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Neujahrskonzert 2015

Neujahrskonzert 2015

Standing Ovations bei der Neujahrsmatinee des katholischen Lesevereins.
Anna Fedorova (Klavier), Benedikt Klöckner (Violoncello) und Melanie Klöckner (Sopran) begeisterten erneut das Publikum in den Räumen des Gastgebers Mercedes-Benz.
Vor vollem Haus präsentierten Sie Werke u.a. von Cesar Frank, Mozart, Mendelsohn Bartholdy, Bizet, Chopin und Liszt am Sonntag Vormittag.

Eine große Bandbreite der Musik wurde geboten, ob Sonate, ungarische Rhapsodie oder Arie. Zu Recht nannte Vorsitzender Dr. Ewald Thul das Konzert eine Sternstunde der Musik hier in unserem Koblenz.
Mit freundlichem Gruß
Heinz-Peter Mertens
Vorstand Leseverein

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Programm:

Cesar Frank (1822-1890)
A-Dur für Sonate für Violine und Klavier Bearbeitung für Cello und Klavier
Wolf gang Amadeus Mozart (1756-1791)
Arie aus Cosi van Tutte E amore un ladronchello
Felix Mendelsohn Bartholdy (1809-1847)
Aus dem fernöstlichen Divan / Marianne Willmer „Ach um deine feuchten Schwingen“ op.34,4
George Bizet (1838-1875) Habanera aus der Carmen
Pause
Frederic Chopin (1810-1849) Nocturne Es Dur In einer Bearbeitung für Violoncello und Piano
Franz Liszt (1811-1886) Ungarische Rhapsodie Nr. 6 in D-Dur für Piano
Gabriel Faure (1845-1924) Elegie für Cello und Piano in C-Moll op. 24
David Popper (1843-1913) Ungarische Rhapsodie für Cello und Klavier op. 68

Fotos:
stefan krumbhorn

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Neujahrskonzert 2014

Nerujahrskonzert 2014

Am Morgen des 12. Januar fand in den Räumen der Mercedes-Benz-Niederlassung in Koblenz das Neujahrskonzert des Katholischen Lesevereins statt. Schon in aller Frühe strömte die Lesefamilie herbei, um einen möglichst guten Platz zu ergattern.

Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn waren die 360 Plätze komplett besetzt. Was zog die Leute so sehr an? Es war die hohe Qualität der Künstler.

Als Pianistin wirkte Anna Federova, eine junge Frau aus Kiew, die schon eine glänzende, internationale Konzertkarriere absolviert hat und zu den weltweit führenden jungen Künstlern gehört.
Nicht minder berühmt ist der Cellist Benedict Klöckner, der zu den am meisten bewunderten Begabungen der neuen Solistengeneration gehört. Zahlreiche internationale Wettbewerbe hat er gewonnen und hat in vielen großen Konzerthäusern der Welt gespielt.

Sehr beeindruckend auch seine Schwester Melanie Klöckner, die als junge Sopranistin schon bei einigen Konzerten, so in Stuttgart, Frankfurt und Karlsruhe brillieren konnte.

Der Direktor der Mercedes-Benz-Niederlassung, Thomas Millies, hatte die Zuhörerschaft mit herzlichen Worten begrüßt und und darauf hingewiesen, dass es das 20. Neujahrskonzert der „Lese“ sei, dem noch viele folgen sollten.

Der Vorsitzende der „Lese“, Dr. E. Thul, dankte dem Hause Mercedes für die große Gastfreundschaft und lud die Besucher des Konzerts zu Brot und Wein ein.
Dr. E. Thul

Fotos: H.-P. Mertens

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Presseberichte

Blick aktuell, Ausgabe vom 18.Januar 2014:
Katholischer Leseverein präsentierte in der Mercedes-Benz-Niederlassung ein Neujahrskonzert
mit drei hochbegabten Musikern

Ein Konzert – eine Sternstunde
Die weltweit konzertierenden Musiker Anna Federova und Benedict Klöckner berührten mit ihrem Spiel die Herzen;
die Sopranistin Melanie Klöckner begeisterte das Publikum mit der Puccini-Arie

Koblenz. Mehr als 350 Mitglieder der großen und treue Koblenzer Lesefamilie, ihre Angehörigen und Freunde waren gekommen, um das Neujahrskonzert, ein seit dem 30. Januar 1994 sehr beliebtes, jährlich veranstaltetes Musikerleb-nis, zu genießen. Für den Genuss sorgen schon seit vielen Jahren immer wieder Mitglieder der hoch musikalischen Familie Klöckner. In diesem Jahr waren es der 1989 in Neuwied geborene Cellist Benedict Klöckner und seine Schwester, die Sopranistin Melanie Klöckner (geb. 1990). Als Sahnehaube obenauf trat durch Benedicts ver-mittelndes Mitwirken eine der weltweit führenden jungen Pianistinnen, die 23-jährige Ukrainerin Anna Fedorova, mit den Geschwistern auf die Bühne des Autohauses.

Große Werke standen auf dem Programm

Nach der Begrüßung durch den Hausherrn, den Leiter des Autohauses, Thomas Millies, standen auf dem Programm große Werke von Chopin, Puccini, Dvorak, Poulenc, Rachmaninov und Prokofiev. Gleich zu Beginn stellte Benedict Klöckner durch· verschiedenste Spieltechniken die klangliche Vielseitigkeit des Violoncello vor. Denn bei Prokofievs fast epischem Werk „Sonate für Cello und Klavier C-Dur op. 119“ werden die Saiten gezupft, geschlagen oder eben mit dem Bogen zum Klingen gebracht. Dem Cellisten dabei zuzusehen und zuzuhören, ist einfach faszinierend. Fedorova begleitet ihn nicht nur am Klavier, sondern spielt ihren Part gleichberechtigt: Mit großen Gesten interpretiert sie einfach hinreißend und bleibt mit ausdrucksvoller Mimik in ständigem Blickkontakt mit ihrem musikalischen Pendant. Nicht nur bei der Prokofiev-Sonate. Gekonnt lassen beide Musiker ihre Instrumente eine innige Beziehung eingehen. Sie spielen die Noten nicht einfach nur, sondern drücken Gefühl mit der Musik aus. Im letzten Satz der Sonate – Allegro ma non troppo – lassen sie die Musik geradezu voluminöse Freudensprünge machen, sie davon galoppieren. Über ganze Passagen lässt Klöckner das Notenblatt unbeachtet, spielt lieber voller Hingabe mit fast geschlossenen Augen oder mit einem Blick zu Fedorova, deren ausdrucksvolles Spiel die Töne fast sprechen lässt. Virtuos gelingen ihr die anspruchsvollen Klavierpassagen in Chopins 1828 komponierter „Introduction et Polonaise Brillante für Cello und Klavier“. Atemberaubend und das Publikum fesselnd ist das makellose, immer wieder hohes Tempo fordernde Spiel beider Musiker. Die Bravo-Rufe nach jedem Stück haben sie sich redlich verdient.

Schöne Sopran-Stimme
Mit einer schönen Sopran-Stimme singt Melanie Klöckner, die lange Jahre Mitglied im Koblenzer Kinder- und Jugendchor „Die Kolibris“ war und seit 2011 Sologesang in Frankfurt studiert „Song to the Moon“ aus Dvoraks Oper „Rusalka“, „Pont-de-Cé“ von Francis Poulenc und die Arie „Un Bel Di Vedromo“ aus der Puccini-Oper Madame Butterfly. Sie singt ohne Text- und Notenblatt in Russisch, Französisch und Italienisch und strahlt dabei eine große Portion Charme und Anmut aus. Die große Dramatik der Puccini-Arie vermag sie bravourös und anrührend zu interpretieren.
Einfühlsam und in sich ruhend ist ihr Fedorova am Klavier lediglich ein dezenter musikalischer Begleiter. Die Pianistin stellt ihr besonderes Talent noch einmal mit Rachmaninovs anspruchsvollem „Préludes op. 22,23“ unter Beweis. Hin-gebungsvoll ist ihr Spiel, ihr Instrument beherrscht sie perfekt. Was sie bietet, ist Tastenzauber par excellence. Das letzte Stück des Konzertes war Chopins „Sonata für Violoncello und Klavier g-moll op. 65“. Es war auch das letzte große Werk des Komponisten, 1847 veröffentlicht. Die Cello- und Klavier-Einsätze hielt er wohl im Gleichgewicht, aber in immer wieder veränderter Konstellation. MaI miteinander verbunden, mal im Solo, mal sich im Kontrast begegnend.

Hervorragende Interpretation
Das von hoher Emotionalität geprägte Werk interpretieren Benedict Klöckner und Anna Fedorova hervorragend. An manchen Stellen scheint der Cellist sein musikalisches Temperament gar zurückhalten zu müssen, obwohl sein Spiel den tanzenden Tönen des Klaviers doch schon in wilder, ausgelassener Verfolgungsjagd hinterher eilen darf. Als Zugabe boten Benedict Klöckner und Anna Fedorova dem Publikum ein sehr besonderes Musikstück von Paganini, die Mosé-Phantasie. Sie wird begleitet von der Legende, Paganini habe die E-, A- und D-Saiten seines Instrumentes angesägt, um mit einer Improvisation auf der verbliebenen G-Saite zu glänzen.
Klöckner spielt das Stück auf dieser Saite so schön, dass das Fehlen der anderen Saiten keine Entbehrung ist. Die Melodie ist schließlich so fröhlich, als ob Paganini selbst über seinen Coup lachen würde. Für Melanie Klöckners Zugabe lieferte die Noten der bekannte Londoner Komponist Howard Blake, der auch die Musik zu dem Kult-Zeichentrickfilm „Der Schneemann“ geschrieben hat. Eigens für den Konzert-Auftritt der Geschwister bei dem Leseverein hatte er ein kleines Arrangement geschrieben. Das Lied in deutscher Sprache singt Melanie vom Blatt, ihre Stimme ist bei dem neuen Stück ganz zart und noch ein wenig unsicher. Bevor Dr. Ewald Thul, der Vorstandsvorsitzende des Lesevereins, sich mit Wein und Blumen bei den Ausführenden bedankte, bewertete er das Konzert als Sternstunde. Eine Darbietung von Weltrang, die man nicht oft geboten bekomme, begeisterte er sich.

Ewald Thul (l.) und Thomas Millies begrüßten die zahlreich erschienenen Mitglieder der Lesefamilie

Text und Fotos: Barbara Senger

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Rhein-Zeitung, Ausgabe vom 18. Januar 2014:

Junge Künstler begeistern
Koblenz. Drei junge Talente begeisterten jetzt bei der Neujahrsmatinee des Katholischen Lesevereins Koblenz: Benedikt Klöckner, der als Jungstar am Cello gilt, seine Schwester Melanie (Sopran) sowie die Pianistin Anna Federova gestalteten zur 20. Auflage des Neujahrskonzertes ein Programm mit Werken von Chopin, Dvorak, Puccini, Rachmaninow und Prokofjew in der Mercedes-Benz-Niederlassung. Knapp 400 Zuhörer lauschten dem musikalischen Vortrag der drei jungen Künstler. Benedikt und Melanie Klöckner sind gern gesehene Gäste beim Neujahrskonzert des Lesevereins, im vergangenen Jahr traten sie ebenfalls dort auf. Der Kontakt zur Pianistin Anna Federova entstand 2012 beim Verbier Festival zwischen ihr und Benedikt Klöckner. Beide wurden damals für ihre besonderen künstlerischen Leistungen mit dem Festivalpreis ausgezeichnet. Und auch das Publikum des Neujahrskonzertes war begeistert von der Darbietung der drei.
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Neujahrskonzert 2013

Neujahrskonzert 2013 - Wieder eine Sternstunde des Katholischen Lesevereins

Schöner hätte der Auftakt zum Jubiläum der „Lese“ nicht sein können.
Der Verkaufsraum von „Mercedes-Benz in Koblenz“ war brechend voll; Stühle mußten herbeigeschleppt werden, um auch dem letzten Besucher des Neujahrskonzertes einen Sitzplatz zu verschaffen. Der Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung, Thomas Millies, begrüßte mit herzlichen Worten die Lesefamilie, die sich zum 19. Mal in diesen Räumen zum Konzert versammelte.
Nicht enden wollender Beifall und Bravo-Rufe waren Ausdruck des begeisterten Publikums.

Der Vorsitzende der „Lese“, Dr. Ewald Thul, dankte den Künstlern und lud alle Anwesenden zu guten Gesprächen bei Wein und Brot.
Die Pianistin, Danae Dörken, schenkte der Fan-Gemeinde gegen Schluß der Veranstaltung noch eine tolle Zugabe, sozusagen das Sahnehäubchen dieses Festereignisses. 
 E. Th.

Die Rhein-Zeitung veröffentlichte in ihrer Ausgabe vom 08. Januar 2013 folgenden Beitrag:

Auch wenn er sich mittlerweile auf dem internationalen Konzertparkett erfolgreich tummelt und wie nebenbei überall Preise einheimst: Fürs Neujahrskonzert des Katholischen Lesevereins, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert, kommt Benedict Kloeckner, Jahrgang 1989 und als Cellist und Ostertag-Schüler auf steilem Karrierekurs, immer wieder gern nach Koblenz. Er tut es auch dann, wenn er „nur“ in den Ausstellungsräumen von Mercedes Benz auftritt, die seit 19 Jahren den ungewöhnlichen Rahmen für diese Konzerte liefern.

Euphorische Fangemeinde
Zum Bersten gefüllt mit einer treuen Fangemeinde Kloeckners, der seit 2009 auch als junger Solist in der Kronberg Academy, der Cellisten-Schmiede schlechthin, bei Frans Helmerson studiert. Seine Anhänger warten nur darauf, ihrer Sympathie mit Bravorufen Luft zu machen. Und Kloeckner weiß, was er seinen Fans schuldig ist, selbst wenn er ihnen zu Beginn des Konzertes mit Francis Poulencs einziger Sonate für Violoncello und Klavier nicht eben leichte Kost vorsetzt. Er spielt sie mit der zwei Jahre jüngeren, wie er ähnlich ambitionierten, bei Lars Vogt studierenden Pianistin Danae Dörken.
Die beiden geben Poulenc, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 50. Mal jährt, in Reinform zum Besten: stilistisch schillernd wie ein Chamäleon, versetzt mit neobarocken und
-klassischen Elementen, kämpferisch und graziös, melodramatisch und witzig-verspielt. Mal kommt die Musik im derben, durch Doppelgriffe markierten Marschschritt daher, mal im Ballabile, tänzerisch, tändelnd und flink, kontrastiv zum Sehnsuchtsvollen der Cavatine. Aber dann geht’s auch schon los mit den cellistischen Kunststücken par excellence, etwa den Variationen des ukrainischen Cellisten Gregor Piatigorsky und seinen fingerbrecherischen, auf seine großen Hände zugeschnittenen Variationen der 24. Caprice Paganinis. Selbst im wildesten Voranstürmen, im filigransten Flageolet bleibt Kloeckner souverän, technisch kaum auszutricksen.

Leidenschaftliches Spiel
Spanisch eingefärbt ist die zweite Programmhälfte: Sie reicht von Gaspar Gassadós Suite für Violoncello solo mit ihren Anleihen bei Zoltán Kodály und Maurice Ravel über Nationalmusikalisches von Albéniz, Granados und de Falla bis zu den fürs Cello umgestrickten csárdás-gewürzten „Zigeunerweisen“ Pablo Sarasates. Leidenschaft, Schwermut, Temperament, rhythmisches Treiben und sehnsüchtiges Singen in farbigem Wechsel sind zu hören. Schön, dass Kloeckner nicht an der virtuosen Oberfläche bleibt, sondern in die Tiefen des Ausdrucks vordringt.
Und wo das Publikum schon mal bei den Bravos ist, bleibt es auch dabei, wenn Danae Dörken solistisch brilliert: etwa in Franz Liszts Paraphrase zum „Rigoletto“ oder wenn die Jüngste aus dem musikalischen Hause Kloeckner, Melanie, als Sopranistin besonders bei Schuberts „Gretchen am Spinnrad“ ebenso mit der Frische ihrer Stimme wie mit Expressivität überzeugt.

Lieselotte Sauer-Kaulbach
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Neujahrskonzert 2012

Neujahrskonzert 2012 - Eine Sternstunde der Musik

Der Direktor der Mercedes-Benz Niederlassung Koblenz, Herr Thomas Millies, begrüßte nahezu 400 Musikfreunde, die der Einladung des Katholischen Lesevereins zu seinem Neujahrskonzert, das im PKW-Verkaufshaus stattfand, gefolgt waren.

Drei junge Künstler begeisterten mit ihrem souveränen Spiel die Zuhörerschaft, die mit anhaltendem Beifall dankte.
Benedict Klöckner, der schon mit renommierten Orchestern in vielen Konzerthäusern des Kontinents musizierte, erwies sich erneut als eine absolute Ausnahmebegabung. Mit seinem Cello, das er virtuos beherrscht, hat er Werke von Beethoven, Brahms, Schubert, Paganini und David Popper dargeboten und das Publikum in seinen Bann gezogen.
Er wurde am Klavier von Andrej Jussow, Dozent an der Hochschule für Musik in Karlsruhe, begleitet.
Sein Spiel war sehr einfühlsam und harmonierte exzellent mit Benedict Klöckner. Auch seine Soli, unter anderem der Militärmarsch von Franz Schubert, waren begeisternd schön.
Und die Dritte im Bunde, die Sopranistin Melanie Klöckner, war die Entdeckung des Tages. Mit ihrer glockenreinen, strahlenden Stimme bot sie geradezu meisterlich, von Andrej Jussow am Klavier begleitet, Arien aus italienischen Opern, aber auch von Mozart und Felix Mendelssohn dar.

Bei Brot und Wein waren die Gäste nach dem Konzert zu guten Gesprächen versammelt.

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Neujahrskonzert 2011

Neujahrskonzert 2011 bei Mercedes-Benz in Koblenz

Auch in diesem Jahr war die traditionelle Neujahrsmatinee des Katholischen Lesevereins in der Niederlassung von Mercedes-Benz wieder sehr gut besucht.

Die zwei Kölner Brüder Niklas und Nils Liepe sowie die international erfolgreiche Sängerin Ekaterina Isachenko ließen bei ihren musikalischen Darbietungen keine Wünsche offen. Der 1990 geborene junge Geiger Niklas Liepe, Gewinner zahlreicher renommierter Wettbewerbe wie etwa dem Wieniawiski Wettbewerb in Polen, überzeugte durchgehend mit markantem silbrigen Geigenklang. Die Mozartsonate in A-Dur spielte er mit filigraner Leichtigkeit und sehr viel Poesie, sein Bruder Nils war ihm dabei ein idealer, hellwacher Begleiter, der sich jedoch nie in den Vordergrund spielte.

Als Höhepunkt vor der Pause konnten die Konzertbesucher der Lese dann die bereits zum zweiten Mal eingeladene russische Sopranistin Ekaterina Isachenko als wahren Hör- und Augengenuss erleben. Die junge Sängerin bot Kunst zwischen Folklore und lodernder Dramatik. Bei allen Beiträgen ließ sie ein besonderes Gespür für die Sehnsüchte erkennen, von denen die Lieder von Rachmaninow, Strauss und Kurt Weill leben. Isachenko zeigte mit ihrer wundervoll kraftvollen Stimme eine große Bannbreite zwischen himmelwärts jauchzenden Höhen bei J. Strauss, lyrischen Höhenflügen bei Rachmaninow und rabenschwarzer Abgründigkeit bei Kurt Weill. Bezwingend war dabei die in allen Beiträgen gehaltene Intensität und Leidenschaftlichkeit des Vortrags.
Das Publikum dankte es ihr mit großer Begeisterung.

Nach der Pause zeigte Nils Liepe mit der Revolutionsetude von Chopin, dass er nicht nur ein sehr einfühlsamer Begleiter ist, sondern auch über große pianistische Fähigkeiten verfügt. Zusammen spielten die beiden dann zur Freude des Publikums Neujahrsschmankerl wie „Liebesleid und Liebesfreud“ von Fritz Kreisler, wobei die schmeichelnde Weichheit des Klangs der Violine das neue Jahr angenehm beginnen ließ. Temperament und Leidenschaft zeigten die beiden dann bei Tschaikowskys Scherzo sowie bei der FAE Sonate von Johannes Brahms.
Natürlich durfte bei einem langjährigen Schüler des legendären Geigenlehrers Zakhar Bron das Konzert nicht ohne einen virtuosen Abschluss enden. Sarasates Zigeunerweisen mit dem atemlosen Spiccato Sprint des Violonisten brachten den jungen Musikern dann zum Schluss die wohlverdienten Bravorufe eines begeisterten Publikums.
A. Klöckner

Foto: A. Meinung

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Neujahrskonzert 2010

Vom Nachwuchstalent zur Musikerpersönlichkeit - Benedict Klöckner

Die Neujahrsmatinee des Katholischen Lesevereins stand ganz im Zeichen des jungen Cellisten Benedict Klöckner

Neujahrskonzert_2010

Ein schöneres Hochzeitsgeschenk hätte César Franck dem belgischen Geiger Eugène Ysaye kaum machen können als seine A-Dur-Violinsonate, deren Themen spannend und harmonisch zugleich partnerschaftliches Miteinander praktizieren. Kein Wunder, dass dieses Werk schnell den Neid von Bratschern und Cellisten weckte, für die denn auch die entsprechenden Transkriptionen entstanden. In jener für Violoncello und Klavier war Francks Komposition der absolute Höhepunkt der Neujahrsmatinee des Katholischen Lesevereins in den Räumen von Mercedes Benz. Dass sie zu diesem Höhepunkt wird, hängt nicht allein mit ihrer musikalischen Potenz zusammen, sondern auch mit ihrem Interpreten: dem gerade mal 20-jährigen Cellisten Benedict Klöckner. Der ist – und dies demonstriert er mit der Franck-Interpretation eindrucksvoll – längst mehr als nur talentierter Nachwuchs. Er ist mittlerweile trotz seiner Jugendlichkeit ein ernst zu nehmender musikalischer Profi. Zu den jüngsten Lorbeeren des Ostertag-Schülers zählt die Aufnahme in den Masterstudiengang der kammermusikalischen Kaderschmiede schlechthin, der Kronberg Academy. Ein Ergebnis dieses Studiums ist die Franck’sche Sonate, erarbeitet mit keinem Geringeren als Meistergeiger Gidon Kremer. Ausgefeilte Spieltechnik wird da zur selbstverständlichen Nebensache. Was bezwingt, sind die in allen vier Sätzen gehaltene interpretatorische Intensität und Spannung Klöckners, ist auch die schmeichelnde Weichheit des Klangs beim als roter Faden fungierenden ersten Thema. Sie wird ausbalanciert durch eine vor allem den zweiten Satz charakterisierende, fast aggressiv aufgeladene Dynamik. Die für ihre im Dubliner Schneechaos steckende Tochter eingesprungene Pianistin Mara Mednik ist trotz der Kürze der Vorbereitungszeit eine einfühlsam mitziehende, nie jedoch konkurrierende Partnerin. Das ist beim Einstieg bei den der Umstellung wegen ins Programm genommenen sieben Beethoven-Variationen über Mozarts „Bei Männern welche Liebe fühlen“ Es-Dur WoO 46 noch ein bisschen anders. Da langt Mednik manchmal allzu handfest zu, kommt es zu kleineren Differenzen vor allem in Tempofragen. Aber wer wird schon meckern, wenn er als Ausgleich dafür Pablo de Sarasates populäre „Zigeunerweisen“ op. 20 (wiederum entsprechend bearbeitet) bekommt, in denen das Cello technisch vielfältig brillieren darf, bis hin zum atemlosen Spiccato-Sprint im vierten Teil? Wenn ihm schließlich auch noch Abwechslung in Gestalt der jungen, in Karlsruhe bei Ingrid Hambold studierenden Sopranistin Veronika Pfaffenzeller geboten wird. Die wirkt bei Rezitativ und Arie der Comtessa aus Mozarts „Figaro“ ein bisschen angestrengt, dafür um so lyrischer in Strauss-Liedern, unter anderem „Die Nacht“, und neujahrskonzertmäßig beschwingt in Luigi Arditis Bravourwalzer „Il Bacio“.
Lieselotte Sauer-Kaulbach

Foto: E. Lambert
Rhein-Zeitung vom 12. Januar 2010  
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Neujahrskonzert 2009

Der Katholischer Leseverein begrüßte das neue Jahr mit Kammermusik

„Eine Sternstunde der Kammermusik“: So fasste der Vorsitzende des Katholischen Lesevereins, Dr. Ewald Thul, die diesjährige Neujahrsmatinee seines Vereins zusammen. 360 Besucher waren zu Mercedes-Benz gekommen und erlebten die Sopranistin Ekaterina Isachenko, den Cellisten Benedict Klöckner und den Pianisten José Gallardo.

Gallardo und Klöckner eröffnete das Konzert mit ihrer Interpretation der A-Dur-Sonate von Beethoven, die geprägt war vom spannungsreichen Kontrast zwischen einerseits kraftvoller, schroffer Qualität und andererseits grüblerisch versunkener Nachdenklichkeit. Die scharfen, dynamischen Kontraste und ruppigen Rhythmen wurden mit urwüchsiger Kraft und fülliger, dunkler, dabei lupenreiner Tongebung förmlich in die Saiten gemeißelt.

Nach dem furiosen Beethoven zeigte die Sopranistin Ekaterina Isachenko erstaunliches Stimmvolumen, das sowohl Lyrik als auch Dramatik in müheloser Leichtigkeit präsentierte. Die Darbietung ihrer Beiträge von Puccini bis zu Lehár und Gershwin wurde nicht zuletzt durch ihre außerordentliche Bühnenpräsenz zu einem Vergnügen für Ohr und Auge. Gallardo faszinierte auch hier als kongenialer Partner am Klavier mit ungewöhnlicher Brillanz und Klangfülle.

Die Cellosonate in a-Moll von Edward Grieg wurde im zweiten Teil zum Hörerlebnis. Abgründe von Verzweiflung und Melancholie wurden von Klöckner und Gallardo in empathischer Übereinstimmung schillernd und hintergründig dargeboten. Klavier und Cello hielten dabei innige Zwiesprache, antworteten und imitierten einander in einer funkelnden Fülle von Ausdrucksvariationen. Die Musik berührte, war mystisch und traurig, dabei zugleich ungestüm sowie ekstatisch und kündete von großer Seelenpein. Dafür gab es tosenden Applaus. Mit südamerikanischem Feuer am Klavier und einem glühenden Celloton verabschiedeten sich die beiden Instrumentalisten mit Stücken von Granados und Cassado.
13.01.2009 © Rhein-Zeitung  
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Neujahrskonzert 2008

Matinee des Lesevereins bei Mercedes-Benz: Junger Cellist meistert leicht technische Finessen

Virtuos: Klöckner-Brüder mit Gallardo

Auf den Musik-Bühnen der Region gehört er zu den Stammgästen. Und fast jedes Mal, wenn Benedict Klöckner, der mittlerweile weit mehr als ein nur hoffnungsvolles cellistisches Nachwuchstalent und Schüler Martin Ostertags ist, wieder auftaucht, ist die beachtliche Liste seiner Preise und Erfolge noch ein bisschen länger geworden. Die Matinee des Katholischen Lesevereins bei Mercedes-Benz bildet da keine Ausnahme. Zu der ist Klöckner mit einem weiteren Bundessieg bei „Jugend musiziert“ und einem Stipendium der Wagner-Stiftung Baden-Baden angereist.

Da wäre es denn eigentlich gar nicht notwendig, einen so jungen, gerade mal 18 Jahre zählenden Musiker, der nicht nur viel verspricht, sondern dies auch bereits hält, nur mit ausgesprochen virtuosen Schmankerln vorzuführen. So etwa mit den A-Dur-Variationen über ein Rokoko-Thema, das op. 33 Peter Tschaikowskys, und den Variationen Niccolò Paganinis über „Dal tuo stellato“ aus Rossinis Oper „Mosé“ (für Violoncello von dem französischen Cellisten Maurice Gendron bearbeitet).

Werke, die mit allen technischen Finessen regelrecht gespickt sind, in denen es von akrobatischen Sprüngen, Flageolets, Doppelgriffen und Spiccati nur so wimmelt. Es spricht für die Qualitäten des in Koblenz geborenen Klöckner, dass sich trotzdem nicht der Eindruck beinahe zirzensischer Artistik einstellt, sondern das Gefühl, hier einem Interpreten zuzuhören, der selbst aus solchen Stücken Momente von beachtlicher Tiefe des Ausdrucks hervorzuzaubern vermag und auch in den extremsten Lagen, in der hauchzarten Höhe und in der sinnlichen Tiefe, klangschön bleibt.

Brüderliche Unterstützung erhält Benedict durch seinen acht Jahre älteren Bruder Philipp, der gleichzeitig Jura und Geige studierte (unter anderem bei Zakhar Bron und Ida Bieler). Zum Trio wird das Geschwisterpaar durch den in Mainz lehrenden, aus Buenos Aires stammenden Pianisten José Gallardo. Gallardo, als Begleiter gerade in den Cello-Stücken pure Zurückhaltung, fällt gleich in Joaquin Turinas Klaviertrio h-Moll Nr. 2 op. 76 durch seinen leichten, kultivierten Anschlag auf, wohl bekömmlich der impressionistischen Basis der Komposition, apart mit spanisch-folkloristischen Elementen versetzt. Den noch etwas unausgewogenen, da zu Cello-lastigen ersten Satz balanciert ein atmosphärisch dichtes, Stimmungen im Minutentakt wechselndes, bewegliches Finale aus.

Im „Tanz der Kobolde“, in „La Ronde des Lutins“ op. 25 Antonio Bazzinis (1818-1897) wandert Philipp Klöckner auf den virtuosen Spuren seines Bruders, intonatorisch jedoch nicht immer ganz sauber und klanglich seltsam spröde, fast zerbrechlich. Eigenheiten, die sich auch in der d-Moll-Sonate op. 108 für Klavier und Violine von Johannes Brahms bemerkbar und aus dem Werk einen Brahms mit gebremstem Schaum machen. Am schönsten gerät das D-Dur-Adagio, das wesentlich vom gefühlvollen Klang der Geige lebt, die hier ihre Zartheit eindrucksvoll ausleben kann. Etwas mehr Kraft entwickeln erst, vor allem auch dank des nun energischer zupackenden Klaviers, der scherzoartige dritte und der heftig bewegte Finalsatz.

Frédéric Chopins Walzer in A-Dur op. 34 Nr. 1, den Gallardo tänzerisch beschwingt auf die Tasten legt, und ein treibender Trio-Tango Astor Piazzollas, sein „Primavera Porten?a“, in dem die drei zu ungetrübter Spielfreude auflaufen, runden das Programm spätneujährlich animiert ab.

Lieselotte Sauer-Kaulbach  
15.01.2008 © RZ-Online,
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