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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2015 – Siebengebirge, Kloster Heisterbach und das Hennefer Ländchen

Herbstfahrt ins Siebengebirge, Kloster Heisterbach und das Hennefer Ländchen 

Der Herbstausflug der Lese führte in eine für Koblenzer eigentlich nahe und dennoch vielfach unbekannte, Gegend- in das Hennefer Land. Gleich hinter Königswinter besuchten wir die Stätte des ehemaligen Zisterzienserklosters Heisterbach.

Eindrucksvoll reckten sich die Reste der berühmten Klosterkirche gen Himmel. Markierungen am Boden ließen die einstige Größe erahnen. Nur wenige Kilometer weiter besuchten wir die St. Pankratiuskirche in Oberpleis, eine frühromanische Kirche mit vielen Schätzen.

Gegenüber vom Landhotel Süchterscheid, wo wir Mittagpause machten, steht die alt/neue Kirche zum Heiligen Kreuz.
Die jährliche Wallfahrt der Ordensritter vom Heiligen Grab, die immer am Fest Kreuzerhöhung stattfindet, sahen wir auf dem Weg nach Blankenberg, wo die zahlreichen Ordensritter ihre Wallfahrt in St. Katharina begonnen haben. St. Katharina im Umfeld der engen Altstadt, ist eine weitere Perle auf unserer Fahrt.

In Bödingen, dem nächsten Wallfahrtsort, erklärte uns Frau Severin, die uns kundig durch den Tag führte, die Tradition der vielen Wallfahrten in dieser Gegend.

Der Tag, an dem wir durch vier bisher unbekannte, aber interessante Kirchen geführt wurden, endete dann in gemütlicher Runde im Stadtweingut von Bad Hönningen.

Herbstausflug 2015

Mit herzlichen Grüßen
Der Vorstand

Text und Foto: Adolf Meinung

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2015 – ins Altmühltal

Barocke Städte und Klöster, ein großer Naturpark, der Limes und ein Urvogel im Altmühltal

Die viertägige Lesefahrt führte vom 19.-22. Juni 2015 in den Naturpark Altmühltal nach Eichstätt und in seine Umgebung.

Die Bischofs- und Domstadt ist eine der herausragenden deutschen Barockstädte mit einem wunderbar erhaltenen Stadtbild. Neben dem St. Willibaldsdom besuchten wir auch die berühmte St. Walburgkirche der Schwester des Hl. Willibald.

Im Dom konnte unser geistlicher Beistand des Katholischen Lesevereins, Pfr. i. R. Peter Bleser, im Sonntagsgottesdienst konzelebrieren. Dom Eichstätt

An die Domführung durch Dr. Braun schloß sich dann ein interessanter Besuch im Diözesanmuseum an.

Auf unserer Reise sahen wir zunächst die große markgräfliche Residenz Ansbach mit ihren 27 Prunkräumen aus der Zeit der Hohenzollern. Die nebenan stehende St. Gumbertuskirche mit der eindrucksvollen „Schwanenritterkapelle“ und ihrer herrlichen Orgel ist eine der größten protestantischen Barockkirchen in Deutschland.

Für viele Teilnehmer war es der erste Besuch in Ansbach und ebenso in der nahe gelegenen ehemaligen Klosterstadt Heilsbronn. Hier beindruckt neben der romanischen, ehemaligen Zisterzienserkirche mit ihren wertvollen gotischen Altären vor allem die fürstliche Hohenzollern-Grablege mit nahezu 300 Gräbern des Herrscherhauses in einer großen Kapelle.

Heilsbronn Hohenzollern

Den zweiten Tag widmeten wir der Donau. Zunächst folgte eine sonnige Schiffahrt von Kelheim durch das enge Durchbruchstal der Donau zum berühmten Kloster Weltenburg. Donaudurchbruch

Hier haben die Gebrüder Asam wohl eines ihrer unübertrefflichen Meisterwerke geschaffen.

Der goldene Altar, die herrlichen Stukkaturen und die Ausstattung sind mindestens so sehenswert wie die gesamte Klosteranlage direkt an der Donau.

Mit Ingolstadt besuchten wir dann die älteste bayerische Universitäts- (1472) und heutige Wissenschaftsstadt. Ingolstadt trumpft aber auch mit einer sehr lebendigen und historischen Altstadt auf, in der wir wieder eine Asamstätte, den berühmten Kollegiensaal, die heutige Kirche St. Maria Victoria, sahen, mit einem der größten barocken Deckenfresken von über 150 qm Fläche. IngolstadtMariaVictoria
Eindrucksvoll ist auch das Münster, die größte spätgotische Hallenkirche Bayerns.

Ein weiteres Juwel ist zweifellos die ehemalige pfalz-neuburgische Residenzstadt Neuburg an der Donau. Hoch über der Donau gelegen, bietet sich dem Besucher ein vorzüglich erhaltenes Stadtbild mit vielen Schönheiten.
Den Kontrast zum Barock erlebten wir in der Limesstadt Weissenburg. Ihr römisch und gotisch geprägtes Stadtbild benötigte viel mehr Zeit zum Schauen als uns zur Verfügung stand. Unser Quartier für die vier Tage hatten wir im „Hirschen“ in Eichstätter Vorort Wasserzell in einem schönen Gästehaus bezogen. Zwar war es für den Biergarten direkt an der Altmühl meist zu kühl, aber das bayerische Essen war ein guter Ausgleich.

Mit vielen neuen Impressionen aus Süddeutschland kehrten wir nach vier Tagen an den Rhein zurück, wo wir unserem Reiseleiter Adolf Meinung wieder ein Kompliment für Reiseziel und Organisation der Fahrt machen konnten.
 Eichstätt


Ihr Vorstand des Lesevereins

 

 

 


Anbei noch die Beschreibung aus dem Einladungstext:
… unser zentrales Ziel im Jahre 2015 ist die Dom- und Bischofsstadt Eichstätt im Naturpark Altmühltal. Eichstätt, eine der herausragenden deutschen Barockstädte, ist umgeben von einem der größten deutschen Naturparke, dem Altmühltal und gekrönt von der kulturell sehr bewegten Landschaft der nördlichen Donauregion, in der sich auch der vom Rhein kommende Limes schließlich als Endpunkt zu Lande an die Donau anschließt. Ein Mitstreiter des Hl. Bonifatius, der Angelsachse Willibald, gründete die Stadt und ein Missionskloster. Seit 1305 ist sie Bischofssitz. Heute beherbergt sie die einzige Katholische Universität Deutschlands.
Unsere Reise aber beginnen wir zunächst in der markgräflichen, protestantischen Rokoko-und Residenzstadt Ansbach. Hier residierten die fränkischen Hohenzollern in aller Pracht. Der hohenzollerische Prachtbau ist eines der bedeutendsten Schlösser Frankens. Direkt daneben besuchen wir die berühmte Kirche St. Gumbertus mit der Schwanenritterkapelle, dem eindrucksvollen spätgotischen Altar, der Fürstengruft und der riesigen Wiegleb-Orgel. Nur zehn Kilometer entfernt, im romanischen Zisterzienserkloster Heilsbronn, hatten die Hohenzollern über 300 Jahre lang ihre fürstliche Grablege. Die reich ausgestattete Klosterkirche wird ein weiterer Höhepunkt des Tages sein.
Dann erreichen wir unser gemütliches Landhotel, das direkt an der Altmühl gelegene Hotel „Hirschenwirt, in Eichstätt-Wasserzell. Am Abend gibt es mit einem ofenfrischen Schweinsbraten und einem köstlichen Bier die verdiente Belohnung für einen schönen ersten Reisetag der Lesefamilie.

Am Samstag erkunden wir die Landschaft der Donau. Zunächst fahren wir nach Kelheim am Zusammenfluss von Altmühl und Donau. Hier besteigen wir das Schiff, um zum berühmten barocken Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch zu gelangen. Die Gebrüder Asam haben hier eines ihrer vielen Meisterwerke geschaffen. Wir besichtigen die Kirche und bleiben anschließend zur Mittagpause im romantischen Klosterhof. Eine der interessantesten bayerischen Städte ist die wirtschaftlich (AUDI) stark aufblühende ehemalige Festungs- und seit der ersten bayerischen Universitätsgründung 1472 auch Wissenschaftsstadt Ingolstadt. Ein Stadtrundgang wird uns die imposanten Bauwerke der Stadt vorführen. 

Am Sonntag Vormittag besuchen wir zunächst den Gottesdienst im Dom zu Eichstätt. Anschließend erkunden wir die romantische Innenstadt und danach das wertvolle Domschatz-und Diözesanmuseum im Domkreuzgang, dessen Leiter uns persönlich führen wird. Nach der Mittagspause fahren wir in ein Kleinod der deutschen Städtegeschichte, in die ehemalige Residenzstadt der Fürsten zu Pfalz-Neuburg, nach Neuburg an der Donau. Ein Rundgang durch diese wunderschöne Stadt wird jedem Gast unvergessliche Erinnerungen bescheren. Am Montag tauchen wir gleich nach dem Frühstück endlich in die Urgeschichte der Region ein. Der berühmte „Archaeopteryx“, der Urvogel der Saurierzeit, wurde hier gefunden. In Solnhofen führt man uns durch diese weltweit einzigartige Fossilienschau. Danach wird es römisch. Vorbei an Ellingen mit seinem barocken Deutschordensschloss, das wir aus Zeitgründen nur von außen besuchen können, fahren wir zum einstigen Römerkastell Weissenburg am Limes. Die Mittagpause hier haben wir uns dann verdient, ehe es danach erst auf einen Stadtbummel und anschließend wieder mit Pausen auf die Heimreise an den Rhein zurück geht.
Notwendige Programmänderungen bleiben vorbehalten. Gegen 21.00 Uhr werden wir wieder in Koblenz sein, angeregt und angereichert mit vielen neuen Reiseerlebnissen aus Deutschlands Süden.

Herzliche Grüße
Ihr Adolf Meinung

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Lese Fastnacht

Lese-Sitzung 2015

Die närrische Lese 2015... mehr als nur eine Verpflichtung

Es sind eben diese besonderen Momente … auch in einer närrischen Session in der Hochburg an Rhein und Mosel. So war es auch in diesem Jahr wieder der „Lese“ vorbehalten, zum Ende einer tollen Session diese würdig abzuschließen.
Ein ausverkaufter Saal, und das ohne eine großartig angelegte Bewerbung der Veranstaltung, ist eindeutiger Beweis um den Stellenwert der Lesesitzung innerhalb der Stadt Koblenz. Um es vorweg zu nehmen, die Besucher wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.

Die Anspannung war Sitzungspräsident Stephan Otto sichtlich anzumerken. Zwar haben seine Mannen wieder in gewohnter Sorgfalt und Routine das Bühnenbild hergerichtet, aber den Saal selbst konnte die Lese in diesem Jahr erst drei Stunden vor Beginn in Beschlag nehmen. Dank eines tollen Managements und Mitarbeit von Koblenz Kongress und Einstein Gastronomie war um 18:30 Uhr alles angerichtet. Der große Saal war bereit für einen tollen Abend und der Elferrat um seinen Präsidenten Stephan Otto war es auch… und wie…

Um 20:11 Uhr war es der Präsident selbst, der mit seiner Präsidentenschelle die Gäste animierte, sich von den Plätzen zu erheben, um unter den Klängen des Musikvereins St. Servatius aus Güls, den Einmarsch des Elferrates zu begleiten. Traditionell marschierten die Gülser Freunde an der Spitze dieses Einzuges, dem sich die Showtanzgruppe der „Fidele Mädcher“ aus Wallersheim anschloss. Ein gut gelaunter Elfferrat und am Schluss der Präsident, flankiert von zwei hübschen Damen. Ein buntes Bild präsentierte sich dem Publikum auf der Bühne der närrischen Lese.

Nach der Begrüßung und der Verabschiedung der Gülser Musikanten brachten die Funny Girls & Boys der Wallersheimer Möhnen mit Ihrem Ausflug in die Galaxie den Saal zum ersten Mal zum „kochen“; wahrlich ein Glücksfall für Koblenz, dass es solchen Nachwuchs hat. Der Präsident selbst war es, der mit einem Protokoll in Reimform für den ersten von insgesamt fünf Redebeiträgen an diesem Abend den Anfang machte. Ein für seine Aufmerksamkeit bekanntes und dankbares Publikum würdigte die Leistung ihres Präsidenten mit lang anhaltendem Applaus.

Natürlich darf auch der Besuch der närrischen Regenten nicht fehlen. Prinz Eric und Confluetnia Daniela mit dem Hofstaat der Narrenzunft Gelb Rot machten Ihre Aufwartung und eroberten die Herzen der Besucher im Nu… Vom prinzenstellenden Verein war es die Tanzgarde der Gelb Roten, die mit einem weiteren Höhepunkt die Zuschauer begeisterte. „Unterwasserwelt“ war ihr Thema, was perfekt umgesetzt wurde.

Mit „Tusnelda“ von den Urmitzer Möhnen hat die Lese ihrem Ruf, auch unbekannte Redner auf der großen Bühne der Rhein-Mosel-Halle eine Chance zu bieten, Wort gehalten. Mit ihrem Redebeitrag hat Serap Boos gezeigt, dass auch im Umland von Koblenz viele Talente schlummern.

Ein wahrer Meister der alten Schule ist Werner Laube. Seit Jahren fester Bestandteil der „Närrischen Lese“ hat er als „Büttenschieber der Lese“ sein unglaubliches Können wieder unter Beweis gestellt.

Einen Besuch im Zauberwald statteten die Gülser Seemöwen ab. Mit einem atemberaubenden Showtanz setzten die Seemöwen erneut einen Glanzpunkt.

Ein absoluter Höhepunkt…Unterhaltung auf absolut höchstem Niveau…man könnte dies noch viel imposanter beschreiben, was Knacki Deuser „seinem“ Publikum wieder einmal darbot. Natürlich unter den kritischen Augen seiner Eltern, aber auch sonst merkte man Knacki Deuser an, …er fühlte sich wohl „zu Hause“ in Koblenz und die närrischen Freunde der Lese waren aus dem Häuschen.

Die Traditionsgarde der Lese, die Freunde aus Kölsch-Büllesbach, haben in diesem Jahr wieder bei ihrem „Heimspiel“ in der Rhein-Mosel-Halle ihre Ausnahmeleistungen unter Beweis gestellt. Während die großen schon seit Jahren bei der Lese zu Gast sind, hat die Lese in diesem Jahr auch die „kleinen Funken“ eingeladen, vor großem Publikum ihr Können zu zeigen. Die jungen Leute haben ihre Premiere vor großem Publikum bravourös bestanden und geben Lust auf mehr.

Es wäre ein fast perfekter Abend gewesen, wenn…ja wenn…ja wenn unser Finalredner denn pünktlich gewesen wäre… Die Roten Funken in Köln hatten ihn leider warten lassen und so war es ihm nicht möglich, pünktlich bei der Lese zu erscheinen… Grund genug, das „altgediente Leseorchester“ zu Höchstleistungen anzutreiben. In einer breiten Auswahl an Schunkelliedern wurde das Warten kurzweilig.

Und dann war ER da… ein Comedian, Unterhalter, Festredner, eben ein FACHMANN, in diesem Fall ein WERBEFACHMAN aus Köln,…
Bernd Stelter war da und enttäuschte sein Publikum nicht. Gut aufgelegt und mit einigen Zugaben begeisterte er die Lese zum Abschluss. Das Warten auf ihn hat sich gelohnt.

Das Finale mit der Hymne aller Koblenzer wurde musikalisch durch Torsten Schupp eingeläutet, bevor die närrische Lese 2015 zu Ende ging…der Dank des Publikums und die Reaktionen auf unsere Sitzungen haben uns eins auferlegt….es ist uns eine Ehre und Verpflichtung zugleich, auch am 03.02.2016 wieder zu sagen, „Bühne frei, für die Närrische Lesesitzung“.

Ihr Vorstand

Fotos: Rüdiger Brennig

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Musikalisches

Neujahrskonzert 2015

Neujahrskonzert 2015

Standing Ovations bei der Neujahrsmatinee des katholischen Lesevereins.
Anna Fedorova (Klavier), Benedikt Klöckner (Violoncello) und Melanie Klöckner (Sopran) begeisterten erneut das Publikum in den Räumen des Gastgebers Mercedes-Benz.
Vor vollem Haus präsentierten Sie Werke u.a. von Cesar Frank, Mozart, Mendelsohn Bartholdy, Bizet, Chopin und Liszt am Sonntag Vormittag.

Eine große Bandbreite der Musik wurde geboten, ob Sonate, ungarische Rhapsodie oder Arie. Zu Recht nannte Vorsitzender Dr. Ewald Thul das Konzert eine Sternstunde der Musik hier in unserem Koblenz.
Mit freundlichem Gruß
Heinz-Peter Mertens
Vorstand Leseverein

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Programm:

Cesar Frank (1822-1890)
A-Dur für Sonate für Violine und Klavier Bearbeitung für Cello und Klavier
Wolf gang Amadeus Mozart (1756-1791)
Arie aus Cosi van Tutte E amore un ladronchello
Felix Mendelsohn Bartholdy (1809-1847)
Aus dem fernöstlichen Divan / Marianne Willmer „Ach um deine feuchten Schwingen“ op.34,4
George Bizet (1838-1875) Habanera aus der Carmen
Pause
Frederic Chopin (1810-1849) Nocturne Es Dur In einer Bearbeitung für Violoncello und Piano
Franz Liszt (1811-1886) Ungarische Rhapsodie Nr. 6 in D-Dur für Piano
Gabriel Faure (1845-1924) Elegie für Cello und Piano in C-Moll op. 24
David Popper (1843-1913) Ungarische Rhapsodie für Cello und Klavier op. 68

Fotos:
stefan krumbhorn

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Archiv Besinnung und Glaube

Fastenbesinnung – Pater Dr. Albert Sieger Prior-Administrator der Abtei Maria Laach – 2015

Pater Dr. Albert Sieger Prior-Administrator der Abtei Maria Laach sprach über das Thema:
Noch 40 Tage, und Ninive ist zerstört (Jona 3,4) Gottes Barmherzigkeit und der Prophet Jona.

Pater Dr. Albert Sieger stellte der Lese in der Fastenzeit das Buche Jona vor. 40 Tage Buße und Fasten bewahrten Ninive vor Gottes Gericht.
Es geht sogar um zwei Bekehrungen.

Zunächst erhält Jona von Gott den Auftrag nach Ninive zu gehen. Er gehorcht aber nicht und reist in die entgegengesetzte Richtung versus Spanien. Jona stürzt ins Meer bei aufbäumender See und seine Rettung durch den Fisch (nachdem er im Bauch des Fisches zu Gott betet und überlebt) sind als Vorbild auf die Erlösung durch Jesus Christus aus dem Schatten des Todes zu deuten. Noch nicht völlig bekehrt, erfüllt Jona nun seinen Auftrag.

In Ninive angekommen, warnt er die Bewohner Ninives, sie mögen sich bekehren. Sie trauern und fasten 40 Tage lang und wenden damit das Gericht Gottes ab. Die Zerstörung von Ninive ist ein Hinweis auf Ostern (nach 40 Tagen Fastenzeit), dass die widergöttliche Wirklichkeit Menschen, die sich Gott versperrt, zerstört wird, führt Pater Albert aus und nennt die Vergebung für Ninive einen Hinweis auf Ostern, wo der Welt das neue Leben geschenkt wird.

Danach kommt Pater Albert zurück zu Jona, dessen Bekehrung noch nicht abgeschlossen ist, sondern der in Zorn und Bosheit verfällt, weil Gottes Gericht nicht eintritt, aber auch hier erbarmt sich Gott und lässt einen schattenspendenden Rizinusstrauch wachsen.

01 Mitnehmen dürfen wir, dass Gott uns auch unverdientermaßen immer mit seiner Güte umgibt und aus dem menschlichen Versagen seiner Boten neues Leben entstehen lässt.

Dem tiefsinnigen Vortrag folgte der gemeinsame Gottesdienst mit Pater Albert in St. Kastor und traditionell anschließend daran Agape mit Brot und Wein und intensiven Gesprächen.

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Archiv Besinnung und Glaube

Adventsbesinnung – Dr. Ulrich Offerhaus – 2014

Nikolaus von Kues – Dr. Ulrich Offerhaus

Die Adventsbesinnung am 06. Dezember 2014 durch Dr. Ulrich Offerhaus beschäftigte sich mit Nikolaus von Kues (1401 – 1464).

Dr. Ulrich Offerhaus

Drei Themen standen im Mittelpunkt:

     Nikolaus von Kues als 
     1. Reformer der Kirche
     2. Vordenker des Rechts 
     3. Vordenker der Ökumene

Nikolaus von Kues lebte in der Umbruchzeit an der Schwelle vom Mittelalter zur frühen Neuzeit. Charakterisiert war die Zeit durch Renaissance, Humanismus und in der Wirtschaft durch Einführung der kaufmännischen Buchführung und der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. 

Als Sohn eines Weinbergbesitzers und Moselschiffers in Kues an der Mosel geboren, endete seine Karriere als Kardinal und Stellvertreter des Papstes.

Ein großes Thema war die Reform der Kirche an der Spitze und an der Basis. Kritik an der Kirche und Reform an der Kirche waren die Themen seiner Zeit, um die auf den Konzilien in Konstanz und in Basel gerungen wurde.
Begonnen hat die Karriere des Juristen Nikolaus von Kues als Dekan am Stift St. Florin in Koblenz.
Nach seinen großen Auftritten auf dem Baseler Reformkonzil, wo es um die Überwindung der Kirchenspaltung ging (bis zu drei konkurrierende Päpste).
Danach begab er sich auf große Visitationsreise durch Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden. Er forderte Reformen in Kirchen, Klöstern und Stiften.
Anschließend als Kardinal und Fürstbischof im Bistum Brixen in Südtirol leitete er die Pfarrer mit hunderterlei Vorschriften zu einem gewissenhaften Dienst. Schließlich wurde er Generalvikar des Kirchenstaates (heute Kardinalstaatssekretär). In dieser Position verfasste er die „Reformatio generalis“, in der auch Papst und Kardinäle der Kontrolle von Visitatoren unterworfen werden sollten, um die Amtsführung kritisch zu durchleuchten. Entscheidungen des Papstes sollten an die Zustimmung des Bischofskollegiums gebunden sein. Durch ein ständiges Konzil soll dies gewährleistet sein. Wie wir heute wissen, scheiterte er mit diesen Gedanken, die allgegenwärtig auch heute noch modern erscheinen. 

Als Vordenker des Rechts war der ausgebildete Jurist vielfach in diplomatischen Missionen unterwegs. Seine Studien erfolgten in Heidelberg und schließlich an der bedeutenden Universität Padua. Aus der „De concordantia catholica“ zitierte er den Satz: „Denn jeder König und Kaiser hat ein öffentliches Amt wegen des öffentlichen Wohls inne.“ Das öffentliche Wohl bzw. das Gemeinwohl besteht im Frieden, dem Ziel, worauf Recht und gerechte Kriege gerichtet sind. 

Nikolaus als Vordenker der Ökumene. 
1453 eroberten die Türken Konstantinopel, was den Zusammenbruch des byzantinischen Reiches und eine starke Bedrohung der orthodoxen Kirche und Christenheit durch die muslimischen Türken bedeutete. Mit ungeheuren Massakern an den christlichen Einwohnern Konstantinopels war dies verbunden. Statt einen Kreuzzug zu planen, beschäftigte er sich in der Schrift „De pace fidei“ (der Frieden im Glauben) mit der Frage einer friedlichen Beziehung zwischen dem Christentum und den übrigen Weltreligionen.
Seine Vision eines Religionsfriedens ging weit über aktuelle Kirchenpolitik und alltägliche Reformanstrengungen hinaus. Eine Religion der Verschiedenheiten, der Mannigfaltigkeit der Bräuche war seine Zauberformel für ein Modell für eine friedliche Koexistenz unterschiedlicher Religionen und Kulturen – eine Illusion. 

Als Fazit kann festgehalten werden, dass Nikolaus von Kues seiner Zeit weit voraus war und bereits Gedanken aufgriff, die auch im Zweiten Vatikanischen Konzil 1962 – 1965 Thema waren. Heute lautet versöhnte Verschiedenheit – eine Formel der christlichen Ökumene.  

Heinz-Peter Mertens

Adventsbesinnung 2014
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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2014

Jahreshauptversammlung 2014 am 22. September 2014 im Eltzerhof

Der gemeinsame Gottesdienst in der Basilika St. Kastor wurde von Regionaldekan Peter Bleeser zelebriert. Unser Geistlicher Beirat Pfarrer Josef Müller war erkrankt. Im Gottesdienst wurde besonders unserer im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Die anschließende Jahreshauptversammlung tänd traditionsgemäß im großen Saal des Eltzerhofs statt.
Die Zahl der Teilnehmer war mit insgesamt 61 Personen, davon 41 Mitglieder, im Gegensatz zu den Vorjahren, sehr gering.

Der Vorsitzende Dr. Ewald Thul begrüßte die Anwesenden und dankte Dekan Peter Bleeser und allen Mitwirkenden für die eindrucksvolle Gestaltung des Gottesdienstes in St. Kastor. Er ging dann auf die Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres ein und hob besonders die musikalischen Leistungen im Neujahrskonzert von Benedikt und Melanie Klöckner und Anna Fedorova hervor. Er dankte dem Sitzungspräsidenten Stephan Otto für die gelungene Karnevalssitzung und Adolf Meinung für die Vorbereitung und Durchführung der Kulturfahrten nach Leipzig und Aachen. Der Vorsitzende gab bekannt, dass die „Lese“ zurzeit 425 Mitglieder hat.

Es folgte der Bericht des Schatzmeisters Heinz-Dieter Maahs. Sein Bericht betraf das Wirtschaftsjahr 2013 mit der 150 Jahrfeier des Katholischen Lesevereins. Der Schatzmeister konnte berichten, dass die angesparte Rücklage für die Jubiläumsausgaben der Lese nicht in voller Höhe in Anspruch genommen wurde und daher zum Ausgleich anderer Aufwendungen verwendet wird. Im Übrigen erläuterte er in übersichtlicher Weise die Ein- und Ausgaben der vier Betriebsbereiche. Die Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen.

Auch die Kassenprüfer Heinz Adams und Manfred Kilian bestätigten eine ordnungsgemäße und übersichtliche Kassen- und Belegführung. Die Entlastung des gesamten Vorstands erfolgte durch die Versammlung einstimmig.

Sitzungspräsident Stephan Otto gab anschließend einen Bericht über die Vorbereitungen zur kommenden Karnevalssaison.

Wie gewohnt, endete die Versammlung harmonisch bei Brot und Wein.

Text: Heinz-Dieter Maahs, Fotos: S.Krumbhorn

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Lesefahrt 2014 – Aachen zur Karlsausstellung

Herbstfahrt 2014 nach Aachen zur Karlsausstellung

In diesem Jahr führte unser Tagesausflug unter Leitung vom stellvertretenden Vorstand Manfred Diehl im September zur Karlausstellung in Aachen.

Drei Ausstellungen im Krönungssaal des Ratshauses, in der Schatzkammer des Domes und geführt im Centre Charlemagne standen am Morgen auf dem Programm. Nach der Mittagspause hatte unser Vorstandsmitglied Heinz-Peter Mertens eine Stadtführung durch die Geographen Professor Dr. Axel Wieger und seiner frau Liesel Wieger-Schlungs organisiert. Intensive Eindrücke wurden uns sowohl in den Ausstellungen als auch in der Stadtführung vermittelt. So tiefe Eindrücke von der Stadt meiner Studienjahre hatte ich vorher nie bekommen.
Abgerundet wurde die Reise durch ein gemeinsames Mahl im Restaurant Bismarckturm.

Heinz-Peter Mertens

Text: Heinz-Peter Mertens

Fotos: Manfred Diehl

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2014 – nach Leipzig, Naumburg und ins Muldetal

Frühjahrsfahrt nach Leipzig, Naumburg und ins Muldetal

Am Morgen des 23. Mai brach bei sonnigem Wetter die Lesefamilie zu ihrer großen Jahresfahrt auf. Gegen Mittag legten wir eine Pause in der Wartburg-Stadt Eisenach ein. Weiter ging es in die nahe gelegene Stadt Waltershausen. Wir besuchten die Residenzkirche (erbaut 1723). Sie war das Modell, nach welchem die Dresdner Frauenkirche entstand. Auf der 1741 fertiggestellten Trost-Orgel, der größten Orgel der Bachzeit, spielte uns der Kantor Theophil Heinke Werke von Johann Sebastian Bach vor: ein erhebendes Erlebnis!

Die Reise ging weiter nach Lützen zur Gustav-Adolf-Gedächtniskirche. Am Samstag erkundeten wir zu Fuß die wieder erstandene Leipziger Innenstadt, ihre Plätze und Kirchen, wie beispielsweise die Nikolaikirche, bekannt als Treffpunkt der Oppositionellen in der Wendezeit 1988/89. Dem Völkerschlachtdenkmal galt ein kurzer Besuch. Im Auerbachs Keller in der Mädler-Passage waren wir mehr schlecht als recht zum Abendessen.

Der Sonntag führte uns nach Grimma an der Mulde, wo wir Gottesdienst feierten. Dann ging es durch die Altstadt und zu der nach dem Hochwasser 2002 wieder aufgebauten Pöppelmannbrücke. Am Schloss Colditz, bekannt im 2. Weltkrieg als Gefängnis für alliierte Offiziere und deren Fluchtversuche, vorbei fuhren wir zum kürzlich wiederentstandenen Benediktinerkloster in Wechselburg und besuchten dort die älteste romanische, aus dem 12. Jahrhundert stammende, Kirche Sachsens.

Auf der Fahrt zurück nach Leipzig erlebten wir noch etwas von der langsam zu Ende gehenden mitteldeutschen Braunkohleindustrie, die sich zu einer Seen- und Erholungslandschaft entwickelt.
Am Montagmorgen führte uns der Weg nach Naumburg, der berühmten Dom- und Weinstadt, wo wir „Uta und Ekkehard“, dem sogenannten Stifterpaar, und vielen weiteren Schätzen des hohen Mittelalters einen Besuch abstatteten.
Nach der Mittagspause in der Naumburger Altstadt ging es weiter nach Schloss Molsdorf bei Erfurt, wo wir zum Abschluss in der „Guten Quelle“ eine reichhaltige Thüringer Küchentafel genossen haben.
Wohlbehalten und mit frohen Erinnerungen gelangten wir wieder in unsere Vaterstadt Koblenz.

Der Bericht soll nicht schließen ohne einen herzlichen Dank an unseren Vereinsfreund Adolf Meinung, der diese Reise mit der gewohnten Akribie geplant und geleitet hat.

Ihr Ewald Thul

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Archiv Besinnung und Glaube

Fastenbesinnung – Dominikaner Professor Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels – 2014

Ordnung und Moral der Wirtschaft – Dominikaner Professor Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels 

Zu diesem Thema sprach am 29. März 2014 der Dominikaner Professor Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels im Rahmen des Besinnungstages der »Lese« in der Fastenzeit.
Professor Ockenfels, auf diesem Feld einer der kompetentesten Kenner der Szene, zeigte auf, welche Probleme in einer Zeit wirtschaftlicher Wandlungen verschärft auftreten und wie man ihnen sozialverträglich begegnen kann.

Nach dem Gottesdienst in der Basilika St. Kastor war noch hinreichend Zeit, bei Brot
und Wein mit dem Referenten das Thema aus den eigenen Erfahrungen heraus zu vertiefen.

Ewald Thul