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Lese Fastnacht

Lese-Sitzung 2024

Lese-Sitzung 2024 - zum Jubiläum 200 Jahre »Koblenzer Karneval«
Mittwoch 07. Februar 2024

Lesesitzung mit vielen Höhepunkten zum Jubiläum

Rechtzeitig zum 200-jährigen Jubiläum des Koblenzer Karnevals meldet sich
die närrische Lese eindrucksvoll mit einem Programm der Spitzenklasse zum Sessionsabschluß.

Ein Programm, das mit vielen Premieren und bewährten Kräften bestritten wurde. Pünktlich um 20:11 Uhr begleitete die Musikkapelle St. Servatius aus Güls den Elferrat der Lese in den vollbesetzten Saal der Rhein-Mosel-Halle.
Nach einer kurzen Begrüßung war es an Dr. Oliver Tissot, mit einem pointierten Vortrag über in und um Koblenz zu berichten. Egal ob Lokalpolitik oder zweideutige Vergleiche.
Ein erster Höhepunkt war gekonnt platziert.

Der Besuch von Prinz und Confluentia mit dem prächtigen Gefolge der AKK war von viel Emotion begleitet. Die Tochter des Sitzungspräsidenten war in dieser Session mit dem höchsten Amt einer Dame betraut und es folgte eine besondere Überraschung. Die Kindertanzgruppe der Fidelen Mädcher aus Wallersheim, diese Gruppe betreut die Confluentia normalerweise, überraschte die Tollitäten mit einem großartigen Tanz.

Nach dem Besuch wurde es Zeit für eine erneute Premiere. Dr. Fabian Freisberg überzeugte in der Rolle eines römischen Hauptmanns und nahm das Geschehen aus Nah und Fern gekonnt aufs Korn. Ein Vortrag der Spitzenklasse und ein toller Einstand unseres Eigengewächses.
Wir hoffen dass er auch künftig unsere Sitzungen bereichert.

Für die tänzerischen Höhepunkte sorgten die Grün-Weißen vom Zippchen, die Showtanzgruppe des NCW und die Funny Girls & Boys der Fidele Mädcher.
Mit der Showtanzgruppe des NCW fügte sich ein Spitzentanz aus „dem Königreich Waschem“ nahtlos in das Programm ein,
bevor Martin Schopps aus Köln mit einer Premiere der außergewöhnlichen Klasse den Saal zum wiederholten Male in Ekstase versetzte.

Da passte es nach diesem Highlight gut, dass die Funny Girls & Boys mit ihrem „Landleben“ für ein weiteres tänzerisches Ausrufezeichen sorgten.

Bernd Stelter verstand es wieder einmal, den Saal in seinen Bann zu ziehen mit Vortrag und Gesang, so, wie man es vom Meister der Unterhaltung gewohnt ist.

Den Schlusspunkt dieses kurzweiligen Abends setzten die Räuber. Die Kölner Kultband wusste zum Finale bei Ihrer Premiere den Saal noch einmal richtig in Stimmung zu versetzen.

Mit dem Schängellied endete eine der besten Sitzungen der letzten Jahre und macht neugierig auf das kommende Jahr.

Das Programmheft zu Sitzung 2024
Lesesitzung 2024
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Musikalisches

Neujahrskonzert 2024

Neujahrskonzert 2024

Der katholischer Leseverein hatte zum traditionellen Neujahrskonzert am Samstag den 13. Januar in das Foyer der Sparkasse Koblenz geladen.

Der Vorsitzende des Vorstands der Sparkasse, Herr Matthias Nester, begrüßte die 200 Musikfreunde, die der Einladung gefolgt waren.

Nach Einführung durch den Vorsitzenden des Lesevereins Heinz-Peter Mertens, entführten die beiden Weltklasse Künstler Yu Kosuge (Piano) und Benedict Klöckner (Violoncello) das Publikum in der Welt der Musik.
Die Musikstücke von Franz Schubert, Frederic Chopin und Johannes Brahms wurden meisterlich und einfühlsam vorgetragen.
Der langanhaltende Schlussapplaus wurde mit einer für alle berührenden Zugabe belohnt.
Der Abende endete traditionell mit guten Gesprächen bei Wein und Brot.

Benedict Klöckner    – Violoncello
und
Yu Kosuge                  – Piano

Franz Schubert ( 1797- 1828)
Sonatea-Moll für Arpeggione bzw. Cello und Klavier, D 821
Allegro moderato
Adagio
Allegretto

Frederic Chopin ( 1810- 1849)
Nocturne H-Dur, op.62 Nr.l
Etude As-Dur, op.25 Nr.l „Aeolian Harp“
Etude c-Moll, op.25 Nr.12 „Ocean“
Pablo de Sarasate ( 1844- 1908)
Zigeunerweisen, op.20

Johannes Brahms ( 1833- 1897)
Sonate Nr.2 F-Dur für Violoncello und Klavier, op. 99
Allegro vivace
Allegro affetuoso
Allegro passionato
Allegro molto

Yu Kosuge
gehört zu den angesehensten Pianistinnen unserer Zeit.

Im März 2017 gewann sie den hochdotierten Suntory Music Award, einen der wichtigsten internationalen Musikpreise, der an Personen oder Organisationen verliehen wird, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der westlichen Musik in Japan geleistet haben.
Seit ihrer ersten Begegnung faszinieren Benedict Kloeckner und Yu Kosuge weltweit ihr Publikum mit ihrer Brillanz und außergewöhnlichen Gestaltungskraft. So prämierte das renommierte Asahi Newspaper Tokyo ihr Konzert in der Suntory Hall als eines der bedeutendsten Musikereignisse des Jahres 2021.

Seit ihrer Kindheit gibt Yu Konzerte und tritt mit Orchestern auf; im Alter von neun Jahren debütierte sie mit dem Tokyo New City Orchestra. 1993 übersiedelte sie nach Europa, um ihr Studium in Hannover und Salzburg fortzusetzen, und erhielt große Unterstützung und Inspiration von András Schiff.

Yu Kosuge trat an führenden Veranstaltungsorten in Berlin, Hamburg, Köln, München, Wien, Salzburg, London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Zürich, Moskau, St. Petersburg, Tokio, Washington und New York auf.
Ihr Debütrecital in der Carnegie Hall fand großen Anklang bei Kritikern, die ihre „akut poetische Sensibilität …. Witz, Dramatik und strahlende Lyrik“ lobten. Sie wurde zu Festivals in ganz Europa eingeladen, darunter die Salzburger Festspiele, Rheingau, Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Passau, Braunschweig, Mozartwoche Salzburg, Holland Music Festival, Piano Festival Lilie, La Roque d’Antheron Piano Festival und La Folie Journee de Nantes. Sie liebt auch Kammermusik und ist mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker aufgetreten.
Neben regelmäßigen Auftritten mit allen großen japanischen Orchestern arbeitete Yu Kosuge mit vielen der führenden europäischen Orchester zusammen, darunter das NDR Elbphilharmonie Orchester, das Konzerthausorchester Berlin, das HR-Sinfonieorchester, die Camerata Salzburg, das St. Petersburger Symphonieorchester, das Orchestre Philharmonique de Radio France und das BBC Symphony Orchestra und spielte unter Dirigenten wie Seiji Ozawa, Jun Märkl, Philippe Herreweghe, Gerd Albrecht, Lawrence Foster, Sakari Oramo, Christion Arming, Yutaka Sado, Mark Wigglesworth, Kazuki Yamada, Osmo Vänskä, Vasili Petrenke und Dennis Russell Davies.

Zu ihren zahlreichen CDs für Sony gehören Mende/ssohns Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Mito Chamber Orchestra unter der Leitung von Seiji Ozawa, Liszts 12 Etudes d’execution transcendante, Chopins Préludes und Nocturne sowie Beethovens 32 Klaviersonaten. Seit Herbst 2018 erschien bei Orchid Classics die Einspielung ihres Zyklus ‚Four Elements‘ auf vier CDs: ‚Water‘, ‚Fire‘, ‚Wind‘ und „Earth“. Im Mai 2022 veröffentlichte Sony Dai Fujikuras Klavierkonzert Nr. 3 „Impulse“ und Ravels Klavierkonzert mit BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Ryan Wigglesworth.

Im März 2017 erhielt Yu Kosuge den Suntory Music Award, der an Personen oder Organisationen verliehen wird, die einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der westlichen Musik in Japan geleistet haben.
Yu Kosuge lebt in Berlin.

Benedict Kloeckner,
geboren 1989, gewann zahlreiche Wettbewerbe und Auszeichnungen, zuletzt den OPUS-Klassik 2021.

Er zählt zu den herausragenden Künstlern seiner Generation und konzertiert weltweit als Solist mit renommierten Orchestern wie dem Royal Philharmonie Orchestra London, der Deutschen Radiophilharmonie, dem Mozarteumorchester Salzburg, der NDR Radiophilharmonie, dem MDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie, der Kremerota Baltica, der Camerata Oslo und dem Münchner Kammerorchester und arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Cristian Macelaru, lngo Metzmacher, Michael Sonderling, Clemens Schuldt, Heinrich Schiff und Sir Sirnon Rattle.

Er gastiert in Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, der Carnegie Hall New York, dem Kennedy Center und dem Warner Theatre Washington, der Symphony Hall Chicago, dem Arts Center Seoul, der Suntory Hall Tokio, dem Musikverein Wien, dem Gewandhaus Leipzig, der Tonhalle Zürich, dem Gasteig in München, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Rudolfinum Prag, dem Athenäum Bukarest und der Barbican-, Cadogan- und Wigmore Hall London.

ln der Saison 2022/2023 spielte er alle 6 Bach Suiten jeweils an einem Abend in der Berliner Philharmonie und der Alten Oper Frankfurt und war erneut zu Gast in der Berliner Philharmonie sowohl im Recital mit Anno Fedorova als auch als Solist in Dvor6ks Cellokonzert mit dem Portugiesischen Nationalorchester.
Darüber hinaus gibt er sein Debut in der Philharmonie Paris sowie der Kölner Philharmonie.
U.a. spielt er mit dem Romanion Chamber Orchestra unter der Leitung von Cristian Macelaru, dem Orchestre Dijon Bourgogne unter der Leitung von Joseph Bastion, dem Filarmonica di Teatro communale di Modena unter der Leitung von Henrik Nanasi, dem Panamerican Symphony Orchestra, dem Brasov Philharmonie Orchestra und ist auf Tour in Japan und Südafrika. Dort wird er u.a. gemeinsam mit dem Johannesburg Philharmonie Orchestra ein neues Cellokonzert von Bongani Ndodana-Breen uraufführen.
Benedict Kloeckner ist gern gesehener Gast bei Festivals in aller Welt.
Zu seinen Kammermusikpartnerinnen zählten bereits Emanuel Ax, Lisa Batiashvili, Yuri Bashmet, Christoph Eschenbach, Vilde Frang, Gidon Kremer, Anne Sophie Mutter und Sir András Schiff.
Benedict Kloeckner arbeitet regelmäßig mit den großen Komponisten unserer Zeit.
2018 spielte er die Uraufführung von Wolfgang Rihms Doppelkonzert für 2 Celli und Streicher. Im Seoul Arts Center konnte er gemeinsam mit dem Korean Chamber Orchestra unter der Leitung von Christoph Pappen Eun Hwa Chos Cellokonzert zur Uraufführung bringen.
Mit dem Mozarteum Orchester unter Peter Tilling gestaltete er auch die österreichische Erstaufführung von Dai Fujikuras Cellokonzert in Salzburg.

Seine CD-Einspielungen wurden von der internationalen Presse hoch gelobt und u.a. für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert. Es entstanden Aufnahmen in Zusammenarbeit mit Künstlern wie Gidon Kremer, den Dirigenten Heinrich Schiff und Michael Sonderling, den Pianistinnen Danae Dörken, Anno Fedorova, Yu Kosuge, Mario Häring, Ragna Schirmer und Jose Gallardo, den Geigerinnen Kirill Troussov, Ragnhild Hemsing sowie den Komponisten Wolfgang Rihm und Howard Blake.
2023 erscheinen bei SONY INTERNATIONAL die Sonaten von Brahms, die er gemeinsam mit der japanischen Pianistin Yu Kosuge aufgenommen hat.

Seit 2014 ist Benedict Kloeckner künstlerischer Leiter des von ihm gegründeten »Internationalen Musikfestival Koblenz« IMUKO, das sich durch hochkarätige Konzerte mit weltweit gefragten Künstlern auszeichnet wie Benjamin Grosvenor, Vilde Frang, Jose Gallardo, Boris Giltburg, Yu Kosuge, Hyeyoon Park, Ödön Rácz, Timothy Ridout, Eivind Ringstad, Mate Sücs, Kirill Troussov und Tianwa Yang.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Benedict Kloeckner bei Martin Ostertag an der Musikhochschule Karlsruhe sowie bei Frans Helmerson und Gary Hoffman an der Kronberg Academy, ermöglicht durch das Angela-Winkler-Stipendium.
Wichtige Impulse und wertvolle Unterstützung für seine künstlerische Weiterentwicklung bekam er von Gidon Kremer, Steven lsserlis, Michael Sonderling und Sir András Schiff.
Benedict Kloeckner spielt das „Ex Maurice Gendron“ Cello von Francesco Ruggeri (1680), eine großzügige Leihgabe.
(Kloeckner Manangement)

Veranstaltungsfotos – Claus Conzen

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Besinnung und Glaube

Adventsbesinnung – Kaplan Pater Peter Chukwuma – 2023

Kirche in Afrika, insbesondere in Nigeria und Europa Erfahrungen und Gedanken eines nigerianischen Priesters in Deutschland.

Adventsbesinnung mit Kaplan Pater Peter Chukwuma – Sankt Laurentius Koblenz-Moselweis

Kirche in Afrika, insbesondere in Nigeria und Europa
Erfahrungen und Gedanken eines nigerianischen Priesters in Deutschland.
Vortrag und Diskussion.

Mittwoch, dem 13. Dezember 2023 – 17.00 Uhr
im Pfarrheim Sankt Kastor

im Anschluss fand ein Gottesdient in der Basilika Sankt Kastor statt.

Nach dem Gottesdienst lud der katholische Leseverein zum traditionellen Beisammensein mit Wein und Brot ins Pfarrheim ein.

Adventsbesinnung mit Kaplan Pater Peter Chukwuma
»Kirche in Afrika – Nigeria und Europa«

Guten Abend! Ich begrüße Sie alle ganz herzlich zu dem Vortrag „Kirche in Afrika und Europa.“
Schön, dass Sie da sind. Ich freue mich, dass ich diesen Vortrag halten darf. Dieser Vortrag wird nicht ein akademischer Vortrag sein, sondern eine Erzählung meiner Erfahrungen und Beobachtungen als ein ausländischer Priester aus Nigeria, der hier in Deutschland einige Erfahrungen in der deutschen Kirche gesammelt hat.
Das Thema, wie es in der Einladung steht, ist, „Kirche in Afrika und Europa“, aber ich werde es anders formulieren „Kirche in Nigeria und Deutschland“, sonst wird es zu ausführlich sein. Ich kann auch nicht viel über die Kirche in anderen afrikanischen und europäischen Ländern sagen, weil ich zu wenig gereist bin und daher habe ich keine Erfahrung wie die Kirche dort ist.
Ich werde zuerst mit einer Darstellung über die Kirche in Nigeria anfangen und danach werde ich den Vergleich zwischen der katholischen Kirche in Deutschland und Nigeria machen.
Die Kirche, wie man sie heute in Nigeria kennt, ist sehr jung. Sie ist ungefähr 200 Jahre alt und ist sehr lebendig und lebt aus den sieben Sakramenten der katholischen Kirche, nämlich: Taufe, Beichte, Erste Heilige Kommunion, Firmung, Ehe, Weihe und Krankensalbung.
Meine Vorfahren, z. B mein Opa, war kein Christ, obwohl er sehr gläubig war. Er glaubte an Gott und praktizierte seine Naturreligion täglich mit Hingabe. Die Naturreligion existiert noch in Nigeria. In der Naturreligion glaubt man nur an einen Gott, der der Schöpfer ist. Aber die meisten Menschen sind entweder Moslems oder Christen. Im Norden des Landes haben wir überwiegend Moslems und im Süden und Westen Christen.
Einige Geschichtsbücher meinen, dass das Christentum um das Jahr 1885 nach Nigeria kam. Einige dieser Geschichtsbücher sagen aber auch, dass das Christentum schon im 15. Jahrhundert nach Nigeria in eine Stadt namens „Warri“ im Südosten des Landes kam, aber es hatte dort nicht lange überlebt.
Vorher habe ich immer gedacht, dass der christliche Glaube erst nach Europa kam, bevor er nach Afrika kam. Aber während der Vorbereitung auf diesen Vortrag, fand ich heraus, dass der christliche Glaube wahrscheinlich gleichzeitig nach Afrika und nach Europa kam. Einige meinen sogar, dass er zuerst nach Afrika kam, bevor er nach Europa kam. Diese Vorstellung beruft sich auf das Pfingstereignis in der Bibel.
In der Apostelgeschichte, Kapitel 2, Vers 5 bis 11 lesen wir, dass einige Afrikaner und Europäer beim Pfingstfest dabei waren und den Glauben bekommen haben. Angeblich haben die Afrikaner den Glauben mitgenommen und in ihren Ländern weitervermittelt. Da heißt es:
„In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. 6 Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. 7 Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8 Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: 9 Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, 10 von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, 11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.“
Einige zitieren den äthiopischen Kämmerer als Beispiel, dass der Glaube an Jesus Christus zuerst nach Afrika kam. In der Apostelgeschichte, Kapitel 8, Vers 26 bis 40 heißt es:
„26 Ein Engel des Herrn sagte zu Philippus: Steh auf und geh nach Süden auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt! Sie führt durch eine einsame Gegend. 27 Und er stand auf und ging. Und siehe, da war ein Äthiopier, ein Kämmerer, Hofbeamter der Kandake, der Königin der Äthiopier, der über ihrer ganzen Schatzkammer stand. Dieser war gekommen, um in Jerusalem anzubeten, 28 und fuhr jetzt heimwärts. Er saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Und der Geist sagte zu Philippus: Geh und folge diesem Wagen! 30 Philippus lief hin und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest? 31 Jener antwortete: Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, einzusteigen und neben ihm Platz zu nehmen…“
Philippus erklärte dem äthiopischen Kämmerer den Abschnitt der Schrift, den er las. Daraufhin taufte er ihn. Einige meinen, dass er den christlichen Glauben zurück nach Hause brachte.
Dies geschah, bevor Paulus, vorher genannt Saulus, konvertierte. Es war Paulus, der nach seiner Bekehrung den christlichen Glauben nach Europa brachte. Nach der biblischen Überlieferung ist Philippi, eine führende Stadt des Bezirks von Mazedonien, eine Kolonie in Griechenland die erste europäische Stadt, die den christlichen Glauben empfangen hat. Dies geschah durch die Vision, die Paulus empfangen hatte, wie es in der Apostelgeschichte, Kapitel 16, Vers 9 bis 10 steht. Da heißt es:
„9 Dort (Troas) hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedonier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns! 10 Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedonien abfahren; denn wir kamen zu dem Schluss, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.“
Es gibt auch eine andere Vermutung, dass der christliche Glaube durch die koptischen Christen erst nach Afrika kam, bevor er nach Europa kam.
Die koptisch-orthodoxe Kirche ist in Ägypten entstanden und ist eine der ältesten Kirchen der Welt. Innerhalb der Ostkirchen zählt sie zur Gemeinschaft der altorientalisch-orthodoxen Kirchen.
Als Gründer gilt der Evangelist Markus, der der Überlieferung zufolge im 1. Jahrhundert nach Christus in Ägypten gewirkt und dort sein Martyrium erlitten haben soll. Im 5. Jahrhundert hat sich dann eine eigenständige „koptische Kirche“ entwickelt. „Kopten“ ist übrigens die arabische Bezeichnung für Ägypter.
Bei diesen Vermutungen gehen einige Leute davon aus, dass die Kirche erst nach Afrika kam, bevor sie nach Europa kam.
Wie der christliche Glaube nach Nigeria kam
Das Christentum in Nigeria kann bis zum 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als die Portugiesen nach Nigeria kamen. Die Verbreitung des christlichen Glaubens setzte sich zunächst nicht durch, er blieb auf die südliche Küstenregion beschränkt.
Aber, die Kirche wie man sie heute in Nigeria kennt, kam im 19. Jahrhundert durch die europäischen Missionare nach Nigeria. In Nigeria gibt es viele Konfessionen: nämlich die katholische, die evangelische, die anglikanische, die methodistische, die presbyterianische usw.
Es gibt auch andere einheimisch gegründete unabhängige afrikanische Kirchen. Sie wurden gegründet als Reaktion auf die anderen Haupt – Kirchen, die sie als fremd und imperialistisch empfanden. Die Mitglieder dieser Kirchen meinen, dass die Kirchen, die die Europäer uns gebracht haben und der christliche Glaube, den die Europäer uns vermittelt haben, nicht die afrikanischen spirituellen Probleme wie Hexerei, Reinkarnation, Talisman, Glücksbringer usw. lösen können. Einige dieser Kirchen sind Aladuras, Sabbat, CAC – Christ Apostolic Church, Cherubium und Serafin. Wir nennen sie in Nigeria „White garment churches“, auf Deutsch übersetzt heißt es „Weiß gekleidete Kirchen“, weil die Gläubigen weiße Gewänder tragen.
Es gibt auch andere Gruppen, die durch die Pfingstbewegung, auch Pentekostalismus genannt, geprägt sind. Man nennt sie hier Pfingstkirchen. Ein paar Beispiele sind folgende: the grace of God, Assemblies of God, deeper life usw. Die jüngsten Gruppierungen von ihnen sind folgende: Christ Embassy, Redemmed, Winners Chapel, Overcomers usw. Sie wollen ein neues Pfingsten erfahren. Für alle Richtungen der Pfingstbewegung hat das Werk des Heiligen Geistes eine zentrale Bedeutung bei Lehre und Glaubenspraxis.
In Nigeria gibt es so viele Konfessionen und Sekten wie eben gesagt habe, aber in Deutschland gibt es zwei größere Kirchen, nämlich die evangelische und die katholische Kirche. Im folgenden werde ich auf die katholische Kirche in Nigeria eingehen, weil ich katholisch bin und diese dann mit der katholischen Kirche in Deutschland vergleichen.

Die katholische Kirche in Nigeria und die katholische Kirche in Deutschland – ein Vergleich zwischen den beiden katholischen Kirchen
Der Unterschied zwischen der katholischen Kirche in Nigeria und in Deutschland ist wie der zweier Welten.
Erstens: Es gibt einen Unterschied in der Titelbezeichung der Priester oder des sogenannten Bodenpersonals, wie einige hier in Deutschland uns nennen. Jeder Priester in Nigeria wird angesprochen als „Father“, auf Deutsch „Vater“ und auf Spanisch „Padre“, es sei denn, dass er ein Monsignore, Bischof oder Kardinal ist. Aber in Deutschland gibt es so viele Titelbezeichnungen für die Priester. Zum Beispiel: Kaplan, Kooperator, Pfarrvikar, Pfarrer, Pfarrverwalter, Pastor, Dechant, Dekan, Monsignore, Domkapitular, Weihbischof, Kardinal usw. Nur die Ordenspriester nennt man allgemein Pater.
Zweitens: In Deutschland bekommen die Priester ihr Gehalt am Ende des Monats. In Nigeria leben die Priester von Spenden der Gläubigen. Wenn eine Gemeinde, in der ein Priester arbeitet, reich ist, dann bekommt er mehr Spenden und kann davon sehr gut leben. Aber wenn die Gemeinde arm ist, dann ist der Priester auch arm und er lebt sehr bescheiden. Es gibt viele Priester in Nigeria, die sehr arm sind und hungern, weil sie in armen Gemeinden arbeiten.
Drittens: Die nigerianischen Priester wohnen zusammen in einem Pfarrhaus, beten oft zusammen und essen zusammen am Tisch, wie die Ordenspriester in Deutschland. Jeder hat aber sein eigenes Zimmer und sie bereiten ihr Essen nicht selbst vor. Sie haben oft einen Koch oder eine Köchin, die die Arbeit übernehmen. Das soll man aber nicht als Haushälter oder Haushälterin wie es in Deutschland ist, verstehen. In Deutschland ist es anders. Die Weltpriester wohnen oft allein und gestalten ihr Leben auch allein.
Viertens: Man zahlt keine Kirchensteuern in Nigeria. Die Kirche finanziert ihre Projekte durch Spenden. Oft werden die Gläubigen gebeten oder auch aufgefordert, für bestimmte Zwecke Geldsummen aufzubringen, um ein Projekt in der Kirche zu unterstützen.
Fünftens: Die Kirche in Nigeria ist oft an Werktagen und an Sonntagen sehr gut besucht. Es ist üblich an Sonntagen am Gottesdienst teilzunehmen. Das Sonntagsgebot gilt noch in Nigeria. Hier aber in Deutschland ist es umgekehrt.
Sechstens: In Nigeria betet man und legt Zeugnis ab für Jesus Christus anders als in Deutschland. Wir beten sehr laut in Nigeria und oft wird dabei gesungen, geklatscht und getanzt. Es wird getrommelt, und man spielt oft dabei Klavier, Flöte, Gitarre, Trompete usw. Es ist oft richtig laut, aber schön. Deswegen ist der Gottesdienst für Afrikaner hier in Deutschland sehr trocken und langweilig. Der Gottesdienst bei uns dauert sehr lange. Manchmal dauert der Gottesdienst ein paar Stunden.
In Nigeria wird oft in öffentlichen Verkehrsmitteln während einer Fahrt gebetet und von einem Laien gepredigt. Manchmal gehen einige Leute auf die Straße und predigen laut mit einem Mobillautsprecher.
Bevor ich zum Schluss komme, will ich noch anmerken, dass es den meisten Menschen in Nigeria sehr schlecht geht. Es gibt viel Leid und Elend im Land. Deshalb gehen die Menschen oft in die Kirche, um von Gott Hilfe zu erbitten. Wir glauben fest daran, dass wenn wir Gott vertrauen, manches in unserem Leben nicht unbedingt leichter wird, aber erträglicher.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen allen eine schöne und gesegnete Adventszeit!

Fotos – Claus Conzen

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Lesebriefe

Lesebrief 2023

Lesebrief 2021

Lesebrief 2023

Liebe Lesefamilie, Heinz-Peter Merten Vorsitzender
das Jahr 2023 ist wie im Fluge vergangen. Die schlimme Coronazeit haben wir hinter uns gelassen, wenn Corona auch bleiben wird. Lange hat es gebraucht, bis wir wieder zusammenkamen. Erst unser Novembertermin brachte wieder ein volles Haus.
Unser erstes Ereignis war wie immer das Neujahrskonzert; dieses Mal ein Jubiläumskonzert mit Benedict Klöckner und Anna Federova. In der Sparkasse konnten wir die maximale Zahl der zugelassenen Gäste von 200 begrüßen und uns freuen, auch im Jahr 2024 unsere Jahresauftaktveranstaltung in der Sparkasse Koblenz zu starten. …….»» weiterlesen

Inhaltsverzeichniss

Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany

»Maria Hilf – ein Wallfahrtsort in Koblenz«

Fastenbesinnung 2023 Wallfahrtskapelle Maria-Hilf


von Diakon Horst Dany

unter dieser Überschrift lud der Katholische Leseverein seine Mitglieder in diesem Jahr zur traditionellen »Besinnung in der Fastenzeit« ein.
Ein Thema, dass offensichtlich viele neugierig machte, wie die erfreulich große Zahl der Teilnehmer zeigte.
Diakon Horst Dany, selbst langjähriges Mitglied des Lesevereins und in Lützel geboren ging in seinen Ausführungen zunächst auf die wechselvolle Geschichte dieser Gebetsstätte ein, die erstmals in einer „Andacht für Maria Hülf“ in einem Gebetbuch von 1759 erwähnt wird. …….»» weiterlesen

Närrische Sitzung 2023 in der Rhein-Mosel-Halle

…Manchmal ist eben alles anders

Da kann man noch so lange Karneval gemacht haben und doch gibt es diese Momente wo man einfach sagen muss – „Manchmal ist eben alles anders!“ – Nicht das die Närrische Lese 2023 eine schlechte Sitzung war, sie war halt anders als sonst. Das war keinesfalls geplant, aber manchmal kommt eben alles anders…der Reihe nach. . …….»» weiterlesen

Runde Geburtstage 2023

90 Jahre

Dr. Hermann Theisen
Konrad Schwaab
Claire Rude
Dr. Anton Reichl
Hans-Eugen Lambert

95 Jahre

Viktor Klasen

85 Jahre

Helmut Wintrich,
Gerda Weber,
Elfriede Roock,
Guntram Portner,
Ingrid Gisela Neffgen-Staudt,
Doris Jax,
Egbert Hoffmann,
Dr. Klaus-Peter Grommes
Wolfgang Greiber
Hans Dieler
Anna-Maria Briese
Hans Breuer
Erika Gudrun Bock
Juliane Birkhahn
Dr. Ingrid Batori
Annelie Alfter

80 Jahre

Harry Wiesemüller
Werner Westinger
Norbert Weise
Heinrich Schuster
Rudolf Rasch
Manfred Lorisika
Inge Lorisika
Manfred Kilian
Rolf Düpper
Klaus Brinkmann
Günther Borreck
Heinrich Bockholt

70 Jahre

Josef Wilbert
Wolfgang Herold
Hans-Josef Gräfen
Ursula Dorè

 75 Jahre

Renate Schneider
Ursula Jackowski
Sabine Brinkmann
Wolfgang Brennig
Anne-Leonie Balmes

60 Jahre

Irene Wehlen-Schüßler
Johannes Thul
Ansgar Sauerborn
Jürgen Pitzen
Andreas Heering
Agnes Diehl
Carl -Günther Benninghoven

65 Jahre

Christoph Schöll
Margot Schieder
Herbert Mertin
Hans Georg Greifenstein
Hiltrud Galemann
Leo Biewer
Hans-Jörg Assenmacher

Herzlich Willkommen,…
Der Leseverein begrüßt in seiner Mitte alle unsere neuen Mitglieder
wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder

Peter Gries
Karl-Heinz Klein
Martina Klein
Alexander Burg
Sebastian Schmitz
Andreas Müller
Christian Schuth
Daniel Schäfer
Dennis Litz
Bernhard Bandus
Uwe Radermacher
Susanne Radermacher

Günther Knecht
Karl-Heinz Groß
Hans Christ
Heinz Gries
Dr. Michael Fuchs
Ernst-Matthias Schmitz
Fritz Brinker
Dr. Günter Hansen
Oskar Haas

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die närrische Lese-Sitzung 2023

die närrische Lese-Sitzung - 2023

…. Manchmal ist eben alles anders

Da kann man noch so lange Karneval gemacht haben und doch gibt es diese Momente wo man einfach sagen muss – »Manchmal ist eben alles anders!«Lese_Sitzung_2023
Nicht das die Närrische Lese 2023 eine schlechte Sitzung war, sie war halt anders als sonst. Das war keinesfalls geplant, aber manchmal kommt eben alles anders…der Reihe nach.

Pünktlich um 20:11 Uhr war es so weit. Start frei zur Närrischen Lesesitzung die Shannon Johann mit einem gekonnten Solotanz eröffnete. So war direkt von Anfang an klar, was in den kommenden 4 Stunden auf das Publikum zukam.
Es erschallte im Foyer der Rhein-Mosel-Halle die Präsidentenglocke und danach hieß es – Bühne frei zur Närrischen Lesessitzung 2023. Zu den traditionellen Klängen der Musikkapelle St. Servatius Güls/Jugenfeuerwehrkapelle Lay, zog der Elferrat hinter der Jugendgarde der Grün-Weißen aus
Kölsch-Büllesbach in den vollbesetzen Saal ein. Ein prächtiges Bild und eine tolle Stimmung, das spürte man.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Sitzungspräsident Stephan Otto erwartete man traditionell den Meister des Wortspiels Dr. Oliver Tissot. Der musste aber an diesem Abend passen, weil ein grippaler Infekt schlichtweg zur Sprachlosigkeit führte. Schade, weil unser Freund Oliver Tissot immer einen Jahresrückblick der besonderen Art für die Lese parat hatte.

So war ein erster Höhepunkt des Abends der Besuch von Prinz Sven und Confluentia Lisa mit dem prächtigen Gefolge der KG-Rheinfreunde mit Hofmarschall Dennis Kreuter an der Spitze. Nach mehreren Anläufen konnten wir ein tolles Tollitätenpaar mit einem stolzen Gefolge der ältesten Karnevalsgesellschaft von Koblenz auf der Bühne des Lesevereins begrüßen. So konnte es weitergehen, wenn man den Gedanken des Präsidenten und seines Elferrates folgen wollte.
Nach dem Besuch des Koblenzer Tollitätenpaares und Gefolge zeigten die Funny Girls & Boys der Fidele Mädcher aus Wallersheim ihr Können. Es ist jedes Jahr erstaunlich, mit welchem Einsatz und Freude die jungen Leute den Saal zum Beben bringen.

Die Lese ist ja seit Jahren bekannt für Ihr hohes Niveau an Rednern. So haben wir auch im Jahr 2023 eine „Alten Bekannten“ wieder eingeladen. Kein geringerer, als Diakon Willibert Pauels sollte ein erster Rednerhöhepunkt in unserer Sitzung sein. Nur…manchmal kommt eben alles anders.

Was weder der Sitzungspräsident noch sonst jemand wusste…Pauels kam nicht…und zwar nicht, weil er nicht wollte, sondern nicht konnte. Der böse Virus mit C…. machte ihm den Auftritt bei uns unmöglich. Irgendwas bei der Übermittlung war schiefgelaufen.
Was nun? – Alle Augen richteten sich auf Präsident Stephan Otto. Der hatte schon als Kompensation für Oliver Tissot seinen „Schunkel-Joker“ aufgebraucht. Irgendwas musste passieren…
Kurzerhand hat sich der Präsident das Handy von Bühnenmeister Olav Kullak ausgeliehen und sein Protokoll aus anderen Veranstaltungen dem Publikum vorgetragen – Was sollte man auch anders machen?
Ganz ehrlich…diese Art von Aufregung braucht kein Mensch!

Ein großer Applaus war dem Präsidenten gewiss und so konnte ohne größere Blessuren die Sitzung weitergehen.Lese_Sitzung_2023 Was wäre eine Sitzung der Lese ohne die Grün-Weißen vom Zippchen. Eine jahrelange Verbundenheit findet in jedem Jahr ihren Höhepunkt einer Gardeshow der Spitzenklasse. Es kam noch besser…Der Sitzungspräsident Volker Weininger zeigte in seiner Paraderolle wieder alle Register seines Könnens.
Ein Auftritt, der seines gleichen sucht. Nach einem Showtanz des NCW aus Wallersheim, den Vergleichen auch außerhalb von Koblenz allemal standhält war der Altmeister der Unterhaltung auf der Bühne.

Bernd Stelter zeigt unnachahmlich sein Können und seine Freude über ein Publikum, das ebenfalls Spitzenklasse war.
So ging ein unterhaltsamer, aber sehr aufregender Abend mit dem Schängellied zu Ende in der Hoffnung, dass man sich am 07.02.2024 gesund wiedersieht.

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Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany – 2023

Fastenbesinnung mit Diakon Horst Dany - 2023

»Maria Hilf – ein Wallfahrtsort in Koblenz«
von Diakon Horst Dany

unter dieser Überschrift lud der Katholische Leseverein seine Mitglieder in diesem Jahr zur traditionellen »Besinnung in der Fastenzeit« ein.
Ein Thema, dass offensichtlich viele neugierig machte, wie die erfreulich große Zahl der Teilnehmer zeigte.
Diakon Horst Dany, selbst langjähriges Mitglied des Lesevereins und in Lützel geboren ging in seinen Ausführungen zunächst auf die wechselvolle Geschichte dieser Gebetsstätte ein, die erstmals in einer „Andacht für Maria Hülf“ in einem Gebetbuch von 1759 erwähnt wird.

Die Andachtsstätte, die zunächst nur aus einem Bildstock bestand, wurde von einem Reisenden gestiftet, der auf dem Weg nach Bonn an dieser Stelle von Räubern überfallen worden war und durch ein Gebet zur Gottesmutter gerettet wurde. Seit dieser Zeit kamen regelmäßig Beter zu diesem Bild, das wohl eine Nachbildung eines Werks von Lucas Cranach d.Ä. war.
Als die Gebetsstätte zerstört wurde, rettete man das Gnadenbild nach Neuendorf, von wo es nach einem Wiederaufbau in eine vergrößerte Kapelle zurückkehrte. Doch auch diese wurde wegen der zahlreichen Pilger bald zu klein und 1905 baute man gegenüber, auf der anderen Seite der Bonner Straße eine neue, die heutige Kapelle.
Die Pfarrei in Koblenz Lützel erwarb dann wegen des Neubaus ihrer Kirche Kapelle und Grundstück von der Pfarrei in Neuendorf unter der Bedingung, dass das Gnadenbild nach Neuendorf umzog. Eine spätgotische Madonna eines rheinischen Meisters steht seitdem auf dem Altar in Maria Hilf und die Kapelle wurde 1953 Teil der neuen Pfarrkirche.
Eine erneute Veränderung erfuhr die Kapelle 2017 durch den Abriss der Kirche und ist jetzt an das „Zentrum für Pflege und Betreuung an der
Maria-Hilf-Kapelle“ angegliedert.
Ausführlich ging Horst Dany auf die beeindruckenden Glasfenster mit Szenen aus dem Leben der Gottesmutter ein, wobei er darauf hinwies,
dass nicht alle aus den in den Kanon der Kirche aufgenommenen Evangelien stammen.

Die interessierten Zuhörer saßen anschließend noch bei Brot und Wein und regen Gesprächen zusammen und der Vorstand freute sich, nach der Coronapause, über diesen guten Start ins neu auflebende Vereinsleben .

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Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens – 2023

Bericht des Vorsitzenden Heinz-Peter Mertens

Liebe Lesefamilie,

Heinz-Peter Mertens
Heinz-Peter Mertens
Vorsitzender

das Jahr 2023 ist wie im Fluge vergangen. Die schlimme Coronazeit haben wir hinter uns gelassen, wenn Corona auch bleiben wird. Lange hat es gebraucht, bis wir wieder zusammenkamen. Erst unser Novembertermin brachte wieder ein volles Haus.
Unser erstes Ereignis war wie immer das Neujahrskonzert; dieses Mal ein Jubiläumskonzert mit Benedict Klöckner und Anna Federova. In der Sparkasse konnten wir die maximale Zahl der zugelassenen Gäste von 200 begrüßen und uns freuen, auch im Jahr 2024 unsere Jahresauftaktveranstaltung in der Sparkasse Koblenz zu starten.

Für viele von Ihnen ist der Höhepunkt des Jahreskreislaufes die närrische Lesesitzung, die wohl schon seit der Gründung 1863 Bestandteil der Vereinsaktivitäten ist. Vor vollem Haus führte Stephan Otto durch das Programm. Dieses Mal mit einem verjüngten Elferrat und wie immer mit Gästen aus den Karnevalshochburgen.

Die Besinnung in der Fastenzeit hielt dieses Mal unser Mitglied Horst Dany in der Kapelle Maria Hilf unter dem Titel „Wallfahrtsort Koblenz“. Es war die erste Veranstaltung Ende März mit wieder steigender Besucherzahl. Nach dem Vortrag folgten interessante Gespräche an den bereit gestellten Tischen. Die Kapelle in Lützel, der Rest der ehemaligen Kirche, ist vielen unserer älteren Mitglieder noch ein Begriff.

Hans Thielmann stellte im April im Weingut Wirges den synodalen Weg vor, dabei ging es insbesondere um die Entwicklung, die Entstehung eines Weges zu mehr Einbindung der Laien in die katholische Kirche. Es wird kein einfacher Weg sein, der von Rom bei weitem nicht geteilt wird aber alles fließt und die Zukunft wird zeigen, wohin der Weg insbesondere die nordeuropäische Kirche führt.

Eingeladen haben wir sodann zu einer Festungsbesichtigung auf der Ehrenbreitstein. Hier wurde den Teilnehmern die Bedeutung der Festung nochmals gezeigt. Schließlich ist sie ein Relikt der Vergangenheit, denn mit Beginn der Kriegsführung durch Flugzeuge verloren Festungen unmittelbar an Bedeutung.

Der Besuch einer Ausstellung in Fort Konstantin folgte sodann im September.

Im Dezember wird – nachdem ich dies geschrieben habe – noch unsere Adventsbesinnung in St. Kastor stattgefunden haben.

Wie Sie sicher festgestellt haben, hat erneut keine Mehrtagesreise aber auch keine Tagesreise stattgefunden. Zu mindestens Eintagesreisen würden wir gerne wieder aufnehmen, dabei sind jedoch die hohen Kosten zu bedenken, die uns nur bei einem vollen Bus als tragbar erscheinen. Hier müssen wir leider feststellen, dass dies aktuell eher nicht gegeben ist, was uns auch von anderen Vereinen aus der Region berichtet wird.

Der Vorstand traf sich zu unregelmäßigen Vorstandssitzungen. Hervorheben darf ich die Aktivitäten unseres neuen Vorstandsmitgliedes Claus Conzen, der sich auch um die Internetseite kümmert, auf der die Historie des Vereins – zuletzt auch die karnevalistische Historie – sichtbar gemacht wird.

Die Zahl unserer Mitglieder ist seit Jahren abnehmend. Entscheidend dafür sind die geringen Neueintritte, was offensichtlich der gesellschaftlichen Entwicklung geschuldet ist. Ich hoffe immer noch auf eine Kehrtwende und die Erkenntnis bei den Jüngeren, dass gesellschaftliche Vereine inspirierend sind und insbesondere auch zu Kontakten mit Menschen aus anderen Berufsfeldern, verbunden mit entsprechenden Lebenserfahrungen, führen. Denken wir doch einmal darüber nach, dann stellen wir fest, dass wir an unserem Arbeitsplatz und unserem sonstigen Umfeld oft nur Gleichgesinnte treffen.

Kurz vor Beginn von Corona hatten wir überlegt einen Stammtisch einzurichten, Rückmeldungen hatten eine positive Resonanz gezeigt.
Dies wollen wir für 2024 nochmals ins Auge fassen, wobei hier auch ein geeigneter Ort gefunden werden muss. Ich darf sagen; auch dies ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Unsere Vorstandssitzungen die Jahrzehnte in der Kornpforte stattfanden, haben im ablaufenden Jahr an ver-schiedenen Stellen stattgefunden, da die Kornpforte als Speiserestaurant nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht.

Ich würde mich freuen, wenn Sie auch im nächsten Jahr unsere Veranstaltungen nutzen und mit dazu beitragen, die aktive Zahl unserer Mitglieder wieder zu steigern. Bringen Sie gerne auch Ideen ein, denn der Vorstand ist nicht allein verantwortlich das Jahresprogramm zu gestalten.

Unser Geschäftsführer Stephan Otto wird zum Jahresende seine Geschäftsführung niederlegen. Wir dürfen uns für die geleistete Arbeit, die insbesondere bei der Vorbereitung und Durchführung der Lesesitzung allen sichtbar wird, bedanken und wünschen uns auch für die Zukunft Gottes Segen.
Ihr
Heinz-Peter Mertens

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Lesungen und Lesefahrten

Lesefahrt 2023 – Besuch der Ausstellung »Koblenz im zweiten Weltkrieg«

Besuch der Ausstellung »Koblenz nach dem zweiten Weltkrieg«

Am Samstag, dem 9. September traf sich eine Gruppe interessierter Lese-Mitglieder zu einer für alle beeindruckenden Führung durch die Ausstellung »Koblenz im Zweiten Weltkrieg« auf Fort Konstantin.

Die Ausstellung »Koblenz im Zweiten Weltkrieg« ist eine Dauerausstellung des Stadtarchivs Koblenz, die sich mit der Geschichte der Stadt in den Jahren 1945 bis 1960 befasst. Die Ausstellung ist in vier Teile gegliedert:

Der Luftkrieg
Die Befreiung
Die Neuordnung
Der Wiederaufbau

Die Ausstellung zeigt anhand von zahlreichen Exponaten, Fotos, Film- und Tondokumenten, wie die Stadt Koblenz von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs betroffen war. Dabei werden sowohl die physischen Zerstörungen als auch die sozialen und politischen Veränderungen thematisiert.
Die Ausstellung ist insgesamt gut gelungen und bietet einen umfassenden Überblick über die Geschichte Koblenz in der Nachkriegszeit. Die Exponate sind ansprechend präsentiert und die Texte sind informativ und verständlich. Die Ausstellung ist auch für Schulklassen und andere Gruppen geeignet.
Die Ausstellung kann als eine wichtige Erinnerung an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und die Herausforderungen der Nachkriegszeit verstanden werden. Sie zeigt, wie sich eine Stadt von den Folgen eines Krieges erholen kann und wie wichtig es ist, sich an die Vergangenheit zu erinnern, um die Zukunft besser gestalten zu können.
Im Folgenden werden einige der wichtigsten Aspekte der Ausstellung näher beleuchtet:

Der Luftkrieg
Der Luftkrieg war eine der verheerendsten Folgen des Zweiten Weltkriegs für Koblenz. In den Jahren 1942 bis 1945 wurden die Stadt und ihre Umgebung wiederholt von alliierten Bombern angegriffen. Bei den Angriffen wurden Tausende von Menschen getötet, zahlreiche Gebäude zerstört und die Infrastruktur der Stadt schwer beschädigt.
Die Ausstellung zeigt die Folgen des Luftkriegs anhand von zahlreichen Exponaten, darunter Fotos von zerstörten Gebäuden, persönliche Gegenstände von Opfern und Dokumente, die den Verlauf der Angriffe dokumentieren.

Die Befreiung
Koblenz wurde am 22. März 1945 von US-amerikanischen Truppen befreit. Die Befreiung war ein Moment großer Freude für die Bevölkerung der Stadt, die unter der NS-Herrschaft gelitten hatte.
Die Ausstellung zeigt die Befreiung Koblenz anhand von Fotos und Dokumenten, die den Einmarsch der US-Truppen und die ersten Tage der Besatzungszeit dokumentieren.

Die Neuordnung
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Koblenz Teil der französischen Besatzungszone. In den Jahren 1945 bis 1949 wurde die Stadt neu geordnet. Dabei wurden die politischen und wirtschaftlichen Strukturen der Stadt grundlegend verändert.
Die Ausstellung zeigt die Neuordnung Koblenz anhand von Fotos und Dokumenten, die die Besatzungszeit, die Gründung des Landes Rheinland-Pfalz und die ersten Jahre der Bundesrepublik Deutschland dokumentieren.

Der Wiederaufbau
Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs waren enorm. In Koblenz mussten nach dem Krieg rund 80 % der Gebäude wieder aufgebaut werden. Der Wiederaufbau war ein langwieriger und schwieriger Prozess, der bis in die 1960er Jahre andauerte.
Die Ausstellung zeigt den Wiederaufbau Koblenz anhand von Fotos und Dokumenten, die die verschiedenen Phasen des Wiederaufbaus dokumentieren.

Die Ausstellung »Koblenz im Zweiten Weltkrieg« ist eine wichtige Dokumentation der Geschichte der Stadt in einer der prägendsten Epochen ihrer Geschichte. Sie ist ein wertvolles Instrument für die Erinnerung an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und die Herausforderungen der Nachkriegszeit.
(Quellen: Stadtarchiv Koblenz, Pro Konstantin, Offener Kanal Koblenz)

Der Offene Kanal hat einen kleinen Filmbeitrag über die Ausstellung gedreht, der am 12.9.2015 gesendet wurde. Er ist unter folgendem Link auf YouTube eingestellt: https://www.youtube.com/watch?v=xMZkF37Oeh0

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Vorstand alt

Eduard Müller

Müller Eduard

Müller Eduard

Justizrat/Ehrenbürger
geboren 09.06.1841 in Bonn
gestorben 16.08.1926 in Koblenz

Viele Jahre, von 1887 bis 1920 (mit zwei Unterbrechungen), stand Eduard Müller an der Spitze des Katholischen Lesevereins und im Mittelpunkt des katholischen Lebens in Koblenz. Noch länger war er Vorsitzender der Zentrumspartei in Koblenz und im Wahlkreis Koblenz-St. Goar. Die aus Koblenz stammenden Parteigründer Peter und August Reichensperger hatten in Eduard Müller einen engen Mitstreiter. Während des Kulturkampfes von 1871 bis 1878 schreckte er nicht vor der preußischen Obrigkeit zurück. Er schrieb politische Artikel und verteidigte als Jurist Geistliche und andere Würdenträger vor Gericht. Müller organisierte den Deutschen Katholikentag 1890 in Koblenz und war dessen Präsident. Über 20 Jahre gehörte er dem Stadtrat an, davon viele Jahre als ehrenamtlicher Beigeordneter. Als Vertreter von Koblenz war er Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses.

Eduard Müller verbrachte die Jugend in Bonn. Nach dem Jurastudium und den glänzend bestandenen juristischen Prüfungen kam er als Referendar nach Koblenz. Hier blieb er für immer. Vielbeachtet war sein Eintreten für die katholische Sache und seine offene Sprache. Zweimal kam er vor das anwaltliche Disziplinargericht. Jedesmal wurde er freigesprochen. Der Staat erkannte seine Leistungen an: Man ernannte ihn 1866 zum Advokaten, 1870 zum Advokatanwalt, 1891 zum Justizrat und 1911 zum Geheimen Justizrat.

1912 war Eduard Müller Mitgründer des Vereins der Rechtsanwälte Koblenz und bis 1921 dessen Vorsitzender. Zählte der Verein damals 30 waren es 1987 bereits 330 Mitglieder. Müller war Kommandeur des Päpstlichen St. Silvesterordens, Inhaber des Roten Adlerordens, des königlichen Kronenordens und des Ritterkreuzes des badischen Ordens vom Zähringer Löwen. Der Stadtrat ernannte ihn am 05.12.1917 zum Ehrenbürger von Koblenz. In der Goldgrube gab man am 22.04.1948 einer Straße seinen Namen.

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Vorstand alt

Franz Henrich

Rechtsanwalt/Justizrat
geboren 15.07.1880 in Koblenz
gestorben 03.07.1954 in Koblenz

„Recht muss Recht bleiben“. Diese Inschrift stand über dem Portal seines Elternhauses am Clemensplatz. Sie war nicht nur für seinen Vater Clemens Henrich, sondern auch für den Sohn Franz Richtschnur seines Handelns. Franz Henrich trat nach dem Studium der Rechtswissenschaften in die Praxis des Vaters ein. Sie bestand damit in der vierten Generation der Familien Adams und Henrich. Auch Franz Henrich hatte beruflich und gesellschaftlich in Koblenz hohes Ansehen. Er zählte zu den Vorstandsmitgliedern, die am 12.12.1933 den Verein der Rechtsanwälte auflösten Die Forderungen der neuen Machthaber auf Ausschluss nichtarischer Mitglieder erschienen ihnen nicht zumutbar. In der NS-Zeit blieb er seiner Gesinnung treu und gewährte vielen verfolgten Bürgern unerschrocken Rechtsschutz.

Nach 1945 stellte sich Franz Henrich für den Wiederaufbau des demokratischen Staatswesens zur Verfügung. Neben Peter Altmeier, Hubert Hermans, Johannes Junglas und Helene Rothländer zählte er am 17.02.1946 zu den Gründern der CDU, deren Vorsitz er übernahm. Vor 1933 war er Vorsitzender des Koblenzer Zentrums. Deswegen wurde er 1944 vom NS-Regime verhaftet. Am 08.01.1946 gründete er den Verein der Rechtsanwälte, dessen Entwicklung er als Vorsitzender förderte. Von 1946 bis 1951 war er außerdem Vorsitzender des Katholischen Lesevereins.