Unser Neujahrskonzert fand wieder in der Hauptstelle der Sparkasse Koblenz statt. Vor ausverkauftem Haus präsentierten sich Anna Fedorova (Piano) und Benedict Kloeckner (Violoncello) als eingespieltes Team. Die hohe Qualität der Künstler begeisterte das Publikum, das mit Standing Ovations die Künstler verabschiedete in der Hoffnung, dass sie auch im kommenden Jahr den Jahresauftakt der Lese begleiten. Eine große Bandbreite der Musik wurde geboten. Zu Recht nannte Vorsitzender Heinz-Peter Mertens das Konzert eine Sternstunde der Musik hier in unserem Koblenz.
Mit freundlichem Gruß Heinz-Peter Mertens Vorstand Leseverein
Interpreten: Sopranistin Melanie Klöckner und die international vielfach ausgezeichneten Künstler: Benedict Klöckner (Violoncello) Anna Fedorova (Piano)
Fotos: Heinz-Peter Mertens und Angela Hoenecke
Anna Fedorova (Piano) und Benedict Klöckner
Susanne Burgschweiger
Clémence de Forceville
Künstler
Gruppenfoto nach dem Konzert
Dankeschön an die Künstler
(v.l. Matthias Nester, Niki (Nicholas) Schwartz, Clémence de Forceville, Benedict Klöckner, Anna Fedorova, Melanie Klöckner, Susanne Burgschweiger, Johannes Thul, Heinz-Peter Mertens)
Der zweite Vortrag von Alexander Thon M.A., Lahnstein behandelte das Thema:
Die Gefangenschaft König Richards I. „Löwenherz“ von England auf Burg Trifels 1193 / 1194
Es ist eines der spektakulärsten Ereignisse des gesamten Mittelalters. Auf dem Rückweg vom Dritten Kreuzzug (1189-1192) wird der englische König Richard I., genannt Löwenherz, am 21. Dezember 1192 in der Nähe von Wien trotz Verkleidung erkannt und von Soldaten Herzog Leopolds V. von Österreich gefangengenommen. Hintergrund war das äußerst ungeschickte Verhalten Richards, der es vor und während dem Kreuzzug verstanden hatte, sowohl den französischen König als auch den römisch-deutschen Kaiser und eben auch den österreichischen Herzog gegen sich aufzubringen. Nichtsdestoweniger war es ein veritabler Skandal: Ein Pilger auf der Rückkehr aus dem Heiligen Land stand unter dem Schutz der Kirche und durfte nicht belangt werden. Dennoch ließ Leopold V. den englischen Herrscher auf Burg Dürnstein arretieren und lieferte ihn schließlich nach längeren Verhandlungen am 23. März 1193 in Speyer an Kaiser Heinrich VI. aus.
Froh über den prominenten Gefangenen, der ihm ein politisches Faustpfand gegen die oppositionellen deutschen Reichsfürsten verschafft, lässt Heinrich VI. den König von England in der Folgezeit für mehr als zehn Monate an verschiedenen Orten im römisch-deutschen Reich auf ehrenvolle Weise festhalten, namentlich in Speyer, Hagenau, Worms, Mainz und auf Burg Trifels. Angesichts nur sehr weniger aussagekräftiger Schriftquellen war bisher sehr umstritten, wie lange Richard sich an den einzelnen Orten aufgehalten hat. Der sensationelle Fund einer bisher für diese Frage unbekannten kurzen Chronik eines namentlich nicht überlieferten Mönchs aus der Benediktinerabtei Weingarten noch aus den späten 1190er Jahren bringt nun Licht in das bisherige Dunkel: Demnach verbrachte König Richard „fast ein ganzes Jahr“ auf Burg Trifels, bevor er am 4. März 1194 in Mainz freigelassen wurde. Diese einzigartige und äußerst glaubwürdige Quelle hat zukünftig die als die wichtigste Aussage eines Zeitgenossen zur Gefangenschaft Richards I. „Löwenherz“ zu gelten.
Als Autor des gerade erschienenen Buches gab Thon sich kenntnisreich in vielen Details der Burganlagen. Er empfahl Gelegenheiten zu nutzen die Burgen selbst zu besuchen und auf sich wirken zu lassen.
Alexander Thon M.A. widmet sich der Erforschung der Landesgeschichte. Er hat mehr als 170 Publikationen, insbesondere zu Burgen, Kirchen und Denkmälern veröffentlicht. Darunter auch eines zum Königsstuhl in Rhens.
Herbstfahrt - Tagesausflug in den Naturpark Nordeifel
Herbstfahrt_2017
Der Herbstausflug 2017 des Lesevereins führte uns in das Freilichtmuseum Kommern und in die Stadt Bad Münstereifel bei herbstlichem Wetter. Das heute 60-jährige Freilichtmuseum Kommern umfasst überwiegend Bauernhäuser aus der Zeit von 1750 bis 1920 und zeigt uns das Leben drei bis acht Generation voraus. Wir sehen dabei auch, wie sich unsere Heimat verändert hat in der Art des Lebens und in der Zusammensetzung der Bevölkerung. Es ist keine 150 Jahre her, dass unsere Vorfahren aus Not in die Fremde zogen und ihr Heil in Übersee suchten – ähnlich wie Flüchtlinge heute aus anderen Teilen der Welt nach Europa drängen.
60 Jahre Freilichtmuseum zeigen aber auch die Vergänglichkeit: Häuser, die vom Niederrhein bis zum Westerwald und Hunsrück dort aufgestellt sind, nachdem sie zuvor vor Ort abgebaut wurden, bedürfen ständiger Renovierung. Alles wandelt sich und alles, was der Mensch schafft, ist vergänglich. Eine vor 15 Jahren geschaffene Ausstellung zeigt darüberhinaus die Entwicklung bis 1945 von der Zeit Napoleons bis zum Ende des 2. Weltkrieges.
Anschließend ging es nach Bad Münstereifel, einer Stadt mit langer Tradition an der Erft, die sich dadurch auszeichnet, ein Factory-Outlet-Center in die Stadt geholt zu haben. 30 Anbieter sind neben den städtischen Anbietern dort angesiedelt und führten am Samstag zu einer belebten Innenstadt. Optisch konnte die Fachwerkstruktur der Stadt dadurch erhalten und genutzt werden, zumindest was die Schokoladenseite der Häuser angeht. Die Nutzung der Obergeschosse ist jedoch nicht mehr möglich, da deutsche Vorschriften – insbesondere des Brandschutzes – faktisch eine Nutzung verhindern. Die Fremdenführer führten uns durch diese historische Stadt, die zu den wenigen gehört, die noch von einer vollständigen Stadtmauer umgeben sind.
Den Abschluss unserer Fahrt bildete Mendig, wo wir in der Vulkan-Brauerei bei Speis und Trank unsere Gedanken austauschen konnten. Die Planung von Adolf Meinung war ein weiteres Mal gelungen und wir können uns schon auf seine weiteren Vorschläge für neue Reisen freuen. Ihr Heinz-Peter Mertens
Sieh, das Gute liegt so nah` Ein weiterer Erlebnisbericht von Adolf Meinung
Man muß nicht immer weit fahren, um Neues zu entdecken. Unser Ziel am 9. September war zunächst das Rheinische Landschaftsmuseum in Kommern bei Mechernich. Gleich hinter der NRW-Landesgrenze erfahren auch die Rheinland-Pfälzer, besonders die Rheinländer, sehr viel über rheinisches Leben und Wohnen in den vergangenen Jahrhunderten. Gut restaurierte und oftmals eingerichtete ehemalige Bauern- und Wohnhäuser aus der Gegend zwischen Koblenz, dem Westerwald und der Eifel stehen in diesem Landschaftspark. Um sich das große Gelände zu erschließen, muß man einiges laufen. Gut, dass die Lese keine „Fußkranken“ dabei hatte. Schön für alle war besonders die Sonderausstellung „Wir Rheinländer“. Auch die Koblenzer Herzen schlugen höher als man die Halle mit den lebensgroßen Figuren in den nachgestellten engen Gassen, vor und in den Häusern, in Karnevals –oder Polizeiuniformen des 19. und 20. Jh. entdeckte. Auch Tragisches aus der Zeit der Kriege kann man nachempfinden. Nach den Stunden in Kommern besuchten wir das Rur-und Kur-Städtchen Bad Münstereifel mit seiner Stiftskirche, der wunderbaren Fußgängerzonen und mit ihren über 50 City-Outlet Läden mit den Modenamen aus der ganzen Welt. Herrlich für Damen – und manchen Herren. Die Führung durch die Stadt zeigte uns auch die große Vergangenheit dieser sehenswerten Stadt, die wieder richtig auflebt. Nicht nur wegen Heino´s Café im Kurhaus. Und der Abschluß des Tages wurde wieder zünftig. In der Vulkanbrauerei in Mendig fanden die über dreißig Koblenzer einen herrlichen Platz, um gut zu essen und zu trinken. Fazit: Die Lese findet immer gute Ziele für Reisen. Man müßte nur mehr Mut haben und mal wieder dabei sein. Zum Beispiel im kommenden Jahr. Ihr Adolf Meinung
Am Donnerstag, dem 15. September 2017, fand sich der Vorstand des Katholischen Lesevereins in den „Winninger Weinstuben“, die nahe der Talstation der Seilbahn gelegen sind, ein, um seine Jubilarinnen und Jubilare zu ehren. Alle Mitglieder, welche dieses Jahr dem Verein 25 oder 50 Jahre angehörten, waren geladen, und viele kamen.
Der Ehrenvorsitzende Dr. E. Thul dankte ihnen für ihre langzeitige Treue zum Verein, der für viele Koblenzer ein Stück Heimat ist, und wusste zu jedem ein persönliches Wort der Erinnerung an vergangene Tage zu sagen. Die Urkunde, welche jedem geehrten Mitglied vom Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens überreicht wurde, ziert ein Bild des Joseph Görres, das, von Settegast gemalt, im Besitz des Lesevereins ist und im Mittelrhein-Museum bewundert werden kann.
Anlässlich des 50.jährigen Priesterjubiläums überreichte der Vorstand seinem geistlichen Beirat einen Scheck zur Finanzierung der Reise in seine ehemalige New Yorker Gemeinde. Am 05.03.2017 hatte in einem feierlichen Festgottesdienst in Liebfrauen eine große Gemeinde Peter Bleeser geehrt.
Die Musiker des Thomas Kranz Trios spielen mit viel Gefühl Jazzmusik und begeistern damit nicht nur die Liebhaber des klassischen Piano Jazz. Dabei bilden die seit vielen Jahren aufeinander eingespielten Musiker am Kontrabass und Schlagzeug die klangliche Basis für die ausgereiften Interpretationen von Thomas Kranz am Klavier. Dem Pianisten gelingt es, nicht nur in eigenen Stücken, sondern auch bekannten Jazzstandards und Songs aus anderen Bereichen durch seine Spielweise einen ganz eigenen Charakter zu verleihen und die Zuhörer zu überraschen.
Die Organisatoren: Johannes Thul und Heinz-Peter Mertens
MAINSTREAM FIVE & ONE
2015 und 2016
Das seit Jahren in der Region bekannte Ensemble hat seine Wurzeln in der Tradition des Swing und Bebob. Typisch für den Sound sind eigene Arrangements des Trompeters Charlie Weinz von Jazz-Standards, wie zum Beispiel Swingnummern der Benny Goodman Ära. Titel aus der Feder von Duke Ellington, sowie Werke aus der Art Blakeys Messengers Konzerten oder von Bobby Timmon, Balladen von D. Ramirez-Sherman, Jerome Kern, Richard Rogers sowie Latin-Grooves von Horance Silver, Sonny Rollins u.v.a.
Als blue voice bereichert Ruth Weinz den Instrumentalsound des Quintettes mit ihrem Repertoire aus einer gelungenen Mischung swingender Klassiker des Jazz, Evergreens und anspruchsvollen Balladen aus dem „Great American Songbook“. Gerswin, Cole Porter, Harald Arien und Carlos Jobim (Bossa Nova) sind nur einige Namen aus der vielfältigen Palette.
Impressionen aus der ehemaligen Palottiner Kapelle, Ehrenbreitstein
Oktober 2016
Oktober 2016
April 2015
Charlie Weinz - Trompete, Arrangements
Ruth Weinz - Vocals
Dr. Harald Sattelberg - Saxophone, Klarinette
Thomas Kranz - Piano
Detlef Deusing - Bass
Igor Margolin - Drums
Johannes Thul begrüßt die Musiker
Charlie Weinz - Trompete und Dr. Harald Sattelberg - Saxofon
Von links Thomas Kranz, Ruth Weinz, Charlie Weinz, Dr. Harald Sattelberg und Detlef Deusing
Der Vorsitzende Heinz-Peter Mertens konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste im Delphi Restaurant des Koblenzer Ruderclubs begrüßen und mit Alexander Thon eine Präsentation ausgewählter Burgen am Mittelrhein vorstellen. Burgen gehören wie der Rhein und der Loreleyfelsen zum Mittelrhein.
Als Autor des gerade erschienenen Buches gab Thon sich kenntnisreich in vielen Details der Burganlagen. Er empfahl Gelegenheiten zu nutzen die Burgen selbst zu besuchen und auf sich wirken zu lassen.
Alexander Thon M.A. widmet sich der Erforschung der Landesgeschichte. Er hat mehr als 170 Publikationen, insbesondere zu Burgen, Kirchen und Denkmälern veröffentlicht. Darunter auch eines zum Königsstuhl in Rhens.
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