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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2018 – in die Ardennen

Die Lesefahrt 2018 führte in die Ardennen

Die große Lesefahrt 2018 startete mit etwa 35 Personen vom 15. bis 18. Juni erstmals in die Ardennen, in das große Waldgebiet und seine reiche Kulturlandschaft im Westen von Rheinland-Pfalz.
Begonnen hat die Lesereise in Lüttich mit ihren acht Jahrhunderten Tradition als Fürstbistum. Heute ist sie eine Stadt der Zukunft. Dafür steht symbolisch der vom Spanier Calatrava erbaute moderne TGV-Bahnhof.
Von Lüttich aus fuhren wir zum prächtigen Jagd-Schloss Modave (ehem. Burg aus dem 12. Jh.), das hoch über dem Tal des Hoyoux mit wundervollem Blick auf die Umgebung thront. In der kleinen Stadt Barvaux sur Ourthe blieben wir drei Nächte im Hotel Azur en Ardenne.
Unweit vom Hotel besuchten wir die kleinste Stadt Belgiens, Durbuy. Die Festungsstadt Dinant im engen Tal der Maas mit ihrer trotz vieler Kriegsverletzungen eindrucksvollen Stiftskirche Notre Dame (Kollegialkirche) war unser nächstes Ziel. In der Festung auf dem Berg erlebten wir Irrsinn der Kriege. In den herrlichen Gartenanlagen von Annevoie, direkt am Ufer der Maas gelegen, harmonieren dagegen Pracht und Würde des französischen Gartenbaus mit der Romantik englischer und dem Raffinement italienischer Gärten.
Am Nachmittag besuchen wir dann noch das aktive Benediktiner-Kloster Maredsous nahe Namur. Getreu dem Benediktiner-Motto „Ora et Labora“ brauen die Mönche hier ein erstklassiges Bier und produzieren wunderbaren Käse. Wir probierten natürlich beides.
Am Sonntag ging es nach Frankreich, und zwar zunächst in die französische Ardennen-Hauptstadt Charleville-Meziéres mit der berühmten Place Ducale. Anschließend erlebten wir die größte und sehenswerte Burganlage in Frankreich, die Burg Sedan und die zu ihren Füßen liegende kleine Stadt
Am letzten Tag unserer Reise, starteten wir mit einem Besuch der steinzeitlichen Grotten von Remouchamps im Tal der Amblève mit ihren fantastischen Tropfstein- und Kristallformationen, ehe wir zu den abschließenden Besuchen in Spa und in Stavelot aufbrachen. Das Casino von Spa ist das älteste der Welt, sein Mineralwasser trinkt man in aller Welt und Auto-Fans der Formel 1 -Rennstrecke Spa-Francorchamps kommen aus aller Welt. Die ehemalige Reichsabtei zu-Stavelot (seit 648) und die Fachwerksgässchen luden zum Bummeln ein. Auch Karl der Grosse soll sich hier aufgehalten haben. Weihnachten 1944 tobten hier die Kämpfe der Ardennen-Offensive. Das vielseitige Ardennenprogramm zeigte uns allen, welche großen Schätze sich in unserer Nähe befinden und immer eine Reise wert sind.
Adolf Meinung

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Archiv Lesungen und Lesefahrten

Lesung 2018 – Löwenherz auf Burg Trifels

Löwenherz auf Burg Trifels

Der zweite Vortrag von Alexander Thon M.A., Lahnstein behandelte das Thema:

Die Gefangenschaft König Richards I. „Löwenherz“ von England auf Burg Trifels 1193 / 1194

Es ist eines der spektakulärsten Ereignisse des gesamten Mittelalters. Auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug (1189-1192) wird der englische König Richard I., genannt Löwenherz, am 21. Dezember 1192 in der Nähe von Wien trotz Verkleidung erkannt und von Soldaten Herzog Leopolds V. von Österreich gefangengenommen. Hintergrund war das äußerst ungeschickte Verhalten Richards, der es vor und während dem Kreuzzug verstanden hatte, sowohl den französischen König als auch den römisch-deutschen Kaiser und eben auch den österreichischen Herzog gegen sich aufzubringen. Nichtsdestoweniger war es ein veritabler Skandal: Ein Pilger auf der Rückkehr aus dem Heiligen Land stand unter dem Schutz der Kirche und durfte nicht belangt werden. Dennoch ließ Leopold V. den englischen Herrscher auf Burg Dürnstein arretieren und lieferte ihn schließlich nach längeren Verhandlungen am 23. März 1193 in Speyer an Kaiser Heinrich VI. aus.

Froh über den prominenten Gefangenen, der ihm ein politisches Faustpfand gegen die oppositionellen deutschen Reichsfürsten verschafft, lässt Heinrich VI. den König von England in der Folgezeit für mehr als zehn Monate an verschiedenen Orten im römisch-deutschen Reich auf ehrenvolle Weise festhalten, namentlich in Speyer, Hagenau, Worms, Mainz und auf Burg Trifels. Angesichts nur sehr weniger aussagekräftiger Schriftquellen war bisher sehr umstritten, wie lange Richard sich an den einzelnen Orten aufgehalten hat. Der sensationelle Fund einer bisher für diese Frage unbekannten kurzen Chronik eines namentlich nicht überlieferten Mönchs aus der Benediktinerabtei Weingarten noch aus den späten 1190er Jahren bringt nun Licht in das bisherige Dunkel: Demnach verbrachte König Richard „fast ein ganzes Jahr“ auf Burg Trifels, bevor er am 4. März 1194 in Mainz freigelassen wurde. Diese einzigartige und äußerst glaubwürdige Quelle hat zukünftig die als die wichtigste Aussage eines Zeitgenossen zur Gefangenschaft Richards I. „Löwenherz“ zu gelten.

Als Autor des gerade erschienenen Buches gab Thon sich kenntnisreich in vielen Details der Burganlagen. Er empfahl Gelegenheiten zu nutzen die Burgen selbst zu besuchen und auf sich wirken zu lassen. 

 

Alexander Thon M.A. widmet sich der Erforschung der Landesgeschichte. Er hat mehr als 170 Publikationen, insbesondere zu Burgen, Kirchen und Denkmälern veröffentlicht. Darunter auch eines zum Königsstuhl in Rhens.

Heinz-Peter Mertens

Fotos: Krumbhorn

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Lesebriefe_Texte

Frühlingsfest 2018

Frühlingsfest 2018

Zum zweiten Mal veranstaltete die Lese ein Frühlingsfest. Diesmal in Diehls Hotel in Ehrenbreitstein.
Auch in diesem Jahr wurden wir von Hans-Jürgen Weiler musikalisch begleitet. Daneben wurden wir durch zwei junge Künstlerinnen der Musikschule am Abend sängerisch unterhalten.
Wir konnten Gäste aus Japan und Australien, die unser Mitglied Gerhard Gareis mitgebracht hatte, begrüßen. Der Abend bot Gelegenheit zu vielen Gespräch und zum gegenseitigen Kennenlernen. Bei guter Unterhaltung wurde hiervon umfangreich Gebrauch gemacht.
Das Fest empfahl sich zur Wiederholung im nächsten Jahr in der Hoffnung, dass eine größere Anzahl von Mitgliedern und Freunden dabei sein wird.
gez. Heinz-Peter Mertens

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Besinnung und Glaube

Fastenbesinnung – Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels 2018

»Freiheit, die ich meine« mit Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels

Fastenbesinnung mit Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels am 17. März 2018 in der City-Kirche
Der Besinnungsnachmittag war ein großer Erfolg. Über 100 Mitglieder und Gäste kamen in die City-Kirche zum Vortrag von Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels, einem der profiliertesten Theologen Deutschlands.

Sein Vortrag stand unter der Überschrift »Freiheit, die ich meine«.
Mit seiner unnachahmlichen Rhetorik begeisterte er uns mit seinen Ausführungen, die zum Abschluss mit langanhaltendem Applaus bedacht wurden.

Danach trafen wir uns zum Kaffee im Cafe im Rathaus.
Nach dem anschließenden Gottesdienst kamen wir dann noch bei Wein und Brot in der DRK-Begegnungsstätte zu guten Gesprächen und musikalischer Umrahmung zusammen.

Nachfolgend ein Auszug aus seinem Vortrag:
Die »Freiheit, die ich meine, die mein Herz erfüllt« wird nach einem alten deutschen Volkslied heute noch besungen.
Sie scheint aber einigermaßen gefährdet zu sein. Und das nicht nur in der Gegenwart, sondern wohl zu allen Zeiten, an die wir uns erinnern lassen. Etwa zum Jubiläum der „Magna Charta Libertatum“ von 1215, in der die Freiheit bereits im Plural erscheint, nämlich als die Freiheitsrechte von bereits Freien, die sich die Unterdrückung vonseiten des Königs nicht mehr länger gefallen lassen wollten.
Inzwischen kommt einem der altehrwürdige Begriff der Freiheit wie eine leere Hülse vor, die sich mit allerlei unterschiedlichen und einander konkurrierenden Inhalten füllen läßt. Wie andere klassisch-universale Großbegriffe, also etwa Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden, hat er seine Dignität weithin eingebüßt, und ist wohl auch deshalb zu einer gefährlichen Phrase degeneriert, weil er allzu oft umgedeutet und mißbraucht worden ist. Relativ harmlos sind noch Wortgebilde wie „Beinfreiheit“, die für deutsche Autofahrer besonders wichtig zu sein scheint, und die „Große Freiheit“, nach der in Hamburg eine Seitenstraße zur Reeperbahn benannt ist. Eine öffentliche Gefahr geht hingegen von jener politischen Propaganda aus, die mit dem Freiheitsbegriff Schindluder treibt und ihn zur Camouflage freiheitsberaubender Bestrebungen benutzt. Für totalitäre Bewegungen und Systeme bezeichnend ist die Verheißung von Freiheit und Befreiung, eine verführerische Rhetorik, die von Nationalsozialisten und Kommunisten erfolgreich angewandt wurde. Die säkulare Verheißung eines „Tausendjährigen Reiches“ endete bekanntlich in einer völkermörderischen Katastrophe, und das marxistische „Reich der Freiheit“ entpuppte sich als eine neue Form der Sklaverei.
Diese „Gefährliche Erinnerung“ an das 20. Jahrhundert heute noch ins Feld zu führen, wird von vielen Zeitgenossen als anachronistische Warnung, als Produkt einer pessimistisch-reaktionären Unheilsphantasie wahrgenommen. Und in der Tat verfehlt die Beschwörung vergangener Freiheitsbedrohungen oft ihren pädagogischen Zweck, weil die Imperative „Nie wieder!“ oder „Wehret den Anfängen!“ heute auf ganz andere Situationen, Vorstellungen und Mentalitäten stoßen, die einen kurzschlüssigen Vergleich mit den Verhältnissen des vorigen Jahrhunderts kaum zulassen. Immerhin leben wir in einem freien wiedervereinigten Deutschland, eingebettet in Europa, im „freien Westen“ also mit der Schutzmacht der USA im Rücken, deren Symbol die Freiheitsstatue, und deren Dollarmünze die Aufschrift „Liberty“ und „In God we trust“ trägt.
Wir genießen wohlstandsgesättigt jenen Pluralismus, den der „westliche“ Individualismus hervorgebracht hat, und der die Parole „Du darfst!“ nicht nur in konsumistischer, sondern auch in politisch-rechtlicher Hinsicht reklamiert. Aber mit dem liberalen Gebot „Du darfst!“ verbindet sich zunehmend das freiheitseinschränkende moralisch-rechtliche Verbot des „Du darfst nicht!“ „Du darfst“ bespielsweise ungeborene Kinder und vielleicht auch alte und schwerkranke Menschen töten. Aber dies zu verbieten steht Dir nicht zu. Hier deutet sich inhaltlich bereits ein Kontrast an, der die „westliche“ Zivilisation von jener des jüdisch-christlichen Abendlandes unterscheidet, das in den Zehn Geboten seine normative Begründung und Begrenzung der Freiheit fand.

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Lese Fastnacht

Lese-Sitzung 2018

Tradition (er)leben - Die närrische Lese-Sitzung 2018

Es sind eben diese besonderen Momente … auch in einer närrischen Session in der Hochburg an Rhein und Mosel. Diese Beschreibung der vergangenen Jahre passte auch in 2018 wieder.
Die Anspannung war Sitzungspräsident Stephan Otto sichtlich anzumerken. Der routinierte Präsident war zurück nach seiner Zwangspause im letzten Jahr. Der große Saal war bereit für einen tollen Abend und der Elferrat um seinen Präsidenten Stephan Otto war es auch… und wie…

Um 20:00 Uhr öffnete sich der Vorhang und die Showtanzgruppe der Kapuzemänner aus Kesselheim eröffnete einen Abend der Spitzenklasse. Ein toller Beginn und eine tolle Überleitung zum Einmarsch des Elferrates. Traditionell marschierten die Gülser Freunde des Musikvereins St. Servatius an der Spitze dieses Einzuges, dem sich die Showtanzgruppe der „Fidele Mädcher“ aus Wallersheim anschloss. Ein gut gelaunter Elfferrat und am Schluss der Präsident, flankiert von zwei hübschen Damen. Bunt wie das Programm, so präsentierte sich die Einmarschformation auf der Bühne.
Nach der Begrüßung und der Verabschiedung der Gülser Musikanten brachten die Funny Girls & Boys der Wallersheimer Möhnen mit Ihrem Auftritt den Saal zum ersten Mal zum „kochen“; wahrlich ein Glücksfall für Koblenz, dass es solchen Nachwuchs hat. Lese-Urgestein Dr. Albin Lütke war es vorbehalten, mit seinem Protokoll das Eis zu brechen. Ein gelungener Auftakt des Rednerreigens. Natürlich darf auch der Besuch der närrischen Regenten nicht fehlen. Prinz Marcel und Confluetnia Rebecca mit dem Hofstaat des Närrischen Corps machten Ihre Aufwartung und eroberten die Herzen der Besucher im Nu… Was einen richtigen Präsidenten ausmacht, das konnten die Besucher unserer Sitzung von Volker Weininger erfahren. Der Wortakrobat in seiner Paraderolle hat mittlerweile ein Heimspiel.
Mit seinem musikalischen Beitrag wartete Tino Seelbach auf.
Ein wahrer Meister der alten Schule ist Willibert Pauels – de Bergische Jung – ein fesselnder und humoristischer Beitrag auf allerhöchstem Niveau.
Die Traditionsgarde der Lese, die Freunde aus Kölsch-Büllesbach, haben in diesem Jahr wieder bei ihrem „Heimspiel“ in der Rhein-Mosel-Halle ihre Ausnahmeleistungen unter Beweis gestellt. Kommandeur Patrick Solscheid und seine Truppe sind der Garant für Gardetanz der Meisterklasse.
Ein weiterer Höhepunkt und Premiere zugleich…Unterhaltung auf absolut höchstem Niveau…Klaus und Willi, ein Bauchrednerpaar der ganz besonderen Klasse zeigten eindrucksvoll, dass diese Art des Vortrages auch eine Zukunft bei der närrischen Lese haben kann.
Das Koblenz wahrlich kein tänzerisches Problem hat, dass zeigte die Showtanzgruppe des NCW mit seiner Darbietung der Spitzenklasse.
Zum Rednerfinale eine weitere Premiere – Dr. Oliver Tissot, ein Vortragstalent aus dem Frankenland haben wir eingeladen. Nicht nur die Art seines Vortrages verblüffte alle im Saal, sondern seine exzellente Vorbereitung mit fundamentalem Wissen aus und um Koblenz. Danke lieber Oliver Tissot…

Mit ihrem karnevalistischen „Rund-um-Schlag“ begeisterten uns die Botzedresse mit einem tollen musikalischen Beitrag.
Das Finale mit der Hymne aller Koblenzer wurde musikalisch durch Torsten Schupp eingeläutet, bevor die närrische Lese 2018 zu Ende ging…Danke an das beste Publikum der Welt.. es ist uns eine Ehre und Verpflichtung zugleich, auch am 27.02.2019 wieder dafür zu sorgen, dass es am Ende heißt…“et wor widder scheen gewese – en dä goode ahle Lese“

Text: Stephan Otto
Fotos: Jenni Otto

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Musikalisches

Neujahrskonzert 2018

Neujahrskonzert 2018

Grandiose Klänge beim Neujahrskonzert des katholischen Lesevereins am 07.01.2018 mit den Weltstars Anna Fedorova und Benedict Kloeckner im Foyer der Sparkasse Koblenz:

Erneut Standing Ovations beim Neujahrskonzert des katholischen Lesevereins. Anna Fedorova (Klavier), Benedikt Kloeckner (Violoncello), Melanie Klöckner (Sopran) und Benjamin Feilmair (Klarinette) begeisterten das Publikum in den Räumen des Gastgebers, der Sparkasse Koblenz.
Vor vollem Haus präsentierten Sie am Sonntagvormittag ein grandioses Klassikprogramm.
Benedict Klöckner verstand es großartig sein Cello liebevoll zu Höchstleistungen zu ermutigen und somit die reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten und seine unüberhörbare Nähe zur menschlichen Stimme auszuspielen.
Es war faszinierend wie traumwandlerisch sicher er auf dem Griffbrett seines Instruments unterwegs ist und wie leichthin und virtuos er den Bogen singen lässt.
Mit seiner kongenialen Partnerin Anna Fedorova entführte er in höchste Sphären der musikalischen Erlebniswelt. Ihre Hände wirbeln über die Tasten, streicheln sie und entlocken ihnen souverän den gewünschten Klang.
Beide Künstler finden zu einem wahren Klanggemälde zusammen, zu einem dicht und filigran verflochtenen Notenteppich. Anna Fedorova dokumentierte höchst eindrucksvoll, weshalb sie weltweit als Klassikstar gefeiert wird und sie eine millionenfache Fangemeinde auf dem beliebten Video Kanal „You Tube“ hat.
Perlengleiche Töne, selbstverständliche Virtuosität und hinreißende Ausdruckskraft kennzeichneten ihr Spiel.

Melanie Köckner und Benjamin Feilmair rundeten mit ihren Beiträgen das Programm eindrucksvoll ab. Heinz-Peter Mertens bedankte sich bei den Künstlern für die großartige Musikdarbietung.

Ein herzlicher Dank galt auch der Sparkasse Koblenz für deren großartige Unterstützung. Wir erlebten wahrlich wieder eine Sternstunde der Musik und damit einen gelungen Start in das Neue Jahr.
Text: Johannes Thul

Grandiose Klänge beim 21. Neujahrskonzert des katholischen Lesevereins am 11.01.2015 mit Anna Fedorova und Benedict Klöckner
Standing Ovations gab es bei dem beliebten Neujahrskonzert des katholischen Lesevereins in den Räumen von Mercedes Benz. Anna Fedorova (Klavier), Benedict Klöckner (Violoncello) und Melanie Klöckner (Sopran) präsentierten vor vollem Haus ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm mit Werken von César Franck, Mozart, Mendelsohn Bartholdy, Bizet, Chopin und Liszt.
Schon César Francks „Sonate für Violoncello und Klavier A-dur“ geriet zu einer grandiosen Vorstellung musikalischen Wirkens. Benedict Klöckner verstand es großartig sein Cello liebevoll zu Höchstleistungen zu ermutigen und somit die reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten und seine unüberhörbare Nähe zur menschlichen Stimme auszuspielen. Es war faszinierend wie traumwandlerisch sicher er auf dem Griffbrett seines Instruments unterwegs ist und wie leichthin und virtuos er den Bogen singen lässt, Mit seiner kongenialen Partnerin Anna Fedorova entführte er in höchste Sphären der musikalischen Erlebniswelt. Sie steht ihm in nichts nach, ihre Hände wirbeln über die Tasten, streicheln sie und entlocken ihnen souverän den gewünschten Klang. Beide Künstler finden zu einem wahren Klanggemälde zusammen, zu einem dicht und filigran verflochtenen Notenteppich. Als dritte im Bund präsentierte sich vor der Pause mit schöner Sopranstimme Melanie Klöckner mit Mozarts „Cosi van Tutte“ und der Arie „E amore un landronchello“ und von George Bizet die „Habanera aus der Carmen“. Die große Dramatik vermochte sie bravourös und ausdrucksstark zu interpretieren. Anrührend und mit einer gehörigen Portion Anmut und Charme gelang ihr auch Mendelssohns Lied „Ach um deine feuchten Schwingen“ aus dem fernöstlichen Divan. Anna Fedorova war ihr dabei ein einfühlsamer und in sich ruhender dezenter musikalischer Partner. Mit der „Ungarischen Rhapsodie Nr.6“ von Franz Liszt dokumentierte Anna Fedorova nach der Pause höchst eindrucksvoll weshalb sie weltweit als Klassikstar gefeiert wird, und weshalb sie eine millionenfache Fangemeinde auf dem beliebten Video Kanal „You Tube“ hat. Perlengleiche Töne, selbstverständliche Virtuosität und hinreißende Ausdruckskraft kennzeichneten ihr Solospiel. In Gabriel Faurés „Elegie C-Moll“ und den „Fantasiestücken“ von Robert Schumann gingen die beiden Musiker dann wieder eine innige Beziehung ein und fügten sich zu einem überzeugenden Erlebnis im „Traumreich der Poesie“ wie es Heinrich Heine einst formulierte. Atemberaubend und fesselnd schließlich die „Ungarische Rhapsodie von Popper“ die durch das makellose, immer wiederhohes Tempo fordernde Spiel das Publikum zu Standing Ovations und Bravorufen animierte. Die furiose Zugabe von Paganinis „Variationen auf einer Saite“ aus der Moses Phantasie war schließlich das Sahnehäubchen des rundum gelungenen Neujahrskonzerts 2015 und damit wieder ein zauberhafter Start ins Neue Jahr. Das Publikum folgte nur zu gerne der Einladung des Vorsitzenden Dr. Ewald Thul zu einem guten Glas Wein und anregenden Gesprächen.

Text: Dr. Ewald Thul;
Fotos: Stefan Krumbhorn

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aus dem Vereinsleben

Mitgliederversammlung 2017

Jahreshauptversammlung 2017 am 20. Oktober 2017 im Eltzerhof

Dieses Jahr zelebrierte die Heilige Messe in der City-Kirche unser geistlicher Beirat, Regionaldekan a.D. Peter Bleeser. Im Verlauf des Gottesdienstes wurde der im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht.

Danach fanden sich 41 stimmberechtigte Mitglieder und 8 Gäste im großen Saal des Eltzerhofes ein. Der Vorsitzende, Heinz-Peter Mertens, begrüßte die Gäste und Mitglieder und dankte unserem geistlichen Beirat Peter Bleeser sowie unserem Mitglied Jürgen Strohe für die Gestaltung des Gottesdienstes.

Der Vorsitzende erstattete seinen Rechenschaftsbericht. Dieser bestand im Wesentlichen auf der Rückschau auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres und eine Vorschau auf die kommenden Veranstaltungen. Hierbei hob er besonders den Neujahrsempfang mit den Künstlern Benedict Klöckner und Anna Fedorova hervor. Das kommende Neujahrskonzert wird am 07.01.2018 wieder in der Hauptstelle der Sparkasse Koblenz stattfinden. Ferner lobte er die Karnevalsitzung unter Leitung des Sitzungspräsidenten Hermann Josef Bretz, die vor vollbesetzter Rhein-Mosel-Halle stattfand und ein großer Erfolg war. Für die Adventbesinnung am Samstag, 09.12.2017 steht als Referent Pater Dr. Entrich zur Verfügung. Nach der Begrüßung neuer anwesender Mitglieder gab er bekannt, dass der Leseverein aktuell 385 Mitglieder hat.

Der bisherige Schatzmeister Hans Breuer erstattete den Rechenschaftsbericht für das Wirtschaftsjahr 2016. Er erläuterte in übersichtlicher Weise die Ein- und Ausgaben der vier Vereinsbereiche. Seine Ausführungen wurden mit Beifall aufgenommen.

Herr Jürgen Strohe wurde als neuer Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Frau Monika Artz erstattete den Bericht der Kassenprüfer und bestätigte eine ordnungsgemäße und übersichtliche Kassen- und Belegführung. Frau Artz beantragte die Entlastung des Vorstandes. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig, bei Enthaltung der Betroffenen, die Entlastung des Vorstandes.

Es wurde eine Änderung hinsichtlich des Mitgliedsbeitrages beschlossen. Der Beitrag erhöht sich ab dem Kalenderjahr 2018 von bisher 25,–€ auf 30,–€. Wenn beide (Ehe-) Partner Vollmitglied werden wollen beträgt der Beitrag ab 2018: 40,–€.

Der Vorschlag des Vorstandes auf eine freiere Gestaltung der Anlagestrategien wurde abgelehnt.

Der Vorsitzende bat, soweit noch nicht geschehen, um die Überlassung der E-Mail-Anschriften der Mitglieder. Die Mitglieder, die bereits Nachrichten per E-Mail vom Vorsitzenden erhalten haben, sind registriert.

Wie gewohnt, endete die Versammlung harmonisch bei Brot und Wein.

Fotos: Stefan Krumbhorn

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Archiv Erinnerungen

In Erinnerung an Gerhard Genzler – 2017

In Erinnerung an Gerhard Genzler

Am 31. Oktober 2017 starb Gerhard Genzler, Ehrenmitglied des Katholischen Lesevereins, im Alter von 93 Jahren. Im Jahre 1955 trat er unserem Verein bei und engagierte sich von Anfang an im Veranstaltungsausschuß, der sich in besonderer Weise der karnevalistischen Tradition der „Lese“ verpflichtet fühlt. Neben seiner Mitgliedschaft im Elferrat widmete er sich in besonderer Weise der Herstellung des „Lese-Ordens“, die in froher Runde in seiner Wohnung mit Unterstützung der Elferratsmitglieder stattfand. Auch sorgte er sich über Jahre hinweg um den Lese-Brief, der eine nicht unwichtige Quelle der Koblenzer Nachkriegsgeschichte ist. In seiner Neuendorfer Heimatgemeinde war Gerhard unersetzlich. Er kümmerte sich um den Pfarrbrief, um die kranken Gemeindemitglieder, die er besuchte und die Krankenkommunion brachte. Und in mancher Wohnung brennt noch eine  Kerze, die er in kunstvoller Weise geschaffen hatte. Wir werden Gerhard nicht vergessen. Ewald Thul
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Archiv Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2017 – Herbstfahrt in den Naturpark Nordeifel

Herbstfahrt - Tagesausflug in den Naturpark Nordeifel 

Herbstfahrt_2017

Der Herbstausflug 2017 des Lesevereins führte uns in das Freilichtmuseum Kommern und in die Stadt Bad Münstereifel bei herbstlichem Wetter. Das heute 60-jährige Freilichtmuseum Kommern umfasst überwiegend Bauernhäuser aus der Zeit von 1750 bis 1920 und zeigt uns das Leben drei bis acht Generation voraus. Wir sehen dabei auch, wie sich unsere Heimat verändert hat in der Art des Lebens und in der Zusammensetzung der Bevölkerung. Es ist keine 150 Jahre her, dass unsere Vorfahren aus Not in die Fremde zogen und ihr Heil in Übersee suchten – ähnlich wie Flüchtlinge heute aus anderen Teilen der Welt nach Europa drängen.

60 Jahre Freilichtmuseum zeigen aber auch die Vergänglichkeit: Häuser, die vom Niederrhein bis zum Westerwald und Hunsrück dort aufgestellt sind, nachdem sie zuvor vor Ort abgebaut wurden, bedürfen ständiger Renovierung. Alles wandelt sich und alles, was der Mensch schafft, ist vergänglich. Eine vor 15 Jahren geschaffene Ausstellung zeigt darüberhinaus die Entwicklung bis 1945 von der Zeit Napoleons bis zum Ende des 2. Weltkrieges.

Anschließend ging es nach Bad Münstereifel, einer Stadt mit langer Tradition an der Erft, die sich dadurch auszeichnet, ein Factory-Outlet-Center in die Stadt geholt zu haben. 30 Anbieter sind neben den städtischen Anbietern dort angesiedelt und führten am Samstag zu einer belebten Innenstadt. Optisch konnte die Fachwerkstruktur der Stadt dadurch erhalten und genutzt werden, zumindest was die Schokoladenseite der Häuser angeht. Die Nutzung der Obergeschosse ist jedoch nicht mehr möglich, da deutsche Vorschriften – insbesondere des Brandschutzes – faktisch eine Nutzung verhindern. Die Fremdenführer führten uns durch diese historische Stadt, die zu den wenigen gehört, die noch von einer vollständigen Stadtmauer umgeben sind.

Den Abschluss unserer Fahrt bildete Mendig, wo wir in der Vulkan-Brauerei bei Speis und Trank unsere Gedanken austauschen konnten. Die Planung von Adolf Meinung war ein weiteres Mal gelungen und wir können uns schon auf seine weiteren Vorschläge für neue Reisen freuen.
Ihr Heinz-Peter Mertens

Sieh, das Gute liegt so nah` 
Ein weiterer Erlebnisbericht von Adolf Meinung

Man muß nicht immer weit fahren, um Neues zu entdecken. Unser Ziel am 9. September war zunächst das Rheinische Landschaftsmuseum in Kommern bei Mechernich. Gleich hinter der NRW-Landesgrenze erfahren auch die Rheinland-Pfälzer, besonders die Rheinländer, sehr viel über rheinisches Leben und Wohnen in den vergangenen Jahrhunderten. Gut restaurierte und oftmals eingerichtete ehemalige Bauern- und Wohnhäuser aus der Gegend zwischen Koblenz, dem Westerwald und der Eifel stehen in diesem Landschaftspark. Um sich das große Gelände zu erschließen, muß man einiges laufen. Gut, dass die Lese keine „Fußkranken“ dabei hatte. Schön für alle war besonders die Sonderausstellung „Wir Rheinländer“. Auch die Koblenzer Herzen schlugen höher als man die Halle mit den lebensgroßen Figuren in den nachgestellten engen Gassen, vor und in den Häusern, in Karnevals –oder Polizeiuniformen des 19. und 20. Jh. entdeckte. Auch Tragisches aus der Zeit der Kriege kann man nachempfinden. 
Nach den Stunden in Kommern besuchten wir das Rur-und Kur-Städtchen Bad Münstereifel mit seiner Stiftskirche, der wunderbaren Fußgängerzonen und mit ihren über 50 City-Outlet Läden mit den Modenamen aus der ganzen Welt. Herrlich für Damen – und manchen Herren. Die Führung durch die Stadt zeigte uns auch die große Vergangenheit dieser sehenswerten Stadt, die wieder richtig auflebt. Nicht nur wegen Heino´s Café im Kurhaus. Und der Abschluß des Tages wurde wieder zünftig. In der Vulkanbrauerei in Mendig fanden die über dreißig Koblenzer einen herrlichen Platz, um gut zu essen und zu trinken. 
Fazit: Die Lese findet immer gute Ziele für Reisen. Man müßte nur mehr Mut haben und mal wieder dabei sein. Zum Beispiel im kommenden Jahr.   
Ihr Adolf Meinung

Herbstfahrt am 09.09.2017

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Archiv Ehrungen

Katholischer Leseverein ehrt Jubilare 2017

Die Lese ehrt ihre Jubilare

Am Donnerstag, dem 15. September 2017, fand sich der Vorstand des Katholischen Lesevereins in den „Winninger Weinstuben“, die nahe der Talstation der Seilbahn gelegen sind, ein, um seine Jubilarinnen und Jubilare zu ehren. Alle Mitglieder, welche dieses Jahr dem Verein 25 oder 50 Jahre angehörten, waren geladen, und viele kamen.  

Der Ehrenvorsitzende Dr. E. Thul dankte ihnen für ihre langzeitige Treue zum Verein, der für viele Koblenzer ein Stück Heimat ist, und wusste zu jedem ein persönliches Wort der Erinnerung an vergangene Tage zu sagen. Die Urkunde, welche jedem geehrten Mitglied vom Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens überreicht wurde, ziert ein Bild des Joseph Görres, das, von Settegast gemalt, im Besitz des Lesevereins ist und im Mittelrhein-Museum bewundert werden kann.

Anlässlich des 50.jährigen Priesterjubiläums überreichte der Vorstand seinem geistlichen Beirat einen Scheck zur Finanzierung der Reise in seine ehemalige New Yorker Gemeinde. Am 05.03.2017 hatte in einem feierlichen Festgottesdienst in Liebfrauen eine große Gemeinde Peter Bleeser geehrt.

Ehrung 2017 – 25 Jahre Mitgliedschaft