigen Veranstaltungen im Jahr und bis zu 30 für die Bürgergesellschaft Neuss bilden das breite Spektrum.

Besonderheit in Neuss ist, dass die Gesellschaft über ein eigenes Haus verfügt, in dem viele Veranstaltungen stattfinden können. Herausragend sind in Köln die Veranstaltungen zur Verleihung des Ohrenordens, in Koblenz und in Köln die Karnevalsveranstaltungen, oder auch die Konzerte, die insbesondere in Neuss und Koblenz geboten werden.

 Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag von Christoph Krepele, der sich mit den Bürgervereinen in der heutigen Zeit beschäftigte. Der Wandel der Werte wie auch der demographische Wandel führen zu einer Überalterung der Bürgervereine. Die Übersättigung mit kulturellen und anderen Veranstaltungen bei gleichzeitigem Anwachsen von social media verringern das Interesse am Vereinsleben. Man wird nicht mehr aus Tradition Mitglied. Traditionelles muss überprüft und Wertvolles weiterentwickelt werden. Der Verein darf nicht nur seine Mitglieder unterhalten, sondern die Mitglieder müssen in und für den Verein da sein. Unsere Bürgervereine bewegen sich auf einer intellektuellen Ebene und sind anspruchsvoller als Vereine, die die Kultur nicht in den Mittelpunkt stellen. Die Sehnsucht nach Gemeinsamkeit im Gegensatz zur Individualisierung bringt Menschen zusammen. Gemeinschaft, bürgerliche Werte, Kommunikation, christliche Werte seien als Stichworte genannt. Bei der Entwicklung ist es wichtig, nicht auf der Bremse zu stehen, wenn andere Gas geben und inhaltlich müssen Zeitgeistthemen in Gesprächsrunden eintreten.

Die Tradition bspw. unseres Lesevereins ist sozial, politisch, philosophisch. Musik und Lesungen sind ein wichtiger Bestandteil. Treten wir doch in die Diskussion mit Flüchtlingen ein, auch wenn diese überwiegend einen anderen kulturellen Hintergrund mitbringen, zeigen wir unsere Überzeugung als Christen und beachten wir, dass andere Religionen uns nicht als religiöse Menschen wahrnehmen, da wir zu lax mit unserer Religion umgehen. Ein Diskurs mit anderen Religionen führt zu Toleranz. Das Dreigenerationenhaus, die Generationenthemen, wie wollen wir miteinander leben, wäre ein weiterer Bereich für Diskussionen und Veranstaltungen. 

Abschließend berichtete Uwe Hartmann noch über die Notwendigkeiten des Versicherungsschutzes für Gesellschaften, der in der heutigen Zeit immer notwendiger wird, um den Vorstand der Vereine zu schützen.

Heinz-Peter Mertens

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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2015

Jahreshauptversammlung 2015 am 16. Oktober 2015 im Eltzerhof

Der gemeinsame Gottesdienst in der Basilika St. Kastor wurde von Regionaldekan Peter Bleeser zelebriert. Im Gottesdienst wurde besonders unserer im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Die anschließende Jahreshauptversammlung fand traditionsgemäß im großen Saal des Eltzerhofs statt. Die Zahl der Teilnehmer war mit insgesamt 57 Personen, davon 43 Mitglieder, wie im Vorjahr, sehr gering.

Der Vorsitzende Dr. Ewald Thul begrüßte die Anwesenden und dankte Dekan Peter Bleeser und allen Mitwirkenden für die eindrucksvolle Gestaltung des Gottesdienstes in St. Kastor. Er ging dann auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres ein und hob besonders die musikalischen Leistungen im Neujahrskonzert von Benedikt und Melanie Klöckner und Anna Fedorova hervor. Er dankte dem Sitzungspräsidenten Stephan Otto für die gelungene Karnevalssitzung, die wieder ein toller Erfolg war und Adolf Meinung für die Vorbereitung und Durchführung der Kulturfahrten in das Altmühltal und ins Siebengebirge. Der Vorsitzende gab bekannt, dass die „Lese“ zurzeit 409 Mitglieder hat. 

Es folgte der Bericht des Schatzmeisters Hans Breuer. Sein Bericht betraf das Wirtschaftsjahr 2014. Er erläuterte in übersichtlicher Weise die Ein- und Ausgaben der vier Betriebsbereiche. Die Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen.

Der Kassenprüfer Manfred Kilian bestätigte eine ordnungsgemäße und übersichtliche Kassen- und Belegführung. Die Entlastung des gesamten Vorstands erfolgte durch die Versammlung einstimmig. Durch das Ausscheiden von Heinz-Dieter Maahs und dem bisherigen geistlichen Beirat Joseph Müller waren Ergänzungswahlen zum Vorstand erforderlich geworden. Zum neuen geistlichen Beirat wurde Regionaldekan a.D. Peter Bleeser einstimmig gewählt. Als neue Beisitzer wurden Stephan Otto und Dieter Gube vorgeschlagen und einstimmig durch die Mitgliederversammlung gewählt. Sitzungspräsident Stephan Otto gab anschließend einen Bericht über die Vorbereitungen zur kommenden Karnevalssaison. Wie gewohnt, endete die Versammlung harmonisch bei Brot und Wein.

Text: Johannes Thul, Fotos: Rüdiger Brennig